Reisebericht: Naturparks in Schweden, Teil 2

Auf unserem Weg durch Südschweden sind wir nach der Übernachtung in der Nähe von Malmö einen der zahlreichen schwedischen Naturparks angefahren. Unsere Wanderung begann in Mölle, einem ehemaligen Fischerort, der auch als Badeort bekannt ist.

Mölle ist nicht groß, aber ein hübsches Örtchen.

Von dort aus führt ein ausgeschilderter Wanderweg zum Leuchturm Kullens fyr an der Spitze des Kullabergs. Der 5 Kilometer lange Weg hat es in sich: Große Felsblöcke liegen oberhalb der steinigen Strände und der romantischen Buchten mit Blick auf den Öresund.

Beeindruckende Felsbrocken, …
eine steil abfallende Küste …
und Wege, auf denen man klettern muss.
Die Aussicht entschädigt für die Anstrengung!
Hier führt der Weg über eine Kuh- und Schafweide.

Die Kletterei über schmale Pfade ist spannend, aber auch anspruchsvoll. Ich fand das Ganze so anstrengend, dass ich für den Rückweg den Bus genommen habe – der fährt die Touristen normalerweise von Mölle an den Leuchtturm. Auf dem Rückweg war er dieses Mal leer und nahm uns glücklicherweise sogar kostenlos mit – mit zwei großen Hunden. Ich glaube sogar die waren froh, dass sie die Strecke nicht nochmal laufen mussten!

Reisebericht: Schwedensommer, Teil 1

Die Idee, diesen Sommer nach Schweden zu fahren, entstand an einem heißen Tag mit über 30 Grad Celsius … wer wollte da noch im Urlaub in den Süden fahren? So wurde aus der ursprünglichen Idee nach Slowenien zu fahren spontan ein Schwedensommer.

Ich will weg …

Schweden hat mich begeistert! Nur zu gern wäre ich dort geblieben! Das Land ist landschaftlich einfach nur toll und die Menschen sind völlig locker und entspannt. Mit meinem Reisebericht, den ich aufgrund der Menge an Bildmaterial und Reiseerlebnissen ist mehrere Teile aufteilen werde, möchte ich euch ein bisschen an der Faszination teilhaben lassen.

Angereist sind wir über Dänemark und die beiden Brücken, die „Storebeltbrücke“ und die „Öresundbrücke“, die Kopenhagen und Malmö miteinander verbinden. So mussten wir nichts planen und keine Fähre erreichen, sondern konnten einfach fahren und gucken, wie weit wir kommen.

Die Anreise über die Brücken ist nicht ganz günstig, aber die Aussicht ist gigantisch!

Bei der Einreise nach Dänemark wurden wir übrigens gar nicht kontrolliert. Von Dänemark nach Schweden wurden einige Fahrzeuge hinter der Öresundbrücke angehalten, eine engmaschige Kontrolle gab es aber nicht. Niemand wollte Impfausweise oder Coronatests sehen. Bei uns wurden lediglich die Impfausweise der Hunde kontrolliert – sogar das Datum der Tollwutimpfung hat der schwedische Grenzer genau nachgerechnet. Mehr hat ihn nicht interessiert … und schon waren wir in Schweden.

Eigentlich wollten wir in Malmö direkt auf einen großen Wohnmobilstellplatz am Hafen den ich vorab herausgesucht hatte, aber der war komplett belegt, sodass wir nach einem kurzen Stop an einem Fischimbiss weiterfahren mussten. Kurz hinter Malmö haben wir dann einen Campingplatz am Meer gefunden, auf dem wir quasi direkt am Strand standen. Der Platz war zwar teuer und für meinen Geschmack viel zu voll, aber irgendwann fehlte uns einfach die Energie weiter zu fahren und einen Platz zum Frei stehen zu suchen.

Auch einen tolle Brücke: Ein Holzsteg auf den Öresund am Strand bei Malmö.

Freistehen ist in dieser Region ebenso wie in den anderen touristischeren Ecken eher schwierig, da an vielen Plätzen, in Parkbuchten und an den Stränden Camping ausdrücklich verboten ist. So entspannt das schwedische Jedermannsrecht auch ist, es gilt nicht (mehr) für Touristenhochburgen.

Mein Schwedensommer!

Bevor wir die Westküste eher als geplant verlassen haben, haben wir das Naturschutzgebiet am Kullaberg besucht und eine tolle Wanderung gemacht. Davon mehr im nächsten Teil des Blogs …

Teil 1: Unser neuer Croozer Dog Hundeanhänger

Der Paul ist zu groß für seinen Fahrradanhänger geworden und so haben wir uns auf dem Markt umgesehen und geguckt, was für Hänger es für große Hunde gibt.

Als Junghund passte Paul noch in den Trixi Hundeanhänger Gr L. Für ein paar Ausflüge und Radtouren im Urlaub reichte der gut aus.

Der Markt für Anhänger für Hunde ab etwa 55 cm Widerristhöhe ist tatsächlich recht klein – eigentlich kamen nur zwei Hänger für den 70 cm großen Collierüden infrage. Ich habe mich dazu entschieden, den Croozer Dog Bruuno zu testen, da der von den Innenmaßen am besten zu dem hohen, aber schmalen Hund passt. Die Einstiegsöffnung ist 73 cm hoch, da kommt Paul problemlos hinein und die Stehhöhe im Frontbereich beträgt 87 cm – das sollte ausreichend sein.

Glücklicherweise haben wir einen Anhänger der Firma Croozer https://www.croozer.com zum Testen zur Verfügung gestellt bekommen.

Zunächst habe ich das Hundebett, dass es passgenau für den Croozer Dog Bruuno gibt, ins Wohnzimmer gelegt, damit Paul sich schonmal daran gewöhnen kann. Da das Bett dort lag, wo sonst auch sein Körbchen steht, hat er es auch sofort angenommen.

Was ist denn hier angekommen: Beide Hunde betrachten den Aufbau den Anhängers gespannt.

Der Aufbau den Hängers selbst war etwas mühsamer als gedacht. Das Vorder- und das Rückteil müssen aufgerichtet werden und beim Vorderteil brauchte man dann doch etwas Kraft. Alleine habe ich das tatsächlich nicht geschafft.

Das System macht einen stabilen und durchdachten Eindruck. Ob ich den Hänger selbst wieder zusammenklappen und ggf. ins Auto packen kann, um ihn mitzunehmen, wird sich noch zeigen.

Fertig! Easy findet den Croozer Dog Bruuno spannend – und gerade groß genug!

Den Anhänger ohne Räder habe ich zur Gewöhnung wieder ins Wohnzimmer gestellt.

Angenommen! Paul findet seinen neuen Croozer gemütlich.

Nachdem Paul den Hänger als Schlafplatz prima fand, wurden die Räder angebaut und der Fahrradanhänger sollte ans Fahrrad. Leichter gesagt als getan: Für meine Wohnungstüren ist Bruuno zu breit!

Durch die Terassentür in den Garten – Bruuno ist nichts für schmale Türen.
86 Zentimeter Breite, da wird es auch an der Gartenpforte knapp. Das nächste Mal würde ich den Croozer Dog gleich draußen zusammenbauen …

Eher unkomliziert war dann das Anbauen der Kupplung an das Hinterrad meines E-Bikes.

Durch den Schnellspanner am Hinterrad war der Anbau der mitgelieferten Kupplung kein Problem.

Die erste Probefahrt habe ich natürlich ohne Hund unternommen. Der Croozer Dog lässt sich super ziehen, aber er ist um einiges größer als mein bisheriger Hänger.

Dem Hänger am Fahrrad haben wir dem Paul dann auch erstmal gründlich „schön gefüttert“ bevor es auf eine erste kurze Ausfahrt ging …

Von unseren Erfahrungen mit dem Croozer werde ich in den nächsten Tagen und Wochen ausführlich weiter berichten.

Testbericht Filzsattel

Wie angekündigt werde ich euch hier von meinen Erfahrungen mit dem Filzsattel von Isabel Steiner berichten. Da ich zuvor aber auch verschiedene andere Pads getest habe, zunächst ein paar Eindrücke von diesen baumlosen Reitpads.

Mein Vollblutaraber El Santee hatte eine schwierige Sattelage. (Foto: Assunta Gundlach)

Angefangen habe ich mit den Tests, weil ich mich eigentlich gerne mal ohne Sattel für eine kleine Runde aufs Pferd schwingen wollte. „Bummelrunde“ ohne Sattel war aber nicht so in El Santees Interesse, er mochte keine Gesäßknochen im Rücken und so musste ein polsterndes Pad her.

Zunächst habe ich die damals in Mode kommenden Fellsättel ausprobiert, weil viele Pferdebesitzer damit gute Erfahrungen gemacht haben. Durch den hohen Widerrist meines Arabers war es aber gar nicht so einfach einen Fellsattel zu finden, der nicht auf dem Widerrist klemmte und scheuerte. Viele Modelle passten schlichtweg nicht, einzig ein Modell von Christ und eines von Grandeur überzeugten von der Passform fürs Pferd. Leider saß ich auf beiden für meinen Geschmack zu breit auf dem Pferd und konnte die schwungvollen Gänge meines Arabers nicht mehr sitzen.

Dieses Modell passte ganz gut auf mein Rentnerpferd, aber ich konnte nicht gut in dem Fellsattel sitzen.

So hatte ich das Projekt „Reiten-ohne-Sattel“ fast aufgegeben, als ich von den Filzsätten von Isabel Steiner hörte. Dort gibt es Modelle für Pferde mit normalem Widerrist, den „Saffa“, und welche für Pferde wie El Santee in der Ausführung „L’amour“. Zudem gibt es den Sattel in verschiedenen Modellen und Farben, das ist vielleicht – abgesehen von der Sattellänge – für das Pferd nicht so wichtig, aber als Reiter freut man sich ja doch, wenn einem die oft teuer bezahlte Ausrüstung dann auch gefällt.

Ich habe also ein Modell für den hohen Widerrist ausprobiert und war begeistert! Endlich ein Reitpad bei dem der hohe Widerrist meines Pferdes frei war und in dem ich sitzen konnte – in allen Gangarten! Anders als auf den üblichen Reitpads setzt einen der Filzsattel nicht in den Stuhlsitz. Im Gegenteil: Das Bein ist gestreckter als in den meisten Sätteln, der Sitz wird lockerer und die Hüfte kann gut mitschwingen

Ich habe das Gefühl, dass es mit Filzsattel einfacher ist, Seitengänge zu reiten. Das Pferd spürt die Sitzveränderung direkter, schon die Hilfen über den Oberschenkel reichen oft aus und ersetzen den seitwärts-weisenden Schenkel. (Foto: Julia Waldenmaier)

Das liegt meiner Ansicht nach an der gepolsterten Sitzfläche: Pferde, die keinen Sitzbeinhöcker im Rücken spüren mögen, sind generell mit dem gepolsterten Modell deutlich zufriedener. Doch die Variante „Comfort“ polstert nicht nur die Wirbelsäule, sondern erhöht auch die Sitzposition, wodurch der Reiter es leichter hat, sein Bein entspannt hängen zu lassen. Die Problematik des Stuhlsitzes auf dem Pad entfällt quasi von selbst.

Inzwischen gibt es auch eine „Comfort Plus“ Variante, aber die habe ich noch nicht ausprobiert, da mein Sattelmodell etwas älter ist.

Mein Oldie lief also sehr entspannt mit dem Filzsattel, aber ich konnte mir nicht vorstellen, mein Jungpferd mit einem Sattelpad zu reiten. Ich hatte Sorge, wegen der fehlenden Bügel nicht ausreichend Halt zu haben. Es gibt zwar auch die Möglichkeit Steigbügel über eine spezielle Decke anzubringen, aber diese Variante hat mich wenig überzeugt. Inzwischen habe ich gemerkt, dass ich die Bügel gar nicht brauche, denn durch die entspannte Sitzposition hat man einen guten Halt auf dem Pferd und inzwischen reite ich auch Canela mit dem Filzsattel.

Ich nutze den Filzsattel oft bewusst als Möglichkeit ohne Bügel und mit locker herabhängenden Beinen zu reiten. Anfangs nur für einen gemütlichen Schrittausritt gedacht, nehme ich den Filzsattel mittlerweile gerne zum Dressurreiten. Dadurch, dass man näher am Pferd sitzt, kommen die Sitzhilfen viel besser beim Pferd an und man spürt direkt, wie das Pferd auf die Hilfen reagiert. Ich habe beim Reiten sonst schnell Probleme mit Verspannungen, im Filzsattel hingegen bleibe ich lockerer, weil ich mit viel weniger Hilfen auskomme.

Mit feinen Hilfen reiten – im Filzsattel fällt es einem viel leichter! (Foto: Julia Waldenmaier)

Ich hatte mich vorab von Isabel Steiner beraten lassen, die auch Testsättel gegen einen geringen Betrag zur Verfügung stellt und wirklich ausgeprochen kompetent, nett und schnell Rückmeldung zu offenen Fragen gibt. Diese Möglichkeit hat auch Helena Paulsen genutzt, die gerade mit ihrer Araberstute Mara den Filzsattel ausprobiert:

„Vor einigen Wochen durfte ich den Filzsattel von Silke leihen und habe ihn natürlich direkt im Unterricht mit meiner Vollblutaraberin Mara gestestet. Ich war auf Anhieb von dem tollen Sitzgefühl begeistert! Und auch Mara war ganz zufrieden, obwohl Silkes Modell für Maras hohen und weit in die Sattellage reichenden Widerrist noch nicht das Optimalste war. Ich reite sehr viel mit Bareback Pad, aber der Filzsattel setzt mich viel besser hin und hilft mir, mein Bein lockerer und länger zu lassen, ohne auf das Gefühl zu verzichten, dicht am Pferd zu sein.“ Mara bekommt nun auch einen Filzsattel, genauer gesagt den Skuggi L’Amour mit Comfortpolster und Comfort Plus, das ist ideal für ihren Rücken.

Araberstute Mara mit Testsattel. (Foto: Helena Paulsen)

Den Filzsattel empfehle ich oft und gerne weiter! Einziger Wehrmutstropfen ist, dass ich normale Satteldecken oft als unpassend unter dem Sattel empfinde. Ich nutze deshalb für meine Stute die Filzsatteldecke, die es passend zum Sattel gibt. Normalerweise genügt es, wenn man sie nach Gebrauch ausbürstet. Waschen finde ich schwierig und bisher habe ich mich nur an vorsichtige Handwäsche getraut.

Viele nützliche Infos und natürlich auch den Sattel selbst gibt es hier: https://www.filzsattel.de/

Vorschau: Testbericht Filzsattel

Ihr dürft euch auf eine Testbericht zum Thema Filzsattel freuen. Manche von euch wissen ja, dass ich schon mit meinem Senior El Santee teilweise mit dem Filzsattel von Isabel Steiner unterwegs war. Inzwischen reite ich auch meine Reitponystute Canela manchmal mit Filzsattel. Da ich immer wieder darauf angesprochen werde, habe ich beschossen, einen Blogbeitrag zu verfassen und von meinen Erfahrungen auf unterschiedlichen Pferden zu berichten.

Der junge Lipizzaner Siva trägt einen Filzsattel. Foto: Bala

Buchtipp: Pferde-Quizbuch

Frisch erschienen ist mein neues Bibi & Tina Pferde-Quizbuch. Die Rätselaufgaben gespickt mit kleinen Sachtexten sind was für kleine Pferdefreunde ab etwa 6 Jahren. Es gibt wirklich viele Infos von Reitbekleidung über Reittherapie bis hin zu Geländereiten und Zirkuslektionen. Die kindgerechten Erstlesetexte machen den Kleinen Spaß und sie können rätseln und ihr erstes Wissen testen.

ISBN 978-3-12-949677-0

Der Paul trailt …

Mein Langhaarcollie Paul hat letztes Jahr mit Zielobjektsuche angefangen und hatte dabei echt Spaß an der Nasenarbeit. So sind wir dazu gekommen, es einmal mit Mantrailing zu probieren. Leider gab es nach den ersten beiden Versuchen eine lange Lockdown-Pause, aber inzwischen geht es weiter. Hier eine kurze Impression vom zweiten Training.

Dank an Alex von MantrailingbyAlex!

Paul am Meer

Fotos aus Hooksiel gab es eigentlich schon genug, deshalb hier nur ein paar neue Paulfotos. So langsam wird er erwachsen …

Morgens früh und abends ist es am Hundestrand schön leer. Da können die Hunde auch mal flitzen …
Wasser ist halt selten da.
Dann nehmen wir einfach ein Blütenmeer.
Nur als Beweis: Ich habe einen Wassercollie!

Ausflugstipp Cuxhaven

Zu meinen Lieblingsorten für Kurztrips zählt definitiv auch Cuxhaven. In Sahlenburg gefällt mir nicht nur der Hundestrand, sondern auch der Wernerwald durch den man mit Hund und Pferd streifen kann, wenn man mal einmal nicht ans Meer will.

Mit Paul waren wir auch in der Innenstadt und am Hafen unterwegs. Trotz Pubertät hat er sich gut benommen!
Außerdem haben wir im Wernerwald und den Dünen ein bisschen am Fahrrad laufen geübt. Das klappt auch immer besser!
Am schönsten fanden wir es Abends im Watt, wenn alle Hunde frei laufen konnten!
Wir kommen wieder!

Buchveröffentlichung

Qusi druckfrisch liegt hier die überarbeitete Ausgabe des Buches „Pferde“ aus dem Kosmos Verlag vor (EAN: 9783440167427). Das Buch ist bereits in der 5. Auflage erschienen und wir haben einiges aktualisiert.

Von mir stammt der Teil zur Erziehung. Ich arbeite super gern mit Jungferden und an der Grunderziehung.
Aus dem Buch: Wer von euch kennt noch die gute Ronja?