Produkttest: Wolters Hundejacke

Ich hatte euch ja schon berichtet, dass der Paul fleißig ist: Der junge Collie geht nicht nur zum Longieren, sondern wird auch zum Mantrailer ausgebildet. Da er während des Trainings immer wieder längere Zeit im Auto verbringt, habe ich mich nach einer Hundejacke für ihn umgeguckt. Sie sollte leicht und wasserabweisend sein, sodass wir sie auch mal bei Regen überwerfen können. Zu diesem Zweck haben wir jetzt ein Modell von Wolters zum Testen bekommen.

Die Anprobe ist zu aller Zufriedenheit verlaufen.

Die Outdoorjacke Modern Classic ist leicht, knistert aber nicht – ein absoluter Vorteil bei dem sensiblen Collie, der somit kein Problem beim Anziehen des Mantels hatte. Gut gefallen hat mir auch der große Durchlass für die Leine im Rückenbereich, sodass wir problemlos am Geschirr anleinen können. Der Bauchlatz lässt sich gut schließen, allerdings muss man die Klettverschlüsse recht genau treffen – sonst wird es schief oder man klemmt lange Colliehaare mit ein. Er liegt eng an, da er mit Gummis versehen ist. Das gefällt mir sehr gut, so tritt der Hund auch im Auto nicht versehentlich in einen hängenden Bauchlatz. Meiner kleinen Easy ist sowas mit einer ihrer Jacken wirklich schon passiert …

Die olivfarbene Jacke passt prima zu dem aktiven Hund und Paul fühlt sich wohl mit dem Mantel. Wie er sich im Alltag bewährt, werdet ihr demnächst lesen!

Hunde- und Pferdefotos

Paul, Easy und Canela hatten einen Termin mit Katharina Fröhlich. Bei wunderbarem Herbstwetter haben wir ein paar schöne Fotos gemacht, die ich euch einfach mal hier zeigen möchte.

Canela haben wir an ihrem Stall, dem Aktivstall Haste besucht, wo wir einen Weide für die Fotos nutzen konnten. Sie hat schon ein wenig Winterfell und man sieht den Babybauch: Canela ist für März 2022 von D’accord tragend.

Alle Fotos (c) Katharina Fröhlich

Die hübsche Canela.
Sieht man schon den Babybauch?
Da war das Pony ganz schön wach …

Mit den Hunden sind wir zum Fotografieren an die Nette gegangen. Der Amerikanische Collie Paul ist jetzt etwa 1,5 Jahre alt, also optisch schon fast erwachsen, vom Verhalten aber noch ein alberner, pubertierender Junghund! Er ist mit seinen 70 Zentimetern Widerristhöhe ein imposanter Rüde, aber immer noch sehr schmal.

Paul kann auch hübsch gucken.
Sogar mehrfach! Und ganz ohne Bellen.
Aber Aktion gefällt ihm besser!

Die Hundeoma Easy ist wahrscheinlich ein Mix aus Chihuahua und Pinscher. Ihre Merlefärbung im Gesicht ist schon ganz weiß, sie muss etwa 13-14 Jahre alt sein. Meist ist sie noch ganz fit, aber natürlich machen ihr Arthrosen zu schaffen. Sie hat auch kaum noch Zähne, aber empörtes Bellen klappt auch ohne ganz hervorragend!

Easy ist ein Profi. In die Kamera gucken kann sie!
Meine alte Herzdame!
Gar nicht so einfach zwei so unterschiedlich große Hund auf ein Bild zu bekommen.
Und das hier wollte ich unbedingt: Meine drei Lieben zusammen.

Reisetipp: Wandern im Harz mit Wohnmobil und Hund

Anfang Oktober waren wir im Harz. Da die Anreise nicht so weit ist, lohnt sich ein Ausflug in den Harz auch an einem Wochenende. Wir sind nach Goslar und ins Okertal gefahren, wo ich euch eine schöne Wanderung von etwa 8 Kilometern vorstellen möchte.

Gestartet sind wir an der Romkerhalle. Auf dem kleinen Parkplatz am Wasserwerk kann man auch gut übernachten, wenn er nicht so voll ist wie dieses Mal.

Am fast 70 Meter hohen Wasserfall an der Romkerhalle startet die Rundtour.

Zunächst einmal geht es stetig bergauf. Der Weg ist steinig und recht steil, unterwegs trifft man immer wieder Wanderer, die eine Pause brauchen.

Auf geht’s! Dem Paul ist es natürlich nicht zu anstrengend.

Aber es lohnt sich. Bizarre Felsformationen und eine fantastische Aussicht entschädigen für die Mühen: Feigenbaumklippe, Mausefalle, Kästeklippen und Hexenküche sind einzigartig.

Geschafft! Als erstes erreicht man die Feigenbaumklippe.
Pause für Mensch und Hund.
Die Rundtour ist gut besucht und manch ein Wanderer will richtig hoch hinaus.
Auch das ist der Harz: Durch den Borkenkäferbefall nach den trockenen Sommern sieht man viel Totholz.

Der Abstieg führt teilweise auf breiten ausgebauten Schotterwegen bergab. Wir waren froh, dass dies nicht unser Aufstieg war – man läuft quasi auf einer geschotterten Straße und der Weg zieht sich doch recht lang.

Am Ende der Rundtour blickt man von oberhalb des Wasserfalls auf die Romkerhalle – da muss man noch runter!

Wir hatten nach der Rundtour noch Lust auf was Süßes und sind noch nach Goslar gefahren. Mit dem Wohnmobil kann man dort kostenlos und stadtnah parken. Empfehlens- und nachahmenswert!

Die alte Kaiserstadt ist aber noch aus anderen Gründen einen Besuch wert. Die Altstadt lockt mit zahlreichen prächtigen Fachwerkhäusern und gehört zum UNESCO Weltkulturerbe, zu der auch die prächtige Kaiserpfalz zählt.

Die alte Kaisterstadt Goslar hat viele gut erhaltene Fachwerkhäuser.
Überall gibt es schöne Ecken zu entdecken.
Die Collies fanden das Wasser spannender als die prächtigen Häuser.

Am nächsten Tag haben wir uns nach Bad Harzburg aufgemacht, um dort vom großen Burgberg zur Rabenklippe zu wandern. Begonnen haben wir die Wanderung mit einer Fahrt mit der einzigen und ältesten (1929!) Großkabinenseilbahn Norddeutschlands, die Hunde waren weniger erfreut und hatten doch ein bisschen Stress.

Die Wanderung vom Großen Burgberg zur Rabenklippe war dann aber eher einfach, wenn man sich nicht an den unzähligen Wanderschildern verfranzt hat. Am Luchsgehege selbst war ich ein wenig enttäuscht, zumindest das Einzelgehege fand ich erschreckend klein für einen Luchs, der immerhin so groß wie mein Collie Paul ist. Aber von der Rabenklippe aus hat man einen wunderbaren Brockenblick.

Bis zu 13 Leute passen in so einen Kabine, da ist schon allein die Enge stressig für die Hunde.
Blick von der Rabenklippe bis zum Brocken.

Buchtipp: Permakultur für Ahnungslose

Für alle, die schon meine Buchtipps vermisst haben: Die Reisezeit geht zu Ende und ich habe wieder mehr Zeit zum Lesen!

Zuletzt habe ich mich damit beschäftigt, wie ich meinen Garten im nächsten Jahr gestalten möchte. In diesem Jahr habe ich bereits ein Gemüsebeet angelegt und ein paar Obstbäume geplanzt. Aufgrund der Gartengröße sind das nur kleine Säulenäpfel und -birnen, aber zumindest ein Baum hat dieses Jahr schon gut getragen. Außerdem gibt es noch ein paar Beerensträucher. Ziel ist es, aus dem kleinen Garten einen Nutzgarten zu machen, der keine ständige Pflege braucht. So kam ich auf den Gedanken, mich mit Permakultur zu beschäftigen.

Ein kleines Gemüsebeet gibt es schon.

Permakultur nutzt die Natur und fördert die Artenvielfalt, gleichzeitig macht sie den Garten auch widerstandsfähiger. Für den Einstieg habe ich mir das Buch „Permakultur für Ahnungslose“ besorgt. Robert Elger beschreibt darin, wie man nachhaltig gärtnert. Lustigerweise gibt er gleich zu Anfang den folgenden Tipp: „Empfehlungen aus Gartenbüchern kannst du natürlich jederzeit ausprobieren, aber wirklich trauen solltest du nur deinen eigenen Beobachtungen“. Vielleicht brauche ich gar kein Gartenbuch?

Ich lese dennoch weiter. Es gibt Infos zum Bearbeiten der Erde (so wenig wie möglich), zur schützenden Bodendecke, zum Kompost anlegen, zur Wassergewinnung und zu Nützlingen. Zu diesen Themen erfahre ich nicht allzu viel Neues, aber es ist nunmal ein Einsteigerbuch.

Wirklich unnütz finde ich die leeren Doppelseiten und die immer wieder auftauchenden Stellen für handschriftliche Notizen im Buch. Ich habe das Gefühl, hier für leeres Papier zu zahlen. Wer sich etwas notieren möchte, nutzt doch in aller Regel einen Notizzettel und kein Gartenbuch …

Eher wenig Raum im Buch nehmen die Dinge ein, zu denen ich gern mehr gewusst hätte. Welche Gemüsesorten und welche Kräuter eignen sich wofür? Die simple Auflistung, was ich pflanzen kann und was ich probieren kann, nützt mir da wenig. Mit einem Großteil der Pflanzen habe ich schon Erfahrungen, manches hat geklappt, anderes wiederum nicht. Ich wüsste nun gerne, welche Pflanzen beispielsweise für welche Standorte geeignet sind.

Stattdessen gibt es Hinweise für Dinge, die sicher kaum jemand in seinem Stadtgarten anlegen kann: einen Hühnerstall, einen Teich oder einen Bienenstock. Zudem braucht es zu diesen Themen wohl mehr Informationen als eine einzelne Seite. Auch andere Themen wie Recycling und Teilen von Gartengeräten sind sicher wichtig, aber müssten in einem Gartenratgeber vielleicht nicht unbedingt Thema sein.

Mein Fazit: Nett geschrieben, vielleicht ein kleiner Überblick zum Thema Permakultur, aber für meinen eigenen Garten nur wenig hilfreich.

Robert, Elger: Permakultur für Ahnungslose. Kosmos Verlag, Stuttgart, 2021. ISBN: 9783440171790

Reisebericht Schweden mit dem Wohnmobil, Teil 5: Vom Smaland an die Ostküste

Nach unserem traumhaften Übernachtungsplatz bei Anna in Aneby sind wir über Vimmerby nach Västervik gefahren. Die üblichen Touristenpunkte in Vimmerby haben wir uns gespart, nach der Idylle hatten wir wenig Lust auf Trubel. Auch wenn ich Astrid Lindgren sehr schätze, die Astrid Lindgrens Welt, in der die Schauplätze aus den Büchern nachgebaut wurden, haben wir links liegen lassen und sind weiter Richtung Küste.

Västervik nennt man die „Perle der Ostküste“, der Ort ist nett, aber auch dementsprechend touristisch. Wir hätten gerne einen Platz zum Freistehen gefunden, aber es gibt im Küstenbereich und auf den Halbinseln wohl zu viele Camper, überall gab es Parkverbote für Wohnmobile. Wir sind dann weiter nördlich Richtung Gamleby gefahren und standen die Nacht an einem kleinen Wanderpfad, der uns abends noch eine überraschend schöne Tour beschert hat.

Hier gabs was zum Klettern!

Am nächsten Tag haben wir uns dann weiter gen Süden aufgemacht und sind mehr oder weniger zufällig auf dem Kaffetorpads Camping bei Mönsteras gelandet: Kiefernwälder, ein traumhafter Strand und abends sogar Livemusik! Also spätestens hier musste man zum Schweden-Fan werden!

Was für ein idyllischer Strand!
Kiefernwälder wie in Frankreich.
Paul kommt sicher wieder her!

Weiter gings Richtung Karlskrona.

Gesehen an einem Supermarkt in Karlskrona: Ein Hundeparkplatz. Ob den jemand nutzt?

In der Nähe von Karlskrona sind wir dann in das Naturreservat Almö gefahren. Vom Parkplatz Tjuraviken aus kann man in den wunderbaren Naturpark auf den Schären wandern – und bis zu zwei Tagen übernachten. Ein absout genialer Platz mit etwas zu viel Wild für aufmerksame Hunde …

Fast unberührte Natur.
Ein Badeplatz mit kristallklarem Wasser.
Hier leben Rinderherden, aber auch allerlei Wild vom Kaninchen bis zum Wildschwein.
Definitiv ein Highlight unserer Südschweden-Rundreise.

Produkttest Steeds Reflex-Schabracke Safety First von Krämer

Es wird herbstlicher draußen und damit immer früher dunkel – die passende Zeit, um die Reflex-Schabracke Safety First auszuprobieren. Zunächst mal ist die Passform der Schabracke von Krämer unter meinem Wintec Vielseitigkeitssattel wirklich gut. Allerdings finde ich das Material sehr fest, es fühlt sich fast pappig an.

Die Passform der Safety First gefällt mir gut.

Ich habe etwas Sorge, dass mein empfindliches Pony mit der eher festen Schabracke nicht zurecht kommt, aber Canela hat bisher kein Problem damit, sie läuft locker und entspannt. Noch dazu gefällt mir die Optik dieser Satteldecke, die üblichen gelben Reflexdecken würde ich nur zum Ausreiten bei Dunkelheit nutzen, aber die silberfarbene Schabracke mag ich auch alltags leiden.

Licht und Schatten – die Reflexstreifen machen ihren Job!

Bisher war ich noch nicht in der Dämmerung unterwegs, aber im Schatten konnte man schon gut erkennen, dass die reflektierende Wirkung der Schabracke gut ist. Ich werde berichten, wie es uns in den nächsten Tagen und Wochen ergeht.

Reisetipp Langeoog – Nordseeinsel mit Hund

Einige haben mich ja schon gefragt, wo der Reisebericht über Langeoog bleibt, den ich auf Facebook angekündigt hatte. Sorry, ich hatte keine Zeit zum Schreiben – ich musste verreisen …

Aber erstmal zurück an die Nordsee. Da Langeoog autofrei ist, war ich dieses Mal ohne Wohnmobil unterwegs. Alles, was man braucht, muss man also in ein oder zwei Taschen unterbringen. Das hört sich gar nicht so schwierig an, zumal wir ja nur ein Wochenende auf der Insel waren, aber wenn man Futter und Decken für zwei Hunde mitnehmen muss, wird das doch etwas viel. Zumal man diese Hunde ja auch an der Leine hält und eigentlich keine Hand mehr für Gepäck frei hat.

Da es auf der Fähre und am Fährhafen meist sehr voll ist, gestaltet sich das Ganze etwas anstrengend: Hunde bändigen, Gepäck mitschleppen bzw. aufgeben, Fahrkarten kaufen usw. Und wenn man das mit der Fähre geschafft hat, muss man zur Bimmelbahn und sich dort in die schmalen Vierersitzecken quetschen – mit zwei Hunden, die fast so viel zahlen wie wir Menschen, aber keinen Platz haben. Ihr ahnt es schon, die An- und Abreise wird schnell stressig und dauert eine gefühlte Ewigkeit.

Auf Langeoog selbst war es an dem Septemberwochenende erstaunlich voll. In vielen Cafés und Restaurants gab es keine Sitzplätze mehr, die Leuten standen an, um etwas zu essen oder zu trinken. Glücklicherweise sind die Dünen aber weitläufig genug und die Menschenmassen verteilen sich gut. Am Hundestrand war meist wenig los, sodass die Hunde auch mal flitzen konnten.

Einen Tag habe ich mir außerdem ein Fahrrad geliehen, um mit Paul die Insel zu erkunden und bin mit ihm Richtung Melkhorndüne gefahren. Von dort aus kann man weit über die Salzwiesen und Vogelkolonien blicken. Die Dünenlandschaft ist wirklich sehenswert und der Strand ist gefühlt endlos.

Das Inselhotel, in dem wir von Freitag bis Sonntag untergebracht waren, würde ich allerdings nicht noch einmal buchen. Über eine falsche Abrechnung, auf der sowohl ein Hund als auch ein Gast zuviel gebucht wurden, habe ich mich geärgert – auch wenn ich inzwischen darüber lachen kann, dass ein menschlicher Gast im Doppelzimmer nur 4 Euro mehr kostet als ein Hund.

Mit zwei Hunden auf dem Weg in den Zug. Zum Glück war es auf dem Hinweg zumindest im Hafen nicht so voll.
Weite Wege, aber wunderschön!
Leider nicht erlaubt: Auf Langeoog herrscht Leinenpflicht – auch am Hundestrand!
Vor dem Pirolatal ist am Strand eine hohe Abbruchkante entstanden.
Am Strand gab es frei zugängliche Strandkörbe. Pauls fands auch toll!
Weite Wege machen müde Hunde …
An fast jeder Straßenecke kann man Fahrräder leihen und die Preise sind moderat.
Ein Bilderbuchstrand bei Bilderbuchwetter!

Reisebericht Schweden mit Wohnmobil, Teil 4: Eksjö und Aneby

Nach unserer Übernachtung am Nationalpark Store Mosse haben wir uns einen Campingplatz bei Eksjö gesucht. Unsere Wahl fiel auf den Mövanta Camping, der an einem See liegt und einen kleinen Badestrand hat. Die Betreiberin ist gebürtige Deutsche und sehr hilfsbereit. Der Campingplatz selbst ist nicht zu groß und recht familiär. Problemlos werden lange Stromkabel verliehen und Touristen aus Deutschland und den Niederlanden mischen sich mit den schwedischen Dauercampern. Für Camper mit Zelt gibt es sogar eine gut ausgestattete Küche mit allem, was man auch zuhause für das Kochen benötigt, was ein Service!

Campingplatz mit Seeblick. So hatte ich mir Schweden vorgestellt!
Das steinige Ufer erinnert schon an die Schären.

Vom Campingplatz aus lässt es sich herrlich wandern, nahezu endlos erstrecken sich die Wälder und das hübsche Örtchen Eksjö ist nicht weit. Die kleine Stadt erhielt schon zu Beginn des 15. Jahrhunderts Stadtrechte und gilt als am besten erhaltene Holzstadt Schwedens. Die gesamte Altstadt steht unter Denkmalschutz.

Man glaubt sofort, dass Eksjö den Preis „Eurpa Nostra“ für die ungewöhnlich gut erhaltene Altstadt bekommen hat.
Den Blick auf den Eksjöan fotgrafiert wahrscheinlich jeder zweite Tourist …
Aber auch Details wie dieses Tor lohnen sich.
Und am Abend gab es diesen unglaublichen Seeblick …

15 Kilometer von Eksjö entfernt liegt die Schlucht Skurugata. Sie ist etwa 800 Meter lang und 20 bis 50 Meter tief! Auf einer Breite von 7 bis 24 Metern klettert man über Baumstämme, Äste und Geröll.

Ich wollte mir zunächst nur den Einstieg ansehen und dann schauen, ob ich mir die Geröllhalden zutraue – und eh ich mich versah, war der Rückweg genauso schwierig wie der Weg, der noch vor mir lag … Auch mein Junghund geriet an seine Grenzen. Er ist noch so staksig und unausbalanciert, dass es ihm wirklich schwerfiel über die vielen großen Steine zu klettern. Als es nach einer gefühlen Ewigkeit einen Ausstieg über eine Holzleiter aus dem Canyon gab, habe ich mich entschlossen den weiteren Weg außen entlang zu laufen. Den 70 cm großen Collie hier hochzubekommen, war allerdings auch nicht ganz einfach!

Beeindruckende Felswände!
Alle anderen sind schon oben …

Nach der beeindruckenden Felsformation, die wahrscheinlich durch eine Erdverwerfung entstanden ist, haben wir uns am nächsten Tag den Skularryd Elchpark angesehen. Man fährt hier durch das Gebiet in dem die Elche leben, sodass ihr Lebensraum so natürlich wie möglich ist. Uns war wichtig, die Elche nicht im Käfig wie Tiere im Zoo zu betrachten. Im Skullaryd Elchpark leben Hirsche, Elche und Damwild. Sie werden an den Safariwagen gefüttert, weshalb sie recht nah an die Waggons kommen. Deshalb ist es allerdings nicht möglich, Hunde mit in den Park zu nehmen. Die Betreiber erklären auf der gesamten Tour mehrsprachig, wie ihre Tiere leben und geben auch gerne Auskunft, wenn man noch weitere Fragen hat.

So ein Hirschgeweih ist schon beeindruckend!
Die Elche sind die Fütterung an den Wagen gewohnt.
Die Kälber lernen von klein auf, dass sie gefüttert werden, wenn die Touristen da sind.
Diese „Pferde“ mit den Schaufeln sind faszinierend!

Eher zufällig hat es uns dann bei Aneby an Südschwedens höchsten Wasserfall den Stalpets verschlagen.

Der Stalpets hat fast 20 Meter Fallhöhe.

Bei Aneby haben wir dann die liebe Anna besucht, die ich noch aus Süddeutschland kenne, bevor sie nach Schweden ausgewandert ist. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Mädels auf einem Hof nahe Aneby und hat uns erlaubt, an ihrem Badesee zu übernachten. Das war sicherlich der schönste Stellplatz auf der ganzen Reise!

Mein persönliches Highlight! Ich komme wieder …

Zwei Produkttests: Der Croozer Dog Hundeanhänger fürs Fahrrad und der Blinkie von Krämer für Hund und Pferd

Der eine Produkttest ist nicht neu, aber er geht weiter: Wir haben unseren Croozer Hundeanhänger Bruuno weiter im Alltag genutzt. Wie schon zuvor beschrieben, lasse ich den Hänger inzwischen dauerhaft am Rad – da er so leicht mitläuft, stört er mich nicht und ich gewöhne mich immer mehr an den etwas größeren Radius beim Kurvenfahren. Manchmal setze ich auch spontan meine kleine Pinscher-Mix-Hündin Easy rein, die mit ihren 30 Zentimetern Körperhöhe natürlich völlig in dem großen Bruuno verschwindet, ihn aber unglaublich gemütlich findet.

Das ist sicher für die Hundebesitzer interessant, die bei der Größe des Hundeanhängers unsicher sind. Ich lese immer wieder die Frage, ob ein Hänger nicht zu groß sei für einen bestimmten Hund. Von unserem Bruuno kann ich nur berichten, dass er auch von einem Kleinhund super angenommen wird, was vor allem an dem gemütlichen Bett im Hänger liegt. Easy, mit ihren gut fünf Kilogramm, kuschelt sich einfach an den dicken Wulst am Rad des Hundebettes und fühlt sich dann völlig sicher. Natürlich ist der Hundeanhänger viel zu groß für sie, aber das stört sie nicht. Wer also doch mal zwei Hunde mitnehmen möchte oder wer einen Hund im Wachstum hat, der kann meiner Ansicht nach mit einem „zu großen“ Hänger nichts falsch machen.

Auto oder Rad? Der Croozer Dog Bruuno fährt beim Zweirad immer mit.

Ich fahre jetzt längere Strecken, damit der Paul nicht so unruhig ist und das hat sich bewährt: Er bellt viel weniger, wahrscheinlich, weil er nicht alle paar Meter einen spannenden Ausflug erwartet.

Freilauf: Wenn er ruhig ist, darf Paul mal wieder ein bisschen mitlaufen!

Wir haben uns also alle ganz gut an den Croozer gewöhnt. Nun bin ich gespannt, wie er sich im Langzeiteinsatz bewährt und werde natürlich weiter berichten.

Da es so langsam herbstlicher und leider früher dunkel wird, haben wir außerdem einen LED-Anhänger im Test. Eigentlich ist er für die Steeds Reflex-Schabracke Safety First von Krämer gedacht, aber ich nutze ihn seit ein paar Tagen spontan für den Hund. Der Anhänger lässt sich nämlich super am Hundegeschirr befestigen, gerade weil man ihn kurz zum Ende der Gassirunde einschalten kann, wenn man das Leuchthalsband vergessen hat …

Der LED-Anhänger eignet sich für Hund und Pferd. Foto: Reitsport Krämer

Den Anhänger werde ich demnächst natürlich auch an die Reflex-Schabracke hängen, die dafür eine extra Schlaufe hat. Ob und wie sich die Schabracke bewährt, könnt ihr demnächst hier ebenso lesen wie unsere weiteren Erfahrungen mit dem Bruuno von Croozer.

Die Reflexschabracke ist nicht „typisch“ leuchtgelb. Ob sie genauso gut sichtbar ist, werden wir ausprobieren … Foto: Reitsport Krämer

Reisebericht Schweden mit dem Wohnmobil, Teil 3: Store Mosse Naturpark

Während ich diesen Reisebericht schreibe, hat mich der Alltag in Osnabrück längst wieder. Die Fotos zu sichten und den Text zu verfassen führt definitiv zu Fernweh! Das Moorgebiet Store Mosse gehört sicherlich zu den Highlights einer Rundreise durch Südschweden.

Der Nationalpark Store Mosse liegt westlich von Värnamo. Es gibt einen großen Parkplatz an den ein Wohnmobilstellplatz angrenzt, kostenlos und direkt am Naturpark gelegen. Im Naturum gibt es während der Saison täglich Infos über das wahrscheinlich letzte große Moorgebiet Südschwedens, daneben lockt ein Lehrpfad Kinder und Erwachsene mit lustigen Holztrollen. Die Wanderung rund um den Moorsee Kävsjön führt über einen schier endlosen Holzsteg, Hunde sind hier zwar erlaubt, aber haben wenig Spaß an dem für sie wirklich schwierigen Untergrund. Teile des Sees bestehen aus sogenanntem „schwimmendem Moor“, die Pflanzendecke liegt hier quasi auf dem Wasser.

Hinter uns unendliche Weiten …
Es begann ganz harmlos: Hier konnte der Hund noch problemlos neben den Holzplanken laufen.
Man unterschätzt schnell, wie anstrengend diese Wege für Hunde sind.

Leider ist die Ausschilderung etwas missverständlich. Wir waren nicht die einzigen, die einen Rundweg erwarteten, wo einen das Hinweisschild nur zu einem weiteren Wegpunkt geleitete. Zahlreiche Wanderer sind auf oder hinter der langen Strecke über die Holzbohlen umgekehrt, meist die mit Kindern oder Hunden. Da ich meinem Junghund die Bohlen kein zweites Mal zumuten wollte, haben wir uns einen Rückweg über den südlichen Parkplatz und die bewaldeten Flugsanddünen Rocknarar gesucht. Ich war sehr froh, dass meine Kartenkenntnisse ausgereicht haben, einen eigenen Weg zu suchen!

Am Ende des Bohlenweges sind viele Wanderer umgedreht.

Trotzdem würde ich das Moorgebiet immer wieder besuchen, die Landschaft war einzigartig und beeindruckend, auch wenn wir leider nicht passend dort waren, um tausende Kraniche rasten zu sehen. Elche, Füchse, Dachse und Luchse haben sich leider auch nicht blicken lassen, dafür war es die einige Region, in der uns in der Dämmerung ein paar Mücken erwischt haben.

Kleiner Moorbewohner.