Buchtipp: Rufst du noch?

Rückruf ist bei vielen Hunden ein Thema, so auch bei Paul. Generell hört er wirklich gut, ich bin stolz darauf, dass wir vor ein paar Jahren die Begleithundeprüfung bestanden haben. Er läuft prinzipiell nicht weit voraus und ist gerne in meiner Nähe. Aber er hat Jagdtrieb und nimmt alles in der Umgebung war: Ob es ein Eichhörnchen ist, ein Kaninchen oder ein Reh, was sich etwas weiter entfernt im Gebüsch versteckt, Paul bekommt alles mit und natürlich startet er dann auch mal durch. Deshalb habe ich mir das Buch „Rufst du noch“ von Nicole Lützenkirchen mal bestellt.

Der Rückruf sitzt: Wenn der Reiz nicht zu groß ist, hört Paul super!

Zum Einstieg ins Buch betrachtet die Autorin das Verhältnis von Hundehaltern und Jägern. Da sie selbst Jägerin ist, ist ihr das wohl wichtig, für das Thema Rückruf ist das meiner Ansicht nach weniger entscheidend. Das nächste Kapitel behandelt die Sinne des Hundes und das Jagdverhalten bzw. die einzelnen Sequenzen des Jagdverhaltens. Das sind wichtige Punkte, die den Leser abholen, der hier noch nicht so gut Bescheid weiß. Bei der Aufzählung der unterschiedlichen Typen der jagenden Hunde vermisse ich allerdings den Hütehund. Auch wenn man Hüteverhalten inszwischen als eigenständigen Verhaltenskomplex betrachtet, so gibt es doch neurobiologische und motorische Überschneidungen und viele Hütehunde jagen.

Beim Retriever erwartet man Jagdtrieb: Lotta interessiert sich rassegerecht für Enten.

Das folgende Kapitel befasst sich mit dem „Revier“, damit ist das Gebiet gemeint, in dem man Spazieren geht, und teilt Wissen über die Waldbewohner. Ehrlich gesagt ist dieser Teil für das Thema des Buches meines Erachtens eher verzichtbar und so geht es leider erst am Seite 62 bzw. 68 mit dem Hundetraining los. Die Tipps und Trainingsideen, die Nicole Lützenkirchen aufzählt, sind durchweg gut und hilfreich beschrieben. Mir gefällt beispielsweise die Idee, das der Hund am Rücksack des Jägers wartet – vielleicht auch deshalb, weil meine Hunde immer gelernt haben, z. B. im Restaurant an meiner Jacke zu warten. Die Tipps zur Auslastung des (Jagd-)hundes sind prima und hätten gerne mehr Raum im Buch einnehmen dürfen. Schließlich ist Dummytraining nicht nur etwas für Retriever! Insgesamt hätte ich aufgrund des Titels mehr zum Thema Rückruf erwartet, aber vielleicht hätte mich das Titelbild auch gleich drauf bringen können – da verschwindet der Hund im Gebüsch …

Lützenkirchen, Nicole: Rufst du noch? Kosmos Verlag, Stuttgart, 2021.
978-3-440-16804-2

Histaminarmes Dinkel–Reis–Hafer-Brot

Bei Brot bevorzuge ich Dinkelmehl oder Mischungen mit Dinkelmehl. Glutenfreies Brot hingegen schmeckt mir von der Konsistenz her nicht so gut und Sauerteige vertrage ich nicht. Deshalb hier nun ein sehr gut verträgliches (zumindest für mich, bitte vorsichtig testen, ob du es auch verträgst) Dinkelmischbrot mit extra kurzer Teigführung.

Zutaten:

300 g Dinkelmehl (ich nehme 1050er)

120 g Reismehl

80 g Hafermehl

1 Päckchen Trockenhefe (7 g)

2 TL Salz

1 TL Honig

2 EL Olivenöl oder Rapsöl

390–410 ml warmes Wasser (handwarm)

1 EL Sonnenblumenkerne

1 EL Kürbiskerne

Den Teig zusammenrühren, aber Achtung, Dinkelmehl nicht „überrühren“, sonst wird das Brot zu fest. Den Teig abgedeckt etwa 30-40 Minuten gehen lassen. Nicht zu lange, damit sich nicht so viel Histamin bildet.

Anschließend falte ich den Teig und lege ihn in die Backform. Gerne nutze ich eine aus Silikon. Ist sie aus Metall, dann lege ich sie mit Backpapier aus. Dort lasse ich das Brot nochmal etwa 20 Minuten gehen. Währendessen heize ich den Backofen vor: Zunächst das Brot 10 Minuten bei 220 Grad Ober- und Unterhitze backen, dann die Hitze reduzieren und etwa 30 Minuten bei 200 Grad fertig backen.

Dieses Brot bleibt durch das Reis- und Hafermehl auch morgen noch weich, entwickelt keine Nachsäuerung und ist deshalb ideal bei Histaminintoleranz und Mastzellproblemen.

Einziger Nachteil dieses leckeren Brotes ist, dass ich immer viel zu viel davon esse 😀

Buchtipp: Reise-Handbuch Norwegen

Generell bietet der Band von Michael Möbius und Annette Ster einen guten Überblick: Natur, Umwelt, Wirtschaft, Soziales und Politik und vieles mehr werden ebenso ausgeführt wie die wichtigsten Reiseinfos. Man bekommt einen guten Einblick in das Land Norwegen, seine Struktur und seine Bewohner. Zudem werden spannende Rundreisen in dem Dumont Reise-Handbuch Norwegen vorgeschlagen.

Der Weg nach Norwegen führt oft über eine Fähre.

Besonders gut gefallen mir die Infos über die einzelnen Regionen in diesem Reiseführer. Die Struktur ist übersichtlich und man findet wissenswertes zu der Region, die man bereisen möchte oder in der man sich befindet. Nicht nur die üblichen Sehenswürdigkeiten, die man in jedem Norwegen Reiseführer findet, sondern auch weitere attraktive Plätze, Gebäude, Wanderungen und Aussichtspunkte werden von den beiden AutorInnen vorgestellt.

Die Vorschläge, die unter „Aktiv“ als Wanderungen oder Fahrradtouren angegeben werden, finde ich sehr anregend und vielfältig. Zudem werden immer wieder Hintergrundinformationen eingestreut, ob über Vogelfelsen oder die Besetzung Norwegens durch die Nazis. Kleine Detailkarten im Band erleichtern die Übersicht über die Regionen, die man sonst schnell aufgrund der Fülle der Informationen vielleicht verlieren würde, und werden ergänzt durch Pläne der größeren Städte.

Auf 463 Seiten gibt es ausreichend Informationen über alle Regionen.

Die AutorInnen Möbius und Ster haben wirklich eine Menge Infos über das ganze Land zusammengetragen, auch über kleinere entlegene Orten. Zu vielen Aktivitäten gibt es Preisangaben oder Websites, auf denen man selbst nachsehen kann, wenn man noch Informationen braucht. Die Fülle an Hintergrundwissen ist wirklich toll, sodass ich diesen Titel wirklich guten Gewissens empfehlen kann.

Michael Möbius, Annette Ster: Reise-Handbuch Reiseführer Norwegen, Dumont Reiseverlag, Ostfildern, 2025. 978-3-616-01662-7

Vegane, glutenfreie Kokos-Apfel-Muffins

Muffins sind eine super Alternative zu Süßigkeiten (die ich tatsächlich gar nicht mehr esse bzw. essen kann) und deshalb backe ich gerne zwischendurch ein paar verträgliche Muffins. Diese hier funktionieren super vegan und glutenfrei. Wer möchte, kann natürlich den Zucker ersetzen. Ich mag diese Zuckeraustauschstoffe nicht so gern, deshalb nehme ich einfach dunklen Rohrzucker.

Zutaten:

300 g glutenfreie Mehlmischung von Schär

½ TL Weinstein Backpulver

120 g Rohrzucker

1 TL Vanillezucker (uns ist es auch ohne süß genug …)

60 g Kokosraspeln

250 ml Kokosmilch

1 mittelgroßer Apfel, mit Schale grob gerieben

Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Mehl, Backpulver, Zucker, und Kokosraspeln vermischen, Kokosmilch dazugeben und zu einem glatten Teig verrühren. Geriebenen Apfel vorsichtig unterheben.

9 Muffinförmchen füllen, 30–35 Minuten backen.

Leckere Zwischenmahlzeit für den Heißhunger auf Süßes. Das Rezept reicht für 9 Muffins, einen musste ich gleich probieren 🙂