Ausflugstipp: Schnell rüber nach Frankreich – Mit dem Wohnmobil in die Vogesen zum Wandern

Für die Herbstferien hatte ich uns ein Ausflugsziel ausgesucht, bei dem sich nette Städte mit schönen Wanderzielen kombinieren lassen: Die Vogesen.

Wir sind unsere Rundtour in Freiburg gestartet, der netten Studentenstadt am Rande des Schwarzwaldes. Nach einer Tour durch die idyllische Altstadt an der Dreisam haben wir uns einen Stellplatz außerhalb der City gesucht, um am nächsten Morgen früh Richtung Vogesen aufbrechen zu können.

Typisch Freiburg: wunderbares Sonnenwetter an der bekannten Schwabentorbrücke.
Fast täglich findet der Freiburger Münstermarkt statt, der auch von Touristen gut besucht wird.
Überall in der Altstadt fließen die kleinen Bäche, die früher die Handwerksbetriebe mit Wasser versorgt haben. Die Hunde fanden es toll: Paul ist quasi die gesamte Zeit im Wasser gelaufen!

Über die Vogesen-Kammstraße Route des Cretes sind wir auf den Parkplatz am Col de la Schlucht gefahren. Direkt am Parkplatz gibt es einen unbewirtschafteten Stellplatz auf 1139 Metern Höhe von dem aus man wunderbare Touren machen kann. Wir sind zunächst auf den von Hochweiden bedeckten Hohneck gewandert und gegen Abend noch zum Le Spitzenfels hoch.

Mit dem Collie auf über 1000 Metern Höhe.
Was für eine Aussicht über den Wolken …
Was für Wälder! Man hätte sich nicht gewundert, wenn in der Ferne ein Luchs oder ein Wolf vorbeigeschlendert wären.
Tolle Felsformationen kurz über dem Stellplatz.
Geschafft: Blick vom Le Spitzenfels auf 1190 Metern ins Tal.

Am zweiten Tag in den Vogesen sind wir an den Lac Blanc gefahren. Der See ist der größte Karssee an der Ostseite der Vogesen. Er wird von einem sagenumwobenen Felsen überragt, dem Kletterfelsen Chateau Hans.

An dem Weg hoch zum Kletterfelsen bin ich dann gescheitert – zu steil und zu viele große Felsbrocken. Ich bin umgedreht und habe es mir am See gemütlich gemacht. So reichte meine Energie dann auch aus, um nachmittags eine schöne Runde durch die Altstadt von Colmar zu drehen.

Dort gibt es übrigens – sehr wohnmobilfreundlich – extra Parkplätze an einer Hauptstraße für Wohnmobile. Die liegen wirklich ideal zum Besuch der City und sind noch dazu gut bewacht: Sie sind direkt an der Polizeistation.

Herbst am Lac Blanc.
Sieht irgendwie noch ganz harmlos aus … wurde aber extrem ungemütlich.
Colmar ist wunderschön!
Überall süße Fachwerkhäuser.

Das einzige, was mich in Colmar geärgert hat, war die Tatsache, dass es 2021 immer noch viele Lokale ohne ein anständiges vegetarisches Gericht auf der Karte gibt. Selbst den typischen Flammkuchen servieren sie nur mit Fleisch und auch in den Supermärkten war die Auswahl an bio, vegetarischen oder veganen Lebensmitteln deutlich schlechter als bei uns.

Schade! Ich fahre nämlich meist ohne große Vorräte los und versorge mich lieber frisch vor Ort. Aber in Frankreich muss man wohl doch ein paar Grundnahrungsmittel im Mobil haben.

Das Übernachten war dafür umso umkomplizierter. Es gibt viele Mobilplätze, die oft sogar kostenlos sind. In der Nähe von Colmar standen wir in einem kleinen Vorort, zwar auch ohne Versorgung, aber wieder ohne Bezahlung.

Am nächsten Tag sind wir zum Tempel auf dem Berg Donon in der Nähe von Schirmeck gewandert. Es sollte ein weniger anstrengender Weg werden, wir hatten uns eine Route ausgesucht auf der stand, dass sie auch für Kinderwagen geeignet sei.

Bis hierhin ging es steil bergauf und ich dachte, dass Schlimmste sei geschafft.
Große Felsbrocken auf allen Wegen, also mit einem Kinderwagen würde ich das nicht gehen wollen …
Gallorömische Fundstücke unterhalb der Tempelanlage.
Der Tempel wurde 1869 als Museum errichtet. Vom Felsplateau vor dem Tempel lässt es sich bis zu den Alpen blicken.
Geschafft! Der Paul brauchte erstmal einen großen Sprung ins Wasserbecken als wir wieder im Tal waren.
Am Fuße des Col du Donon konnten wir auf einem herrlichen Waldparkplatz übernachten. Beim Spaziergang in der Dämmerung habe ich wahrscheinlich Wolfsspuren gesehen.

Nachdem die Wanderung zum Donon doch recht anstrengend war, wollten wir am letzten Vogesentag nur eine kurze Tour machen und haben uns die Nideckschlucht mit der Ruine des Chateau Nideck ausgesucht.

Über solche Wege kann man sich wirklich freuen.
Vom Chateau ist nicht mehr viel übrig.
Der Collie hat sich wieder über ein Bächlein gefreut.
Und leider war der Wasserfall nach dem trockenen Sommer auch eher ein Bächlein.

Mehr Wasser gab es dann natürlich auf dem Reise-Highlight Straßburg! Da Freistehen in Straßburg nicht unbedingt empfohlen wird, haben wir uns auf dem städtischen Campingplatz eingemietet. Der ist echt eine Empfehlung wert! Gute Lage, prima Sanitäranlagen und schöne, große mit Büschen abgetrennte Plätze. So ließ sich auch der Platzregen Nachts gut überstehen.

Ausreichend Platz auch auf dem Campingplatz.
Die Hauptstadt Europas und des Elsass ist einfach wunderschön.
Straßburg ist auch Unesco Weltkulturerbe.
Das Wahrzeichen der Stadt, das Straßburger Münster.
Die Bauzeit der Kathedrale reichte von 1176 bis 1439.
Die mittelalterliche Altstadt liegt auf der Grand-Ille.

Mein Wohnmobil: Der Adria Kastenwagen

Ich bin jetzt schon öfter gefragt worden, womit ich eigentlich unterwegs bin, deshalb wollte ich euch hier mal mein Wohnmobil vorstellen. Ich fahre einen Adria Twin mit 5,40 Meter Länge auf Fiat Basis.

Jede Frau braucht ein kleines Schwarzes …

Ich wollte ein möglichst kompaktes Mobil, mit dem man auch in Innenstädte fahren und problemlos parken kann. Da der Wendekreis des 5,40-Meter-Fiats deutlich kleiner ist als der der 6 Meter Variante ist auch das Wenden und Parken wirklich deutlich einfacher.

Ein Vorteil ist auch, dass wir nur 3,3 Tonnen zuläsiges Gesamtgewicht haben. In manchen Städten ist das Parken nämlich nur für Fahrzeuge erlaubt, die weniger als 3,5 Tonnen Gesamtgewicht haben.

Wir haben übrigens kein Problem mit dem Gesamtgewicht, da wir uns angewöhnt haben nur mit etwa 30-40 Litern Wasser loszufahren, wir zum Kochen nur eine Gasflasche an Board haben und keine schwere Sportausrüstung benötigen. Ansonsten müssten wir auf 3,5 Tonnen auflasten.

Da ich gerne autark stehe, haben wir die 100 Watt Solaranlage noch mit einer 120 Watt Solartasche aufgerüstet. Die Solartasche hat zudem den Vorteil, dass die Ausbeute im Winter besser ist, wenn ich die Solarfläche schräg aufstellen kann. Die Dachanlage bringt tatsächlich im Winter nicht viel.

Leider ist der Verbrauch des Kompressorkühlschranks recht hoch, weshalb wir da immer noch an unsere „Freisteh-Grenzen“ stoßen. Wir arbeiten dran …

Das Mobil haben wir hundetauglich ausgestattet, indem wir ein Tür unter das Bett gebaut haben. Die Hunde haben hier ihren eigenen Platz, den Stauraum brauchen wir tatsächlich nicht. Mit einer eigenen gepolsterten Matte haben sie es dort auch bequem und nutzen den Liegeplatz gern auch bei offener Tür.

Während der Fahrt sind die Hunde hinter Gitter. Aber keine Angst, es ist größer als es aussieht. Beide können bequem nebeneinander liegen.

Die Sitzbank der Halbdinette ist uns zu unbequem, wir haben sie ausgebaut und nutzen den Platz Stauraum, hier hängen unsere Jacken. Eine Decke und ein Kissen sorgen dafür, dass man sich trotzdem mal kurz auf die Ecke hocken kann, aber eigentlich reichen uns die beiden vorderen Sitzplätze aus.

Ohne die sperrige Sitzbank bequemer – die Halbdinette. Im vorderen Fach lassen sich Schuhe aufbewahren.

Die nette Idee der Vorbesitzer, das Mobil mit Teppichen auszulegen, haben wir in der kalten Jahreszeit übernommen, außerdem schützt ein Vorhang vor der unerwünschten Frischluftzufuhr durch die Hecktür. Die Vorhänge gehen anders als die als Zubehör zu kaufenden Vorhänge auch bis auf den Boden runter, denn auch die Hunde wollen bei Minusgraden ungern an einer zugigen Tür liegen.

Schlafzimmervorhänge für den Winter.
Sieht doch ganz wohnlich aus?

Der Winter ist eine gute Jahreszeit, um das ein oder andere noch zu optimieren. Ich freue mich über Tipps und Anregungen!

Produkttest Reflex-Schabracke von Krämer, Teil 2

Ich hatte ja angekündigt, die Reflex-Schabracke von Krämer weiter zu testen. Nun komme ich leider gerade gar nicht selbst aufs Pferd, ich habe mir nämlich den Meniskus eingeklemmt und dementsprechende Knieschmerzen. Aber die liebe Marei kümmert sich um Canela und hat mir jetzt ein Foto geschickt.

Die Streifen reflektieren sehr deutlich.

Da mich die Schabracke bisher auch im Alltag überzeugt hat, es gab entgegen meiner Befürchtungen keine Scheuerstellen im empfindlichen Winterfell, gebe ich eine klare Kaufempfehlung für die Steeds Reflex-Schabracke Safety First ab.

Sobald ich wieder fitter bin, werde ich auch den Croozer Hundeanhänger weiter testen – jetzt ist nämlich das Wetter, bei dem sowohl das Regencover als die Beleuchtung benötigt. Ich werde berichten, sobald es geht!

Reisebericht: Schweden mit dem Wohnmobil, Teil 6

Die Urlaubszeit ist lange vorbei und es wird Zeit den Bericht über die Schwedenrundreise fertig zu stellen.

In den letzten beiden Urlaubstagen haben wir uns über Ystad nach Trelleborg aufgemacht, wo wir mit der Fähre übersetzen wollten.

Unweit der Attraktion Ales Stenar, einer über 1400 Jahre alten Schiffssetzung, kann man über die weiten Dünen wandern.
Auch wenn es hier so idyllisch wirkt, die Ostsee war an diesem Tag rau und kalt.

Ystad ist dank Henning Mankell allen als die Kleinstadt von Kommissar Kurt Wallander bekannt, weshalb es auch Wallander-Stadtführungen gibt. Wir haben uns die Touristen-Touren erspart und haben eine kleine, hübsche Stadt entdeckt.

Vom Wohnmobilstellplatz aus kann man am Meer entlang Richtung Innenstadt wandern.
Ystad hat eine hübsche Altstadt.

Unser letzte Station in Schweden war dann Trelleborg, wo es auf die Fähre ging. Trelleborg fanden wir weniger spannend, der Wohnmobilstellplatz ist direkt im Hafen. Praktisch für eine Übernachtung vor einer frühen Fähre, aber natürlich nicht wirklich hübsch. Die Ostsee im Hafen war streckig und stank.

Gleich gehts auf die Fähre! Gerne verlasse ich Schweden nicht …

Um nicht wieder so weit durch Dänemark fahren zu müssen, hatten wir uns für eine Fahrüberfahrt entschieden. Uns war nicht ganz wohl dabei, eine achtstündige Fähre mit zwei Hunden zu nutzen, aber die beiden haben die meiste Zeit in der Kabine verschlafen. Paul und Lotta fanden übrigens den Pipiplatz auf der Fähre, ein stinkiges Schotterbeet mit einem Stück Birkenholz einfach eklig … Paul hat dann, so wie alle anderen Rüden vor ihm auch, einfach eine Schiffsecke (draußen!) genutzt. Insgesamt war die Überfahrt aber sehr entspannt und ich würde beim nächsten Mal einfach frühzeitig buchen, sodass man Nachts auf der Fähre ist.

Mit Kaustange ist die Fähre gar nicht mehr so gruselig.

Da wir eine Fähre über Tag genommen hatten, sind wir abends in Travemünde angekommen. Dort haben wir dann noch einen schönen Bummel durch den Hafen gemacht und gut gegessen, bevor es nach Hause ging.

Einfahrt nach Travemünde mit der Fähre.

Produkttest: Wolters Hundejacke

Ich hatte euch ja schon berichtet, dass der Paul fleißig ist: Der junge Collie geht nicht nur zum Longieren, sondern wird auch zum Mantrailer ausgebildet. Da er während des Trainings immer wieder längere Zeit im Auto verbringt, habe ich mich nach einer Hundejacke für ihn umgeguckt. Sie sollte leicht und wasserabweisend sein, sodass wir sie auch mal bei Regen überwerfen können. Zu diesem Zweck haben wir jetzt ein Modell von Wolters zum Testen bekommen.

Die Anprobe ist zu aller Zufriedenheit verlaufen.

Die Outdoorjacke Modern Classic ist leicht, knistert aber nicht – ein absoluter Vorteil bei dem sensiblen Collie, der somit kein Problem beim Anziehen des Mantels hatte. Gut gefallen hat mir auch der große Durchlass für die Leine im Rückenbereich, sodass wir problemlos am Geschirr anleinen können. Der Bauchlatz lässt sich gut schließen, allerdings muss man die Klettverschlüsse recht genau treffen – sonst wird es schief oder man klemmt lange Colliehaare mit ein. Er liegt eng an, da er mit Gummis versehen ist. Das gefällt mir sehr gut, so tritt der Hund auch im Auto nicht versehentlich in einen hängenden Bauchlatz. Meiner kleinen Easy ist sowas mit einer ihrer Jacken wirklich schon passiert …

Die olivfarbene Jacke passt prima zu dem aktiven Hund und Paul fühlt sich wohl mit dem Mantel. Wie er sich im Alltag bewährt, werdet ihr demnächst lesen!

Hunde- und Pferdefotos

Paul, Easy und Canela hatten einen Termin mit Katharina Fröhlich. Bei wunderbarem Herbstwetter haben wir ein paar schöne Fotos gemacht, die ich euch einfach mal hier zeigen möchte.

Canela haben wir an ihrem Stall, dem Aktivstall Haste besucht, wo wir einen Weide für die Fotos nutzen konnten. Sie hat schon ein wenig Winterfell und man sieht den Babybauch: Canela ist für März 2022 von D’accord tragend.

Alle Fotos (c) Katharina Fröhlich

Die hübsche Canela.
Sieht man schon den Babybauch?
Da war das Pony ganz schön wach …

Mit den Hunden sind wir zum Fotografieren an die Nette gegangen. Der Amerikanische Collie Paul ist jetzt etwa 1,5 Jahre alt, also optisch schon fast erwachsen, vom Verhalten aber noch ein alberner, pubertierender Junghund! Er ist mit seinen 70 Zentimetern Widerristhöhe ein imposanter Rüde, aber immer noch sehr schmal.

Paul kann auch hübsch gucken.
Sogar mehrfach! Und ganz ohne Bellen.
Aber Aktion gefällt ihm besser!

Die Hundeoma Easy ist wahrscheinlich ein Mix aus Chihuahua und Pinscher. Ihre Merlefärbung im Gesicht ist schon ganz weiß, sie muss etwa 13-14 Jahre alt sein. Meist ist sie noch ganz fit, aber natürlich machen ihr Arthrosen zu schaffen. Sie hat auch kaum noch Zähne, aber empörtes Bellen klappt auch ohne ganz hervorragend!

Easy ist ein Profi. In die Kamera gucken kann sie!
Meine alte Herzdame!
Gar nicht so einfach zwei so unterschiedlich große Hund auf ein Bild zu bekommen.
Und das hier wollte ich unbedingt: Meine drei Lieben zusammen.

Reisetipp: Wandern im Harz mit Wohnmobil und Hund

Anfang Oktober waren wir im Harz. Da die Anreise nicht so weit ist, lohnt sich ein Ausflug in den Harz auch an einem Wochenende. Wir sind nach Goslar und ins Okertal gefahren, wo ich euch eine schöne Wanderung von etwa 8 Kilometern vorstellen möchte.

Gestartet sind wir an der Romkerhalle. Auf dem kleinen Parkplatz am Wasserwerk kann man auch gut übernachten, wenn er nicht so voll ist wie dieses Mal.

Am fast 70 Meter hohen Wasserfall an der Romkerhalle startet die Rundtour.

Zunächst einmal geht es stetig bergauf. Der Weg ist steinig und recht steil, unterwegs trifft man immer wieder Wanderer, die eine Pause brauchen.

Auf geht’s! Dem Paul ist es natürlich nicht zu anstrengend.

Aber es lohnt sich. Bizarre Felsformationen und eine fantastische Aussicht entschädigen für die Mühen: Feigenbaumklippe, Mausefalle, Kästeklippen und Hexenküche sind einzigartig.

Geschafft! Als erstes erreicht man die Feigenbaumklippe.
Pause für Mensch und Hund.
Die Rundtour ist gut besucht und manch ein Wanderer will richtig hoch hinaus.
Auch das ist der Harz: Durch den Borkenkäferbefall nach den trockenen Sommern sieht man viel Totholz.

Der Abstieg führt teilweise auf breiten ausgebauten Schotterwegen bergab. Wir waren froh, dass dies nicht unser Aufstieg war – man läuft quasi auf einer geschotterten Straße und der Weg zieht sich doch recht lang.

Am Ende der Rundtour blickt man von oberhalb des Wasserfalls auf die Romkerhalle – da muss man noch runter!

Wir hatten nach der Rundtour noch Lust auf was Süßes und sind noch nach Goslar gefahren. Mit dem Wohnmobil kann man dort kostenlos und stadtnah parken. Empfehlens- und nachahmenswert!

Die alte Kaiserstadt ist aber noch aus anderen Gründen einen Besuch wert. Die Altstadt lockt mit zahlreichen prächtigen Fachwerkhäusern und gehört zum UNESCO Weltkulturerbe, zu der auch die prächtige Kaiserpfalz zählt.

Die alte Kaisterstadt Goslar hat viele gut erhaltene Fachwerkhäuser.
Überall gibt es schöne Ecken zu entdecken.
Die Collies fanden das Wasser spannender als die prächtigen Häuser.

Am nächsten Tag haben wir uns nach Bad Harzburg aufgemacht, um dort vom großen Burgberg zur Rabenklippe zu wandern. Begonnen haben wir die Wanderung mit einer Fahrt mit der einzigen und ältesten (1929!) Großkabinenseilbahn Norddeutschlands, die Hunde waren weniger erfreut und hatten doch ein bisschen Stress.

Die Wanderung vom Großen Burgberg zur Rabenklippe war dann aber eher einfach, wenn man sich nicht an den unzähligen Wanderschildern verfranzt hat. Am Luchsgehege selbst war ich ein wenig enttäuscht, zumindest das Einzelgehege fand ich erschreckend klein für einen Luchs, der immerhin so groß wie mein Collie Paul ist. Aber von der Rabenklippe aus hat man einen wunderbaren Brockenblick.

Bis zu 13 Leute passen in so einen Kabine, da ist schon allein die Enge stressig für die Hunde.
Blick von der Rabenklippe bis zum Brocken.

Buchtipp: Permakultur für Ahnungslose

Für alle, die schon meine Buchtipps vermisst haben: Die Reisezeit geht zu Ende und ich habe wieder mehr Zeit zum Lesen!

Zuletzt habe ich mich damit beschäftigt, wie ich meinen Garten im nächsten Jahr gestalten möchte. In diesem Jahr habe ich bereits ein Gemüsebeet angelegt und ein paar Obstbäume geplanzt. Aufgrund der Gartengröße sind das nur kleine Säulenäpfel und -birnen, aber zumindest ein Baum hat dieses Jahr schon gut getragen. Außerdem gibt es noch ein paar Beerensträucher. Ziel ist es, aus dem kleinen Garten einen Nutzgarten zu machen, der keine ständige Pflege braucht. So kam ich auf den Gedanken, mich mit Permakultur zu beschäftigen.

Ein kleines Gemüsebeet gibt es schon.

Permakultur nutzt die Natur und fördert die Artenvielfalt, gleichzeitig macht sie den Garten auch widerstandsfähiger. Für den Einstieg habe ich mir das Buch „Permakultur für Ahnungslose“ besorgt. Robert Elger beschreibt darin, wie man nachhaltig gärtnert. Lustigerweise gibt er gleich zu Anfang den folgenden Tipp: „Empfehlungen aus Gartenbüchern kannst du natürlich jederzeit ausprobieren, aber wirklich trauen solltest du nur deinen eigenen Beobachtungen“. Vielleicht brauche ich gar kein Gartenbuch?

Ich lese dennoch weiter. Es gibt Infos zum Bearbeiten der Erde (so wenig wie möglich), zur schützenden Bodendecke, zum Kompost anlegen, zur Wassergewinnung und zu Nützlingen. Zu diesen Themen erfahre ich nicht allzu viel Neues, aber es ist nunmal ein Einsteigerbuch.

Wirklich unnütz finde ich die leeren Doppelseiten und die immer wieder auftauchenden Stellen für handschriftliche Notizen im Buch. Ich habe das Gefühl, hier für leeres Papier zu zahlen. Wer sich etwas notieren möchte, nutzt doch in aller Regel einen Notizzettel und kein Gartenbuch …

Eher wenig Raum im Buch nehmen die Dinge ein, zu denen ich gern mehr gewusst hätte. Welche Gemüsesorten und welche Kräuter eignen sich wofür? Die simple Auflistung, was ich pflanzen kann und was ich probieren kann, nützt mir da wenig. Mit einem Großteil der Pflanzen habe ich schon Erfahrungen, manches hat geklappt, anderes wiederum nicht. Ich wüsste nun gerne, welche Pflanzen beispielsweise für welche Standorte geeignet sind.

Stattdessen gibt es Hinweise für Dinge, die sicher kaum jemand in seinem Stadtgarten anlegen kann: einen Hühnerstall, einen Teich oder einen Bienenstock. Zudem braucht es zu diesen Themen wohl mehr Informationen als eine einzelne Seite. Auch andere Themen wie Recycling und Teilen von Gartengeräten sind sicher wichtig, aber müssten in einem Gartenratgeber vielleicht nicht unbedingt Thema sein.

Mein Fazit: Nett geschrieben, vielleicht ein kleiner Überblick zum Thema Permakultur, aber für meinen eigenen Garten nur wenig hilfreich.

Robert, Elger: Permakultur für Ahnungslose. Kosmos Verlag, Stuttgart, 2021. ISBN: 9783440171790

Reisebericht Schweden mit dem Wohnmobil, Teil 5: Vom Smaland an die Ostküste

Nach unserem traumhaften Übernachtungsplatz bei Anna in Aneby sind wir über Vimmerby nach Västervik gefahren. Die üblichen Touristenpunkte in Vimmerby haben wir uns gespart, nach der Idylle hatten wir wenig Lust auf Trubel. Auch wenn ich Astrid Lindgren sehr schätze, die Astrid Lindgrens Welt, in der die Schauplätze aus den Büchern nachgebaut wurden, haben wir links liegen lassen und sind weiter Richtung Küste.

Västervik nennt man die „Perle der Ostküste“, der Ort ist nett, aber auch dementsprechend touristisch. Wir hätten gerne einen Platz zum Freistehen gefunden, aber es gibt im Küstenbereich und auf den Halbinseln wohl zu viele Camper, überall gab es Parkverbote für Wohnmobile. Wir sind dann weiter nördlich Richtung Gamleby gefahren und standen die Nacht an einem kleinen Wanderpfad, der uns abends noch eine überraschend schöne Tour beschert hat.

Hier gabs was zum Klettern!

Am nächsten Tag haben wir uns dann weiter gen Süden aufgemacht und sind mehr oder weniger zufällig auf dem Kaffetorpads Camping bei Mönsteras gelandet: Kiefernwälder, ein traumhafter Strand und abends sogar Livemusik! Also spätestens hier musste man zum Schweden-Fan werden!

Was für ein idyllischer Strand!
Kiefernwälder wie in Frankreich.
Paul kommt sicher wieder her!

Weiter gings Richtung Karlskrona.

Gesehen an einem Supermarkt in Karlskrona: Ein Hundeparkplatz. Ob den jemand nutzt?

In der Nähe von Karlskrona sind wir dann in das Naturreservat Almö gefahren. Vom Parkplatz Tjuraviken aus kann man in den wunderbaren Naturpark auf den Schären wandern – und bis zu zwei Tagen übernachten. Ein absout genialer Platz mit etwas zu viel Wild für aufmerksame Hunde …

Fast unberührte Natur.
Ein Badeplatz mit kristallklarem Wasser.
Hier leben Rinderherden, aber auch allerlei Wild vom Kaninchen bis zum Wildschwein.
Definitiv ein Highlight unserer Südschweden-Rundreise.