Buchtipp: Hope Street

Ich lese ja nicht nur Pferde- und Hundebücher und so habe ich mich gefreut, dass Campino, der Sänger einer meiner Lieblingsbands Die Toten Hosen, ein Buch veröffentlicht hat. „Hope Street: Wie ich einmal englischer Meister wurde“ erschien im Oktober 2020 bei Piper.

Campino mag nicht nur Punk, sondern auch Fußball. Ausführlich beschreibt er in seinem Buch, wie er Fan des FC Liverpool wurde und die Spiele seines Clubs besucht. Ich bin selbst kein Fußballfan und konnte deshalb mit weiten Teilen des Buches nicht viel anfangen. Lesenswert waren eigentlich nur die Teile, in denen Campino seine Familiengeschichte schildert. Fühlte er sich doch früh auch zu dem Herkunftsland seiner Mutter hingezogen und besitzt mittlerweise die doppelte Staatsbürgerschaft für England und Deutschland. Campinos Text liest sich, als wenn er seine Anekdoten am Tresen bei einem Bier erzählt, kurzweilig, aber nicht besonders anspruchsvoll.

Campino: Hope Street. Wie ich einmal deutscher Meister wurde. Piper, 2020. ISBN 978-3492070508

Wer gerne mehr über die Toten Hosen lesen möchte, dem würde ich eher das Buch von Phillipo Oemke „Die Toten Hosen: Am Anfang war der Lärm“ ans Herz legen.

Phillipp Oehmke: Die Toten Hosen. Am Anfang war der Lärm. Rowohlt, 2015. ISBN 978-3499630033