Buchtipp: Akupunktur

Ich habe mich sehr gefreut, als ich gesehen habe, dass im Müller Rüschlikon Verlag eine neue Auflage des Buches „Akupunktur beim Pferd“ von Ina Gösmeier erschienen ist. Genau genommen wird dieses Buch als neues Buch und nicht als Neuauflage vermarktet, aber es finden sich viele Texte und Bilder aus dem alten Titel „Akupunktur“ wieder, weshalb es für mich de fakto eine Neuauflage ist.

Das alte Buch habe ich viel in meiner Physioausbildung bei der DIPO genutzt, da haben wir Pferdephysiotherapeuten auch Akupresssur gelernt. Zur Akupressur selbst gibt es ebenfalls ein gutes Buch von Ina Gösmeier, das ich jedem Interessierten ans Herz legen kann.

Das neue Buch hat extra einen Abschnitt zum Thema Akupressur, weshalb es auch für Laien interessant sein dürfte. Ich finde es immer gut, wenn PatientenbesitzerInnen von ihrem Therapeuten gezeigt bekommt, wie sie ihrem Pferd oder Hund mit Akupressur weiter helfen können.

Die Kapitel „Einführung in die Traditionelle Chinesiche Medizin (TCM)“ und „Theoretische Grundlagen der Akupunktur“ helfen, die Grundlagen dieser uns doch sehr fremden Sichtweise auf den Körper zu verstehen. Auch die fünf Pferdetypen sind sicher für den Laien interssant. Die Akupunktur selbst, würde ich nur ausgebildeten Therapeuten überlassen. Aber wer sich für die TCM interessiert und mehr über sie erfahren möchte, findet in diesem Buch verständliches Grundwissen.

Dr. med. vet. Ina Gösmeier: Akupunktur beim Pferd, Müller Rüschlikon, ISBN 978-3-275-02240-3
(c) Müller Rüschlikon

Buchtipp: Permakultur für Ahnungslose

Für alle, die schon meine Buchtipps vermisst haben: Die Reisezeit geht zu Ende und ich habe wieder mehr Zeit zum Lesen!

Zuletzt habe ich mich damit beschäftigt, wie ich meinen Garten im nächsten Jahr gestalten möchte. In diesem Jahr habe ich bereits ein Gemüsebeet angelegt und ein paar Obstbäume geplanzt. Aufgrund der Gartengröße sind das nur kleine Säulenäpfel und -birnen, aber zumindest ein Baum hat dieses Jahr schon gut getragen. Außerdem gibt es noch ein paar Beerensträucher. Ziel ist es, aus dem kleinen Garten einen Nutzgarten zu machen, der keine ständige Pflege braucht. So kam ich auf den Gedanken, mich mit Permakultur zu beschäftigen.

Ein kleines Gemüsebeet gibt es schon.

Permakultur nutzt die Natur und fördert die Artenvielfalt, gleichzeitig macht sie den Garten auch widerstandsfähiger. Für den Einstieg habe ich mir das Buch „Permakultur für Ahnungslose“ besorgt. Robert Elger beschreibt darin, wie man nachhaltig gärtnert. Lustigerweise gibt er gleich zu Anfang den folgenden Tipp: „Empfehlungen aus Gartenbüchern kannst du natürlich jederzeit ausprobieren, aber wirklich trauen solltest du nur deinen eigenen Beobachtungen“. Vielleicht brauche ich gar kein Gartenbuch?

Ich lese dennoch weiter. Es gibt Infos zum Bearbeiten der Erde (so wenig wie möglich), zur schützenden Bodendecke, zum Kompost anlegen, zur Wassergewinnung und zu Nützlingen. Zu diesen Themen erfahre ich nicht allzu viel Neues, aber es ist nunmal ein Einsteigerbuch.

Wirklich unnütz finde ich die leeren Doppelseiten und die immer wieder auftauchenden Stellen für handschriftliche Notizen im Buch. Ich habe das Gefühl, hier für leeres Papier zu zahlen. Wer sich etwas notieren möchte, nutzt doch in aller Regel einen Notizzettel und kein Gartenbuch …

Eher wenig Raum im Buch nehmen die Dinge ein, zu denen ich gern mehr gewusst hätte. Welche Gemüsesorten und welche Kräuter eignen sich wofür? Die simple Auflistung, was ich pflanzen kann und was ich probieren kann, nützt mir da wenig. Mit einem Großteil der Pflanzen habe ich schon Erfahrungen, manches hat geklappt, anderes wiederum nicht. Ich wüsste nun gerne, welche Pflanzen beispielsweise für welche Standorte geeignet sind.

Stattdessen gibt es Hinweise für Dinge, die sicher kaum jemand in seinem Stadtgarten anlegen kann: einen Hühnerstall, einen Teich oder einen Bienenstock. Zudem braucht es zu diesen Themen wohl mehr Informationen als eine einzelne Seite. Auch andere Themen wie Recycling und Teilen von Gartengeräten sind sicher wichtig, aber müssten in einem Gartenratgeber vielleicht nicht unbedingt Thema sein.

Mein Fazit: Nett geschrieben, vielleicht ein kleiner Überblick zum Thema Permakultur, aber für meinen eigenen Garten nur wenig hilfreich.

Robert, Elger: Permakultur für Ahnungslose. Kosmos Verlag, Stuttgart, 2021. ISBN: 9783440171790

Buchtipp: Bibi & Tina Pferde-Quizbuch vom Klett Verlag

Frisch erschienen ist mein neues Bibi & Tina Pferde-Quizbuch. Die Rätselaufgaben gespickt mit kleinen Sachtexten sind was für kleine Pferdefreunde ab etwa 6 Jahren. Es gibt wirklich viele Infos von Reitbekleidung über Reittherapie bis hin zu Geländereiten und Zirkuslektionen. Die kindgerechten Erstlesetexte machen den Kleinen Spaß und sie können rätseln und ihr erstes Wissen testen.

Ich finde ja immer schön, wenn man außer den fantasievollen Lesegeschichten noch ein paar richtige Infos über Pferde beisteuern kann. Meiner Erfahrung nach, lernen die Kinder dabei ganz nebenbei ganz viel über Pferde und ihre Haltung. Interessanterweise kann man für die Sachwissenseiten auch Jungs für das Thema Pferd begeistern, die ja sonst für Bbi & Tina nicht so viel übrig haben.

Ich habe mal einer Grundschulklasse eines meiner Erstlesebücher von Bibi & Tina mitgebracht und anfangs hatten die Jungs gar keine Lust auf das Thema. Aber nachdem wir uns auch das Sachwissen angesehen hatten, kamen sie am nächsten Tag zur Schule und mehrere Jungs und Mädchen haben berichtet, das Buch gleich am Nachmittag durchgelesen zu haben!

ISBN 978-3-12-949677-0

Buchveröffentlichung: Pferde vom Kosmos Verlag

Quasi druckfrisch liegt hier die überarbeitete Ausgabe des Buches „Pferde“ aus dem Kosmos Verlag vor (EAN: 9783440167427). Das Buch ist bereits in der 5. Auflage erschienen und wir haben einiges aktualisiert.

Das Buch ist ein Sammelband aus drei Werken von verschiedenen Autorinnen. Da ich so gerne mit Jungpferden arbeite, ist von mir der Teil mit der Erziehung. Ich finde, es gibt nichts spannenderes als jungen Pferden die Welt zu zeigen und aus ihnen alltagstaugliche Freizeitpartner zu machen!

Von mir stammt der Teil zur Erziehung. Ich arbeite super gern mit Jungferden und an der Grunderziehung.
Aus dem Buch: Wer von euch kennt noch die gute Ronja?

Buchtipp für Hundehalter: Alleinsein üben – Trennungsangst vorbeugen durch Training

Das Alleinsein ist dem Rudeltier Hund nicht gerade in die Wiege gelegt und so mancher Hund leidet doch arg unter Trennungen. Die lassen sich im Arbeitsalltag natürlich nicht immer vermeiden und so bin ich froh, dass ich für beide Hunde je einen Hundesitter habe, zu dem sie dürfen, wenn ich länger außer Haus bin.

Das Thema Alleinebleiben hat mich vor allem nach meinem Umzug im letzten Jahr viel beschäftigt und ich habe mich gefreut zu sehen, dass Celina del Amo zu diesem Thema ein neues Buch veröffentlicht hat. Ich kenne Celina aus meiner Zeit beim Ulmer Verlag, wo ich sie als sehr kompetente Autorin kennengelernt habe.

Celina ist Tierärztin mit der Zusatzbezeichnung Verhaltenstherapie und geht in ihrem Ratgeber zunächst darauf ein, warum das Alleinsein bei Hunden oft Stress auslöst. Auch Hunde, die nicht durch extremes Geheule und Gebelle auffallen, sodass sich die Nachbarn beschweren, haben oft Trennungsangst.

Sie ist weg … Ich habe mit dem Handy gefilmt und gesehen, dass meine Hunde erstmal an der Tür warten, ob ich nicht gleich zurückkomme.

Die Bestandsaufnahme zu Beginn des Buches hat mich dann auch dazu veranlasst, mein Handy ab und zu zu Hause zu lassen und meine Hunde zu filmen, wenn ich das Haus verlasse. Obwohl meine kleine, alte Easy gar nicht mehr gern alleine ist, ist der einjährige Paul in ihrer Gesellschaft natürlich viel entspannter. Für Zeiten ohne Easy habe ich ihm einen Schnüffelteppich gekauft, mit dem er sich länger beschäftigt als mit Knabbersachen.

Mit dem Schnüffelteppich hat Paul länger zu tun als mit einem Kauknochen.

Im Buch werden dann Übungen vorgestellt, mit denen das Alleinsein vorbereitet werden kann. Das sind beispielsweise das Liegeplatztraining und die Übung Bleib, die schrittweise aufgebaut und immer belohnt werden. Die Beschreibungen sind verständlich und gut nachvollziehbar. Sehr gut finde ich den Teil, indem vorgestellt wird, wie man den Liegeplatz seines Hundes aufwerten kann. Schließlich liegen die meisten Hunde doch am liebsten genau dort, wo man selbst ist, und für ein problemloses Alleinebleiben ist das unabhängige Aufsuchen eines Ruheplatzes doch sehr vorteilhaft.

Richtig hilfreich ist es auch, sich bewusst zu machen, welche Vorboten des Alleinebleibens der Hund wahrnimmt: Man zieht sich die Schuhe an, nimmt den Schlüssel usw. Ich habe gleich angefangen die ersten Tipps aus dem Buch umzusetzen und ziehe immer mal wieder meine Jacke an und gehe kurz aus dem Haus, um das Verlassen des Hauses selbstverständlicher zu machen. Sicherlich wundern sich meine Nachbarn inzwischen, warum ich dreimal am Tag mit Jacke und Schuhen zu den Mülltonnen oder zur Garage gehe!

Aber man kann das Alleinsein nicht genug trainieren. Und genau deshalb kann ich dieses Buch wirklich nur jedem ans Herz legen, der einen jungen Hund hat oder einen, der sowieso ungern alleine bleibt oder es jetzt während der Coronazeit nicht mehr wirklich gewohnt ist. Viel Spaß und Erfolg beim Training!

Celina del Amo: Alleinsein üben. Trennungsangst vorbeugen. Create Space, 2021. 979-8703860182

Buchtipp in Zeiten der Energiewende: Marc Elsberg „Blackout“

Vielleicht liegt es an dem schier endlosen Corona-Lockdown, dass ich in den letzten Tagen nochmal ein Buch in der Hand hatte, das sich mit einer durchaus vorstellbaren Katastrophe beschäftigt. In Marc Elsbergs „Blackout – Morgen ist es zu spät“ bricht das Stromnetz zusammen. Ich gebe zu, das Buch ist schon etwas älter, es ist 2012 erschienen, aber das Szenario geht mir irgendwie nicht aus dem Kopf.

Durch die immer weiter fortschreitende Vernetzung und Digitalisierung unserer Welt sind wir dermaßen abhängig vom Stromnetz geworden, dass die Story wie Elsberg sie erzählt durchaus denkbar ist.

Im Roman werden verschiedene Handlungsstränge zusammengeführt, das ist manchmal etwas langatmig geworden, zumal die einzelnen Charaktäre etwas flach geraten sind. Aber seine Faszination entwickelt das Buch für mich, indem es aufzeigt, was alles ohne Strom nicht mehr funktioniert: Dass unser Kommunikationsnetz absolut abhängig vom Stromnetz ist, wissen wir wohl alle. Wer war mit der Handyladekabel nicht schon irgendwo auf der Suche nach einer Steckdose? Aber dass die Dieselgeneratoren, die beim Stromausfall eingesetzt werden, beispielsweise nicht nachbetankt werden können, da die Tankstellen natürlich ebenfalls nicht ohne Strom funktieren, macht man sich meist nicht bewusst. Und so reihen sich viele Dinge aneinander, für die wir Strom brauchen. Kernkraftwerke ohne Strom werden zur Gefahr für alle, weil die Kühlung nicht mehr funktioniert. Je weiter digitalisiert der eigene Haushalt ist, desto abhängiger ist er vom Strom. Man denke nur an elektrische Rolländen und die elektronische Steuerung der Heizung. Und natürlich führen Kraftstoff- und Lebensmittelmangel (Transportwege brechen zusammen) zu Unruhen und Gewalt.

Zum Glück nur Fiktion. Hoffentlich.

Marc Elsberg: Blackout. Morgen ist es zu spät. Blanvalet Verlag, 2012. 978-3-7645-0445-8

Buchtipp: Hope Street von Campino/ Die Toten Hosen

Ich lese ja nicht nur Pferde- und Hundebücher und so habe ich mich gefreut, dass Campino, der Sänger einer meiner Lieblingsbands Die Toten Hosen, ein Buch veröffentlicht hat. „Hope Street: Wie ich einmal englischer Meister wurde“ erschien im Oktober 2020 bei Piper.

Campino mag nicht nur Punk, sondern auch Fußball. Ausführlich beschreibt er in seinem Buch, wie er Fan des FC Liverpool wurde und die Spiele seines Clubs besucht. Ich bin selbst kein Fußballfan und konnte deshalb mit weiten Teilen des Buches nicht viel anfangen. Lesenswert waren eigentlich nur die Teile, in denen Campino seine Familiengeschichte schildert. Fühlte er sich doch früh auch zu dem Herkunftsland seiner Mutter hingezogen und besitzt mittlerweise die doppelte Staatsbürgerschaft für England und Deutschland. Campinos Text liest sich, als wenn er seine Anekdoten am Tresen bei einem Bier erzählt, kurzweilig, aber nicht besonders anspruchsvoll.

Campino: Hope Street. Wie ich einmal deutscher Meister wurde. Piper, 2020. ISBN 978-3492070508

Wer gerne mehr über die Toten Hosen lesen möchte, dem würde ich eher das Buch von Phillipo Oemke „Die Toten Hosen: Am Anfang war der Lärm“ ans Herz legen.

Phillipp Oehmke: Die Toten Hosen. Am Anfang war der Lärm. Rowohlt, 2015. ISBN 978-3499630033

Buchtipp: Spieltipps für Hunde

Der Winter ist ja die Zeit, in der man auch Indoor-Spielideen für den Hund sucht. So habe ich neben dem Objektsuchen noch nach anderen Ideen für den fast einjährigen Collie Paul gesucht und mir deshalb das Buch „Spiele & Action für ausgeglichene Hütehunde“ von Marion Albers bestellt.

Die Autorin betont zunächst ganz zurecht, dass Hütehunde (wie andere Rassen natürlich auch) die richtige Mischung aus Konzentration, Körpereinsatz, Ruhe und Action brauchen. Unter der Überschrift „Der überbeschäftigte Hund“ warnt sie ganz richtig davor, den Hund mit zu viel Action an der passenden Entspannung regelrecht zu hindern.

Ob man den Test, welcher Spieltyp der eigene Hund ist denn wirklich braucht, mag jeder für sich entscheiden. Manchen macht so eine Einordnung Spaß, ich denke eher, dass die passenden Spiele von der Mensch-Hund-Kombination abhängen – schließlich muss der Hundehalter auch mit Begeisterung bei der Sache sein. Ich kenne beispielsweise Menschen, deren Hund hätte Spaß an der Personensuche und auch das Talent dafür, aber sie selbst haben nun mal keine Lust auf das zeitintensive Training. Leider wiederholen sich die beim Test vorgeschlagenen Spielideen mit denen in der Umschlagklappe. Hier hätte ich ein paar andere Vorschläge schön gefunden, zumal es im weiteren Text durchaus tolle Ideen gibt.

Richtig gut gefällt mir das Buch dort, wo es konkrete Spielvorschläge macht: Ob Aufgaben-Gassi oder Kommando-Spiele mit Spielzeugen, die Ideen sind praxisnah beschrieben und enthalten auch wichtige Infos zum richtigen Training. Hier gibt es dann auch das, was ich eigentlich gesucht hatte: Ideen für Zuhause. Mein Paul wird also demnächst zur Haushaltshilfe: Wäsche in die Maschine bringen oder Socken ausziehen, manches von diesen Ideen kann er sicher auch später als Therapiehund einmal brauchen. Vom Öffnen der Schubladen werde ich allerdings absehen. Er ist nicht sonderlich verfressen, aber ich weiß jetzt schon, dass meine kleine Hündin Easy sich das abgucken und morgen meine Küchenschränke ausräumen würde …

Richtig gut gefallen hat mir der Spielvorschlag mit Buchstaben und Gerüchen, aber um mehr über diesen Trick zu erfahren, könnt ihr euch ja das Buch kaufen. Wer Ideen für drinnen und draußen sucht und mehr über geeignete Hundesportarten erfahren möchte, ist auf jeden Fall mit diesem Buch richtig beraten.

Marion Albers: Spiele & Action für ausgeglichene Hütehunde. Ulmer Verlag, Stuttgart, 2019. ISBN 978-3-8186-0711-1

Buchtipps für Hundebesitzer: Impulskontrolle für Treib- und Hütehunde

Treib- und Hütehunde gehören zu den inzwischen sehr beliebten Haushunderassen. Man sieht neben Collies und Border Collies immer mehr Australian Shepherds und Appenzeller Hütehunde. Da ich immer Hütehunde bzw. Mixe aus unterschiedlichen Hütehunderassen habe und hatte, interessiert mich natürlich besonders, was die Autorin Christiane Schnepper als angemessenes Training vorschlägt.

Sehr gut gefallen hat mir, dass Schnepper darauf hinweist, dass es oft Sinn macht, „Gleiches mit Gleichem“ zu belohnen, also Bewegung mit Bewegung oder Ruhe mit Ruhe. Das bedeutet, dass der Hund in Bewegung beispielsweise mit einem Laufspiel belohnt wird oder der Hund der Ruhe üben soll, besser ruhig gestreichelt werden kann als ein Zerrspielzeug zu bekommen.

Auch ihr Hinweis, dass es für einen Hütehund keine besondere Leistung sei, hinter einem Ball herzurennen, sondern schwieriger sei ruhig zu bleiben, während ballspielende Kinder an ihm vorbei toben, ist gut und wichtig. Impulskontrolle fällt (nicht nur) manchem Hütehund extrem schwer.

Bei den Beschäftigungstipps wäre es sicher schöner gewesen, beispielsweise das Longieren nicht nur als Beschäftigungsmöglichkeit vorzustellen, sondern zu erklären, wie man es aufbauen und trainieren kann.

Konkreter wird das Buch dann zwar bei den Trainingstipps wie z. B. zum Besucher begrüßen und Nichtreagieren auf die Türklingel, aber das findet man eigentlich in jedem guten Hunderatgeber. Hier ist das Buch vielleicht für Einsteiger geeignet, interessierte Hundebesitzer finden in den Trainingstipps wenig neues.

Christiane Schnepper: Impulskontrolle für Treib- und Hütehunde. Eugen Ulmer KG, Stuttgart. ISBN 978-3-8001-0879-4