Distanzreiten

In dieser etwas erlebnisarmen Zeit möchte ich euch mit einem bereits veröffentlichten Artikel von mir etwas über das Distanzreiten erzählen. Dieses Unterwegssein mit dem Pferd, das ist einfach immer wieder faszinierend und schweißt einen als Team mit dem Pferd zusammen. Es muss nicht immer auf Zeit und Geschwindigkeit sein, hauptsache man ist draußen in der Natur unterwegs!

Coronamüde

Mein letzter Blogeintrag ist schon ein bisschen her. Mir fehlt schlichtweg die Motivation für einen neuen Text. Nicht, dass ich nicht spannende Bücher habe, über die ich eine Rezension schreiben könnte, aber ich habe einfach keine Lust. Und Ausflugstipps mag ich und kann ich tatsächlich gerade nicht formulieren. Man macht ja nichts. Einfach nichts. Ich bin coronamüde.

Die von Corona geprägte Zeit geht jetzt ins zweite Jahr. Was anfangs noch ein mehr an Freizeit bedeutet hat, ist im Laufe diesen Jahres immer enger geworden. Man trifft weniger Menschen, manche gar nicht mehr. Einige Freunde habe ich seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr gesehen, mit anderen kann man noch gelegentlich mit dem Hund spazieren gehen. Aber je weiter sie weg wohnen, desto größer ist in diesem Jahr auch wirklich die Entfernung geworden. Besuche sind schwierig bis unmöglich geworden.

Und es ist müßig geworden zu schreiben, dass man solche Dinge wie Essen gehen, Kino, Treffen von mehreren Freunden gemeinsam (was war noch mal eine Party?), dass man all diese Dinge vermisst. Es ist redundant, das zu schreiben, denn jeder, der diesen Text lesen wird, weiß das bereits und jedem von uns geht es so.

Und ich habe das Gefühl, das die Grenzen immer enger geworden sind. Fast ein dreiviertel Jahr lang habe ich es geschafft, trotz der Coronabeschränkungen zu reisen. Wenigstens in Deutschland mit dem Wohnmobil einfach ein paar Tage raus. Auch das geht jetzt nicht mehr. Inzwischen mache ich Witze darüber, dass ich meine Hunde verleihen könnte, wenn jemand nach 21 Uhr aus dem Haus möchte und keinen Hund hat. Wir haben Ausgangssperre.

Ich möchte dabei gar nicht diskutieren, was wirklich gefährlich ist oder nicht. Ich möchte durchaus mich und meine Lieben vor einer Erkrankung schützen. Aber ich möchte mein Leben auch nicht damit verbringen wie ein Kaninchen auf die Schlange zu starren bis ich gefressen werde.

Zumal die aktuelle Coronapolitik einen nicht unbedingt glauben lässt, dass die verordneten Maßnahmen zur Eindämmung einer Pandemie taugen. Allein der gesunde Menschenverstand reicht aus, zu begreifen, dass beispielsweise Wohnmobilreisen oder die Selbstversorgung in einer Ferienwohnung dermaßen kontaktarm sind, das es nicht nötig wäre, diese zu verbieten, um das Infektionsgeschehen einzudämmen.

Mir mangelt es auch an Verständnis für Ausgangssperren. Wer sich wirklich mit mehreren Menschen abends zum Feiern treffen will, findet dafür immer eine Möglichkeit. Also treffen sich die Menschen im illegalen Raum und der wird wahrscheinlich räumlich enger sein als der legale. In einem Raum oder einer Wohnung wird das Risiko sich mit Corona zu infizieren ungleich höher sein als im öffentlichen Raum wie in einem Park.

Mit dem Zweifel an manchen Maßnahmen geht das immer geringer werdende Vertrauen in diejenigen, die eigentlich zumindest dafür gewählt wurden, für sich für das Wohl des Volkes einzusetzen, einher. Ebenso müßig wie das Jammern über die inzwischen immer weiter eingeschränkten Freizeitmöglichkeiten ist es sicherlich, sich über die Selbstbereicherung einiger Politiker aufzuregen. Aber dennoch: es ist schlichtweg dumm und morallos und spielt leider immer wieder denjenigen rechten Rattenfängern in die Hände, die Menschen in ihrer Politikverdrossenheit eingefangen.

Die Hilflosigkeit in Sachen neuer Lockdown, schärferer Lockdown, Öffnen bestimmter Einzelhandelsbereiche, Schließen anderer Bereiche, usw. lässt Vertrauen und Verständnis quasi im Stundentakt sinken. Man denke nur an den geöffneten Gartenmarkt und den geschlossenen Baumarkt, an den Dauerlockdown, der trotz steigernder Zahlen mit einem verlängerten Lockdown bekämpft werden soll …

Man darf sich auch fragen. wieso in manchen Branchen völlig uneingeschränkt (und in der Regel übrigens maskenfrei und ungetestet) gearbeitet wird, während sich andere im Dauerlockdown befinden.

Überhaupt sei nach einem Jahr Pandemie jeder froh, der einen gesicherten Arbeitsplatz hat und sich nicht irgendwo im Bereich Selbständigkeit oder Kunst und Kultur bewegt, denn dann hat er vielleicht noch ein Auskommen. Alle anderen leben von Ersparnissen oder direkt von dem, was sie von Freunden und Verwandten eventuell noch leihen können. In manchen Branchen gibt es noch staatliche Hilfen, bei wieder anderen kommen sie stockend oder in so geringen Summen an, dass man keine hellseherischen Fähigkeiten braucht, um zu sehen, dass diese Menschen mindestens in die Alltagsarmut taumeln. Von den konkreten Auswirkungen auf unsere Kulturlandschaft mal ganz abgesehen.

Natürlich habe ich bisher nur über das geschrieben, was jeden von uns im Moment täglich aufregt. Eigentlich will man schon gar nicht mehr über diese Dinge reden und dennoch beschäftigt es einen ständig, betrifft unsere Gespräche und unser doch recht eng gewordenes Leben. Und weil man auch bei eigentlich ganz guter Psychogesundheit inzwischen einfach mal genug haben kann, kann ich gerade nicht über tolle Erlebnisse berichten. Wer aus meinem Leserkreis jetzt Lust hat, selbst etwas zu diesem oder einem viel schöneren Thema zu schreiben, darf mir gerne eine Mail schreiben. Unter Kontakte ist meine E-Mailadresse. Wer etwas schreiben möchte, was auf dem Blog veröffentlicht werden kann darf oder soll ist gerne dazu aufgefordert.

Buchtipp für Hundehalter: Alleinsein üben

Das Alleinsein ist dem Rudeltier Hund nicht gerade in die Wiege gelegt und so mancher Hund leidet doch arg unter Trennungen. Die lassen sich im Arbeitsalltag natürlich nicht immer vermeiden und so bin ich froh, dass ich für beide Hunde je einen Hundesitter habe, zu dem sie dürfen, wenn ich länger außer Haus bin.

Das Thema Alleinebleiben hat mich vor allem nach meinem Umzug im letzten Jahr viel beschäftigt und ich habe mich gefreut zu sehen, dass Celina del Amo zu diesem Thema ein neues Buch veröffentlicht hat. Ich kenne Celina aus meiner Zeit beim Ulmer Verlag, wo ich sie als sehr kompetente Autorin kennengelernt habe.

Celina ist Tierärztin mit der Zusatzbezeichnung Verhaltenstherapie und geht in ihrem Ratgeber zunächst darauf ein, warum das Alleinsein bei Hunden oft Stress auslöst. Auch Hunde, die nicht durch extremes Geheule und Gebelle auffallen, sodass sich die Nachbarn beschweren, haben oft Trennungsangst.

Sie ist weg … Ich habe mit dem Handy gefilmt und gesehen, dass meine Hunde erstmal an der Tür warten, ob ich nicht gleich zurückkomme.

Die Bestandsaufnahme zu Beginn des Buches hat mich dann auch dazu veranlasst, mein Handy ab und zu zu Hause zu lassen und meine Hunde zu filmen, wenn ich das Haus verlasse. Obwohl meine kleine, alte Easy gar nicht mehr gern alleine ist, ist der einjährige Paul in ihrer Gesellschaft natürlich viel entspannter. Für Zeiten ohne Easy habe ich ihm einen Schnüffelteppich gekauft, mit dem er sich länger beschäftigt als mit Knabbersachen.

Mit dem Schnüffelteppich hat Paul länger zu tun als mit einem Kauknochen.

Im Buch werden dann Übungen vorgestellt, mit denen das Alleinsein vorbereitet werden kann. Das sind beispielsweise das Liegeplatztraining und die Übung Bleib, die schrittweise aufgebaut und immer belohnt werden. Die Beschreibungen sind verständlich und gut nachvollziehbar. Sehr gut finde ich den Teil, indem vorgestellt wird, wie man den Liegeplatz seines Hundes aufwerten kann. Schließlich liegen die meisten Hunde doch am liebsten genau dort, wo man selbst ist, und für ein problemloses Alleinebleiben ist das unabhängige Aufsuchen eines Ruheplatzes doch sehr vorteilhaft.

Richtig hilfreich ist es auch, sich bewusst zu machen, welche Vorboten des Alleinebleibens der Hund wahrnimmt: Man zieht sich die Schuhe an, nimmt den Schlüssel usw. Ich habe gleich angefangen die ersten Tipps aus dem Buch umzusetzen und ziehe immer mal wieder meine Jacke an und gehe kurz aus dem Haus, um das Verlassen des Hauses selbstverständlicher zu machen. Sicherlich wundern sich meine Nachbarn inzwischen, warum ich dreimal am Tag mit Jacke und Schuhen zu den Mülltonnen oder zur Garage gehe!

Aber man kann das Alleinsein nicht genug trainieren. Und genau deshalb kann ich dieses Buch wirklich nur jedem ans Herz legen, der einen jungen Hund hat oder einen, der sowieso ungern alleine bleibt oder es jetzt während der Coronazeit nicht mehr wirklich gewohnt ist. Viel Spaß und Erfolg beim Training!

Celina del Amo: Alleinsein üben. Trennungsangst vorbeugen. Create Space, 2021. 979-8703860182

Buchtipp: Marc Elsberg „Blackout“

Vielleicht liegt es an dem schier endlosen Corona-Lockdown, dass ich in den letzten Tagen nochmal ein Buch in der Hand hatte, das sich mit einer durchaus vorstellbaren Katastrophe beschäftigt. In Marc Elsbergs „Blackout – Morgen ist es zu spät“ bricht das Stromnetz zusammen. Ich gebe zu, das Buch ist schon etwas älter, es ist 2012 erschienen, aber das Szenario geht mir irgendwie nicht aus dem Kopf.

Durch die immer weiter fortschreitende Vernetzung und Digitalisierung unserer Welt sind wir dermaßen abhängig vom Stromnetz geworden, dass die Story wie Elsberg sie erzählt durchaus denkbar ist.

Im Roman werden verschiedene Handlungsstränge zusammengeführt, das ist manchmal etwas langatmig geworden, zumal die einzelnen Charaktäre etwas flach geraten sind. Aber seine Faszination entwickelt das Buch für mich, indem es aufzeigt, was alles ohne Strom nicht mehr funktioniert: Dass unser Kommunikationsnetz absolut abhängig vom Stromnetz ist, wissen wir wohl alle. Wer war mit der Handyladekabel nicht schon irgendwo auf der Suche nach einer Steckdose? Aber dass die Dieselgeneratoren, die beim Stromausfall eingesetzt werden, beispielsweise nicht nachbetankt werden können, da die Tankstellen natürlich ebenfalls nicht ohne Strom funktieren, macht man sich meist nicht bewusst. Und so reihen sich viele Dinge aneinander, für die wir Strom brauchen. Kernkraftwerke ohne Strom werden zur Gefahr für alle, weil die Kühlung nicht mehr funktioniert. Je weiter digitalisiert der eigene Haushalt ist, desto abhängiger ist er vom Strom. Man denke nur an elektrische Rolländen und die elektronische Steuerung der Heizung. Und natürlich führen Kraftstoff- und Lebensmittelmangel (Transportwege brechen zusammen) zu Unruhen und Gewalt.

Zum Glück nur Fiktion. Hoffentlich.

Marc Elsberg: Blackout. Morgen ist es zu spät. Blanvalet Verlag, 2012. 978-3-7645-0445-8

Tipp Reise-Hundenapf Denali

Am Wochenende war ich mal wieder etwas länger unterwegs, sodass ich endlich mal den Reise-Hundenapf von Krämer nutzen konnte. Das ist ein weicher faltbarer Napf, den man ganz praktisch zusammenfalten kann.

Gut mitnehmen kann man die Näpfe auf jeden Fall! (copyright ww.krämer.de)

Der Napf besteht aus zwei Näpfen, die miteinander verbunden sind. Als ich den Napf zum testen bekommen habe, habe ich mich gefragt, wie das mit dem Befüllen funktioniert, da man die Näpfe leider nicht trennen kann.

Ich habe das dann gleich im heimischen Büro getestet und festgestellt, dass man die sehr weichen und wabbeligen Näpfe quasi nicht mehr transportieren kann, wenn in einem Napf Wasser ist. Das ist etwas nervig.

Erster Test im Büro. Den Hunden gefällts.

Unterwegs lassen sich die Näpfe gut transportieren. Da man sie mit dem Reißverschluss wieder verschließen kann, hat man auch weder Wasser noch Futterreste in der Tasche. Aber da ich meine Hunde nur zu Hause füttere, wäre für mich ein einzelner Napf oder einer, den man trennen kann, praktischer gewesen.

Weil er so klein und leicht ist, werde ich ihn aber trotzdem gern mal mitnehmen, wenn ich mit Pferde oder Fahrrad unterwegs bin.

Den Napf Denali gibt es für € 22,90 bei www.kraemer.de

Ausflugstipp Leer

Mit den warmen Temperaturen und dem Sonnenschein steigt bei mir die Sehnsucht nach Ausflügen und Reisen. Ich kann es kaum erwarten wieder mit dem Wohnmobil loszuziehen und habe deshalb einen zugegebenermaßen schon ein paar Wochen alten Ausflugstipp für euch.

Typisch Leer!

Mitten in Ostfriesland, genauer gesagt dort wo die Leda in die Ems mündet, liegt Leer. Die Kleinstadt mit heute knapp 35.000 Einwohnern kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Schon etwa 2900 vor Christi soll das heutige Gebiet an der Leda besiedelt worden sein und unter der Besetzung Napoleons gehörte Leer zunächst zu Holland und später sogar zu Frankreich. Bekannt ist Leer für seine Altstadt, fast 600 Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Auch wenn man man gerade nicht in den Teestuben und Restaurants verweilen kann, lohnen sich ein Altstadtbummel und ein Spaziergang zum Museumshafen.

Ich werde sicher nochmal vorbei schauen, wenn der Lockdown endlich vorbei ist!

Die gesamte Altstadt ist sehenwert.
Erfinderisch: Hier gibt es alles vom Buch bis zum Glühwein.

Gedanken zum Thema Pferdedecken

Es ist kalt draußen, ungewöhnlich kalt, und damit ein Anlass mich mit einem Thema zu beschäftigen, zu dem ich immer wieder Nachfragen auch von ehemaligen Physiokunden bekomme: Es geht um Pferdedecken.

Als ehemaliger Distanzreiter habe ich immer viele, viele Decken für meine Pferde besessen. Nach und auch während der Belastung auf den anstrengenden Ritten, war es nämlich immer wichtig, die doch etwas empfindlichen Araber und ihre Muskulatur warmzuhalten. So ein Distanzritt ist nämlich schnell beendet, wenn die Muskulatur des Pferdes verspannt!

Legendär ist mein Distanzritt auf der Schwäbischen Alb mit der Haflingerstute Feine: Kalter Wind und Regen ließen die teilnehmenden Araber reihenweise aus der Wertung fallen, während die brave Feine wie unter Autopilot lief: Endlich Haflingerwetter! Meine Trosser wollten mir unterwegs immer eine Regenjacke und eine Decke fürs Pony anbieten. Aber wir brauchten nichts! Mit Tempo 3,4 ist sie dann ein respektables Ergebnis für ein Robustpony gelaufen. Und auch sie bekam hinterher defintiv Deckenschutz, obwohl sie im Alltag im Offenstall keine Decke trug.

Ich halte meine Pferde normalerweise ohne Decke im Offenstall. Generell brauchen Pferde nämlich erstmal keine Decke, wenn …

  1. sie sich bei Wind und Regen unterstellen können.
  2. sie nicht geschoren sind.
  3. sie keine gesundheitlichen Einschränkungen haben.

Vorausetzung ist also, dass sie gesund sind und ein ausreichendes Winterfell bekommen. Das hat natürlich nicht nur Vorteile. Wenn man sein langhaariges Offenstallpferd sportlich reitet, wird es mit dem Winterfell schwitzen und lange brauchen, bis es trocken ist. Entweder wartet man dann recht lange oder deckt nach ein paar Stunden sogar noch einmal die Decken um. Ich persönlich versuche im Winter dementsprechend weniger anspruchsvoll zu reiten.

Wir Menschen unterschätzen die Fähigkeiten von Pferden, sich den Temperaturen anzupassen, gerne. Die Komforttemperatur von Pferden liegt laut LMU München bei -15 bis +25 Grad Celsius. Für uns ist es also schon ungemütlich kalt, für die Pferde hingegen noch in Ordnung, sofern es nicht zu nass und windig ist. Aber wenn es kälter wird, brauchen Pferde mehr Raufutter, um die Nahrung zur Wärmeproduktion zu nutzen. Das heißt, dass wir die Fütterung bei zu großer Kälte unbedingt anpassen müssen. Und natürlich müssen wir darauf achten, dass die Pferde nicht zu nass werden. Sollte es lang anhaltend regnen, kann die Thermoregulation nicht aufrecht erhalten werden. Ich decke dann kurzfristig mit Regendecken ein, die meist mit Fleece gefüttert und ohne Wattierung sind, da unsere Pferde beispielsweise an der Heuraufe meist ungeschützt stehen.

Zu viel Schnee hat zu viel Nässe und Feuchtigkeit geführt – das war Deckenwetter!

Meine Reitponystute Canela hat beim Wintereinbruch letzte Woche tatsächlich gefroren, obwohl sie eigentlich dickes Winterfell hat. Es gab so viel Schnee, dass sie durchnässt ist. Ich habe sie dann mit einer 100 Gramm Decke eingedeckt. Sie ist gut durch diese Tage gekommen, sodass ich jetzt für einen regnerischen Übergangstag noch einmal auf die fleecegefütterte Decke umsteige, bevor sie wieder ohne Jacke raus darf.

Wenn es viel regnet, decke ich auch tagsweise ein.

Aber zu einer der Fragen zurück, die mich oft erreicht: Soll man ein Pferd mit Rückenproblemen eindecken? Ja! Generell eindecken würde ich Pferde, die gesundheitliche Einschränkungen haben. Das gilt für Rückenprobleme ebenso wie für ältere Pferde, die beispielsweise im Winter keine dickere Fettschicht mehr aufbauen.

Und wie immer gilt es, das eigene Pferd einfach genau zu beobachten. Fühlt es sich noch wohl oder ist es verspannt? Steht es gar zitternd im Regen und Wind? Dann decke ich natürlich ein, robustes Offenstallpferd hin oder her …

Dumm gelaufen: Araber Narjm trug nach dem Reiten eine Abschwitzdecke im Offenstall. Den Deckenwechsel hat er dann mal selbst vorgenommen …

Buchtipp: Hope Street

Ich lese ja nicht nur Pferde- und Hundebücher und so habe ich mich gefreut, dass Campino, der Sänger einer meiner Lieblingsbands Die Toten Hosen, ein Buch veröffentlicht hat. „Hope Street: Wie ich einmal englischer Meister wurde“ erschien im Oktober 2020 bei Piper.

Campino mag nicht nur Punk, sondern auch Fußball. Ausführlich beschreibt er in seinem Buch, wie er Fan des FC Liverpool wurde und die Spiele seines Clubs besucht. Ich bin selbst kein Fußballfan und konnte deshalb mit weiten Teilen des Buches nicht viel anfangen. Lesenswert waren eigentlich nur die Teile, in denen Campino seine Familiengeschichte schildert. Fühlte er sich doch früh auch zu dem Herkunftsland seiner Mutter hingezogen und besitzt mittlerweise die doppelte Staatsbürgerschaft für England und Deutschland. Campinos Text liest sich, als wenn er seine Anekdoten am Tresen bei einem Bier erzählt, kurzweilig, aber nicht besonders anspruchsvoll.

Campino: Hope Street. Wie ich einmal deutscher Meister wurde. Piper, 2020. ISBN 978-3492070508

Wer gerne mehr über die Toten Hosen lesen möchte, dem würde ich eher das Buch von Phillipo Oemke „Die Toten Hosen: Am Anfang war der Lärm“ ans Herz legen.

Phillipp Oehmke: Die Toten Hosen. Am Anfang war der Lärm. Rowohlt, 2015. ISBN 978-3499630033