Tipp Reise-Hundenapf Denali

Am Wochenende war ich mal wieder etwas länger unterwegs, sodass ich endlich mal den Reise-Hundenapf von Krämer nutzen konnte. Das ist ein weicher faltbarer Napf, den man ganz praktisch zusammenfalten kann.

Gut mitnehmen kann man die Näpfe auf jeden Fall! (copyright ww.krämer.de)

Der Napf besteht aus zwei Näpfen, die miteinander verbunden sind. Als ich den Napf zum testen bekommen habe, habe ich mich gefragt, wie das mit dem Befüllen funktioniert, da man die Näpfe leider nicht trennen kann.

Ich habe das dann gleich im heimischen Büro getestet und festgestellt, dass man die sehr weichen und wabbeligen Näpfe quasi nicht mehr transportieren kann, wenn in einem Napf Wasser ist. Das ist etwas nervig.

Erster Test im Büro. Den Hunden gefällts.

Unterwegs lassen sich die Näpfe gut transportieren. Da man sie mit dem Reißverschluss wieder verschließen kann, hat man auch weder Wasser noch Futterreste in der Tasche. Aber da ich meine Hunde nur zu Hause füttere, wäre für mich ein einzelner Napf oder einer, den man trennen kann, praktischer gewesen.

Weil er so klein und leicht ist, werde ich ihn aber trotzdem gern mal mitnehmen, wenn ich mit Pferde oder Fahrrad unterwegs bin.

Den Napf Denali gibt es für € 22,90 bei www.kraemer.de

Ausflugstipp Leer

Mit den warmen Temperaturen und dem Sonnenschein steigt bei mir die Sehnsucht nach Ausflügen und Reisen. Ich kann es kaum erwarten wieder mit dem Wohnmobil loszuziehen und habe deshalb einen zugegebenermaßen schon ein paar Wochen alten Ausflugstipp für euch.

Typisch Leer!

Mitten in Ostfriesland, genauer gesagt dort wo die Leda in die Ems mündet, liegt Leer. Die Kleinstadt mit heute knapp 35.000 Einwohnern kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Schon etwa 2900 vor Christi soll das heutige Gebiet an der Leda besiedelt worden sein und unter der Besetzung Napoleons gehörte Leer zunächst zu Holland und später sogar zu Frankreich. Bekannt ist Leer für seine Altstadt, fast 600 Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Auch wenn man man gerade nicht in den Teestuben und Restaurants verweilen kann, lohnen sich ein Altstadtbummel und ein Spaziergang zum Museumshafen.

Ich werde sicher nochmal vorbei schauen, wenn der Lockdown endlich vorbei ist!

Die gesamte Altstadt ist sehenwert.
Erfinderisch: Hier gibt es alles vom Buch bis zum Glühwein.

Gedanken zum Thema Pferdedecken

Es ist kalt draußen, ungewöhnlich kalt, und damit ein Anlass mich mit einem Thema zu beschäftigen, zu dem ich immer wieder Nachfragen auch von ehemaligen Physiokunden bekomme: Es geht um Pferdedecken.

Als ehemaliger Distanzreiter habe ich immer viele, viele Decken für meine Pferde besessen. Nach und auch während der Belastung auf den anstrengenden Ritten, war es nämlich immer wichtig, die doch etwas empfindlichen Araber und ihre Muskulatur warmzuhalten. So ein Distanzritt ist nämlich schnell beendet, wenn die Muskulatur des Pferdes verspannt!

Legendär ist mein Distanzritt auf der Schwäbischen Alb mit der Haflingerstute Feine: Kalter Wind und Regen ließen die teilnehmenden Araber reihenweise aus der Wertung fallen, während die brave Feine wie unter Autopilot lief: Endlich Haflingerwetter! Meine Trosser wollten mir unterwegs immer eine Regenjacke und eine Decke fürs Pony anbieten. Aber wir brauchten nichts! Mit Tempo 3,4 ist sie dann ein respektables Ergebnis für ein Robustpony gelaufen. Und auch sie bekam hinterher defintiv Deckenschutz, obwohl sie im Alltag im Offenstall keine Decke trug.

Ich halte meine Pferde normalerweise ohne Decke im Offenstall. Generell brauchen Pferde nämlich erstmal keine Decke, wenn …

  1. sie sich bei Wind und Regen unterstellen können.
  2. sie nicht geschoren sind.
  3. sie keine gesundheitlichen Einschränkungen haben.

Vorausetzung ist also, dass sie gesund sind und ein ausreichendes Winterfell bekommen. Das hat natürlich nicht nur Vorteile. Wenn man sein langhaariges Offenstallpferd sportlich reitet, wird es mit dem Winterfell schwitzen und lange brauchen, bis es trocken ist. Entweder wartet man dann recht lange oder deckt nach ein paar Stunden sogar noch einmal die Decken um. Ich persönlich versuche im Winter dementsprechend weniger anspruchsvoll zu reiten.

Wir Menschen unterschätzen die Fähigkeiten von Pferden, sich den Temperaturen anzupassen, gerne. Die Komforttemperatur von Pferden liegt laut LMU München bei -15 bis +25 Grad Celsius. Für uns ist es also schon ungemütlich kalt, für die Pferde hingegen noch in Ordnung, sofern es nicht zu nass und windig ist. Aber wenn es kälter wird, brauchen Pferde mehr Raufutter, um die Nahrung zur Wärmeproduktion zu nutzen. Das heißt, dass wir die Fütterung bei zu großer Kälte unbedingt anpassen müssen. Und natürlich müssen wir darauf achten, dass die Pferde nicht zu nass werden. Sollte es lang anhaltend regnen, kann die Thermoregulation nicht aufrecht erhalten werden. Ich decke dann kurzfristig mit Regendecken ein, die meist mit Fleece gefüttert und ohne Wattierung sind, da unsere Pferde beispielsweise an der Heuraufe meist ungeschützt stehen.

Zu viel Schnee hat zu viel Nässe und Feuchtigkeit geführt – das war Deckenwetter!

Meine Reitponystute Canela hat beim Wintereinbruch letzte Woche tatsächlich gefroren, obwohl sie eigentlich dickes Winterfell hat. Es gab so viel Schnee, dass sie durchnässt ist. Ich habe sie dann mit einer 100 Gramm Decke eingedeckt. Sie ist gut durch diese Tage gekommen, sodass ich jetzt für einen regnerischen Übergangstag noch einmal auf die fleecegefütterte Decke umsteige, bevor sie wieder ohne Jacke raus darf.

Wenn es viel regnet, decke ich auch tagsweise ein.

Aber zu einer der Fragen zurück, die mich oft erreicht: Soll man ein Pferd mit Rückenproblemen eindecken? Ja! Generell eindecken würde ich Pferde, die gesundheitliche Einschränkungen haben. Das gilt für Rückenprobleme ebenso wie für ältere Pferde, die beispielsweise im Winter keine dickere Fettschicht mehr aufbauen.

Und wie immer gilt es, das eigene Pferd einfach genau zu beobachten. Fühlt es sich noch wohl oder ist es verspannt? Steht es gar zitternd im Regen und Wind? Dann decke ich natürlich ein, robustes Offenstallpferd hin oder her …

Dumm gelaufen: Araber Narjm trug nach dem Reiten eine Abschwitzdecke im Offenstall. Den Deckenwechsel hat er dann mal selbst vorgenommen …

Buchtipp: Hope Street

Ich lese ja nicht nur Pferde- und Hundebücher und so habe ich mich gefreut, dass Campino, der Sänger einer meiner Lieblingsbands Die Toten Hosen, ein Buch veröffentlicht hat. „Hope Street: Wie ich einmal englischer Meister wurde“ erschien im Oktober 2020 bei Piper.

Campino mag nicht nur Punk, sondern auch Fußball. Ausführlich beschreibt er in seinem Buch, wie er Fan des FC Liverpool wurde und die Spiele seines Clubs besucht. Ich bin selbst kein Fußballfan und konnte deshalb mit weiten Teilen des Buches nicht viel anfangen. Lesenswert waren eigentlich nur die Teile, in denen Campino seine Familiengeschichte schildert. Fühlte er sich doch früh auch zu dem Herkunftsland seiner Mutter hingezogen und besitzt mittlerweise die doppelte Staatsbürgerschaft für England und Deutschland. Campinos Text liest sich, als wenn er seine Anekdoten am Tresen bei einem Bier erzählt, kurzweilig, aber nicht besonders anspruchsvoll.

Campino: Hope Street. Wie ich einmal deutscher Meister wurde. Piper, 2020. ISBN 978-3492070508

Wer gerne mehr über die Toten Hosen lesen möchte, dem würde ich eher das Buch von Phillipo Oemke „Die Toten Hosen: Am Anfang war der Lärm“ ans Herz legen.

Phillipp Oehmke: Die Toten Hosen. Am Anfang war der Lärm. Rowohlt, 2015. ISBN 978-3499630033

Ausflugstipp Bramscher Gehn

Nein, ich war heute noch nicht wandern. Es liegt so viel Schnee, dass ich heute morgen das Gefühl hatte ich sei in Baden-Württemberg. Wir haben dort am Hang auf knapp 500 Meter Höhe gewohnt und waren recht schneesicher, das heißt, bei uns lag viel Schnee während es im Tal alles noch gut befahrbar war. Auch Easy konnte sich gut daran erinnern und wollte heute partout nicht in den Garten – wie auch? Bei einer Größe von 30 Zentimetern kann sie nur durch den Schnee hüpfen und versinkt dann in den Schneewehen … Ich habe sie heute morgen dann praktisch zu den Bäumen auf dem Spazierweg getragen. Dabei wurden wir vom fröhlich hüpfenden und bellenden Paul umkreist, ein pubertierender Hund im ersten Schnee, juhu!

Verschneiter Wald ist immer schön!

Vor ein paar Wochen hatten wir im Osnabrücker Land schon ein bisschen Schnee und sind zum Wandern in den Bramscher Gehn gefahren. In meinem Wanderführer stand nämlich, dass es dort auch bei Regenwetter wegen der Sandwege gut zu laufen sei. Ehrlich gesagt habe ich mich schon ein wenig gewundert, so sandig hatte ich das gar nicht in Erinnerung. Ich bin in der Ecke früher ein paarmal ausgeritten, der inzwischen leider verstorbene Shagya Araber eines Freundes war dort untergestellt.

Hinter mir ist eine Wiese, die ich noch als Pferdeweide kenne. Dort gab es immer unzählige Bremsen …!

Ausgangspunkt der Terra Vita Wanderung war der Parkplatz des Friedwaldes, weshalb das erste Wegstück asphaltiert ist. Also hier war es dann trocken. Der Rest des Wages war matschig, sehr matschig sogar und auch dort, wo ein bisschen Sand lag, war wirklich alles schlammig. Die Wege waren schön, teilweise wirklich idyllisch und entlang dichter Schonungen (und sehr wildreich), aber vor allem die kleine Easy hatte echt Mühe überhaupt zu laufen, so hoch türmten sich Schneematsch und Schlamm.

Ich würde den Bramscher Gehn deshalb nicht bei nassem Wetter empfehlen. Wartet lieber, bis es trockener ist, dann ist das wirklich eine schöne Ecke! Der Bramscher Gehn liegt zwischen Ueffeln und Bramsche und ist eine Aufwölbung, die in der Jurazeit entstanden ist.

An den vielen kleinen Bächen sieht man schon, dass es hier recht feucht ist.