Ausflugstipp: Nordsee mit Wohnmobil und Hund – Greetsiel

Ein Ausflugstipp im Lockdown? Echt jetzt? Im Moment ist Reisen nicht so angesagt und auch mein Wohnmobil ist im Winterschlaf, aber man kann und darf ja durchaus Ausflüge machen und die tun der Seele gut. Meine Fotos sind zwar schon ein paar Wochen alt, ich sitze nämlich etwas angeschlagen auf dem Sofa und bin bei diesem nassgrauen Wetter tatsächlich nicht unterwegs. Aber vielleicht machen die Ausflugstipps dem ein oder anderen ja doch Lust auf einen Ausflug, wenn nicht jetzt, dann im hoffentlich baldigen Frühjahr und gerne ohne Corona-Lockdown …

Der historische Hafen ist einer der größten der Region.

Greetsiel ist auf den ersten Blick ein kleines unbedeutendes Örtchen, genauer gesagt ein Ortsteil der Gemeinde Krummhörn – sorry, liebe Greetsieler. Uns zumindest hat es eher zufällig hier hin verschlagen, als wir eine nette Wanderung mit den Hunden an der Küste machen wollten. Wie manch anderer Ort an der ostfriesischen Nordseeküste ist auch Greetsiel für den Urlaub mit Hund im Sommer eher nicht geeignet, der nächste Hundestrand ist etwa 20 Kilometer entfernt in Norddeich. Aber außerhalb der Saison kann man durchaus schön wandern gehen. Auch die Deiche selbst sind für Hunde gesperrt, es gibt nur wenige Ausnahmen und an denen herrscht Leinenpflicht zum Schutz der Schafe.

Blick über die Binnenmuhde.

Die wahrscheinlich bekannteste Sehenwürdigkeit der Region Krummhörn ist der Pilsumer Leuchtturm. Den rot-gelben Leuchttrum hat Otto Walkes mit seinem Film „Otto – Der Außerfriesische“ berühmt gemacht. Nicht weniger sehenswert ist der Campener Leuchtturm, der allerdings gerade saniert wird und von einem Baugerüst verhüllt ist. Der Campener Leuchtturm ist mit über 65 Metern Höhe der höchste Leuchtturm Deutschlands. In seiner Nähe gibt es auch einen Campingplatz, der zu Corona-Zeiten natürlich geschlossen ist.

Mir hat der Greetsieler Kutterhafen sehr gut gefallen. Der mehr als 600 Jahre alte Hafen beherrbergt 25 Krabbenkutter. Rund um den Hafen herum kann man durch idyllische Altstadtgassen schlendern und für hungrige Gäste gibt es sogar ein paar Gaststätten mit Außer-Haus-Verkauf. Kleiner Tipp: Wo sich das Alte und das Neue Gretsieler Sieltief treffen gibt es eine leckere Fischbude!

Auch die Altstadtgassen sind einen Besuch wert.

Buchtipp: Spieltipps für Hunde

Der Winter ist ja die Zeit, in der man auch Indoor-Spielideen für den Hund sucht. So habe ich neben dem Objektsuchen noch nach anderen Ideen für den fast einjährigen Collie Paul gesucht und mir deshalb das Buch „Spiele & Action für ausgeglichene Hütehunde“ von Marion Albers bestellt.

Die Autorin betont zunächst ganz zurecht, dass Hütehunde (wie andere Rassen natürlich auch) die richtige Mischung aus Konzentration, Körpereinsatz, Ruhe und Action brauchen. Unter der Überschrift „Der überbeschäftigte Hund“ warnt sie ganz richtig davor, den Hund mit zu viel Action an der passenden Entspannung regelrecht zu hindern.

Ob man den Test, welcher Spieltyp der eigene Hund ist denn wirklich braucht, mag jeder für sich entscheiden. Manchen macht so eine Einordnung Spaß, ich denke eher, dass die passenden Spiele von der Mensch-Hund-Kombination abhängen – schließlich muss der Hundehalter auch mit Begeisterung bei der Sache sein. Ich kenne beispielsweise Menschen, deren Hund hätte Spaß an der Personensuche und auch das Talent dafür, aber sie selbst haben nun mal keine Lust auf das zeitintensive Training. Leider wiederholen sich die beim Test vorgeschlagenen Spielideen mit denen in der Umschlagklappe. Hier hätte ich ein paar andere Vorschläge schön gefunden, zumal es im weiteren Text durchaus tolle Ideen gibt.

Richtig gut gefällt mir das Buch dort, wo es konkrete Spielvorschläge macht: Ob Aufgaben-Gassi oder Kommando-Spiele mit Spielzeugen, die Ideen sind praxisnah beschrieben und enthalten auch wichtige Infos zum richtigen Training. Hier gibt es dann auch das, was ich eigentlich gesucht hatte: Ideen für Zuhause. Mein Paul wird also demnächst zur Haushaltshilfe: Wäsche in die Maschine bringen oder Socken ausziehen, manches von diesen Ideen kann er sicher auch später als Therapiehund einmal brauchen. Vom Öffnen der Schubladen werde ich allerdings absehen. Er ist nicht sonderlich verfressen, aber ich weiß jetzt schon, dass meine kleine Hündin Easy sich das abgucken und morgen meine Küchenschränke ausräumen würde …

Richtig gut gefallen hat mir der Spielvorschlag mit Buchstaben und Gerüchen, aber um mehr über diesen Trick zu erfahren, könnt ihr euch ja das Buch kaufen. Wer Ideen für drinnen und draußen sucht und mehr über geeignete Hundesportarten erfahren möchte, ist auf jeden Fall mit diesem Buch richtig beraten.

Marion Albers: Spiele & Action für ausgeglichene Hütehunde. Ulmer Verlag, Stuttgart, 2019. ISBN 978-3-8186-0711-1

Der Neue im Team: Mein Langhaarcollie Paul

Auf dem ein oder anderen Wanderbild ist er schon aufgetaucht, der Neue: Seit April 2020 lebt Paul bei mir, ein amerikanischer Collierüde. Eigentlich sollte mein nächster Hund ja eine Hündin sein, am liebsten in blue-merle. Allzu groß dürfte sie auch nicht werden, auch ein Sheltie wäre in Frage gekommen … Verguckt habe ich mich dann in Paul – und natürlich ist er der beste Hund, den ich hätte kriegen können! Inzwischen ist er noch nicht mal ein Jahr alt, aber schon 67 Zentimeter groß, soweit zum Thema kleiner Hund. Und weil man von seinem Junghund natürlich tausende Fotos macht, wird dieser Blogbeitrag zum Fotoalbum und ihr könnt selber sehen, wie er gewachsen ist.

Den nehme ich! Paul knappe fünf Wochen alt …
… muss dann mit 8 Wochen Hund und Katz kennenlernen!
Früh übt sich! (Ich habe das Gefühl, das hat damals besser geklappt als heute!)
Bei den ersten Restaurantbesuchen gab es Hilfe beim Ruhetraining. Easy kennt sich aus.
Aber auch Lotta kann man eindeutig vertrauen!
Paul ist schon früh mit dem Wohnmobil unterwegs – hier auf einem Hausboot in Hitzacker.
Und Paul geht wandern. Anfangs braucht er noch etwas Hilfe beim Klettern (hier im Harz).
Er lernt Autofahren …
… als Beifahrer natürlich!
Paul trifft sich immer gern mit seinem Lieblingsbruder Finlay.
Und er mag Wasser – und Strandurlaube!
Paul geht natürlich regelmäßig in die Hundeschule.
Außerdem ist er viel unterwegs. Inzwischen läuft er beim Wandern auch selbständig!
Bei jedem Wetter … (Paul mit Freund Muffin, (c) Maj-Britt Reichelt)
… und ist sowieso einfach nur toll!

Ausflugstipp: Wandern im Osnabrücker Land mit Hund – die Barenaue

Ich finde es wichtig, auch in diesen Zeiten zumindest kleine Ausflüge zu machen. Der Rahmen dessen was man zur Erholung und zum Abschalten machen kann, wird ja ohnehin immer enger – im Moment ohne Aussicht auf Lockerung. Wanderungen in Wohnortnähe sind so ziemlich das Einzige was da gerade noch übrigbleibt, deshalb werde ich euch in nächster Zeit noch öfter kleinere und größere Wanderstrecken vorschlagen.

Die Wasserburg Alt-Barenaue in Kalkriese ist ein Wanderziel, dass sich bei jedem Wetter erschließen lässt. Man ist hier überwiegend auf Straßen und Feldwegen unterwegs und deshalb ist es nicht allzu schlammig. Unangenehm ist es allenfalls bei starkem Wind, denn der pfeift ungeschützt über die flachen Felder.

Starten kann man seinen Spazierweg am Parkplatz Varusschlacht oder an der Neu-Barenaue. Das neuromanische Schloss wurde im 19. Jahrhundert erbaut und wird heute noch bewohnt. Der Weg führt dann über den Mittellandkanal zur Wasserburg Alt-Barenau über eine wunderbare sehenswerte Lindenallee. Aufgrund des moorigen Bodens weisen die Linden eine starke Schräglage auf, über die in zahlreichen Annekdoten berichtet wird. Die Alt-Barenaue wurde im 13. Jahrhundert erbaut und ist leider nur von außen zu besichtigen.

Die schiefen Linden neigen sich zum Wasser.
Die Alt-Barenaue liegt auf einer Sandinsel und ist von Wasser umgeben.

Buchtipp für Hundebesitzer: Zielobjektsuche

Kennt ihr Zielobjektsuche? Das ist eine Art der Suche, die man mit seinem Hund sehr gut zu Hause üben kann und die durch die ruhige Arbeit prima zur Auslastung geeignet ist – ohne den Hund zu sehr hochzufahren. Also ideal für junge alberne Hütehunde …

Ich hatte angefangen die Objektsuche in einer Hundeschule zu trainieren. Der Paul hat dort gelernt ein Objekt, in diesem Fall eine Holzwäscheklammer anzuzeigen. Konkret heißt das, dass er die Klammer sucht, dafür mit einem Klick belohnt wird (Verstärkerklick) und dann einen Moment später am Objekt seine Belohnung bekommt. Dadurch lernt er, sich ruhig vor das Suchobjekt zu legen und die Belohnung abzuwarten. Das hat er bisher gut verstanden, aber leider kamen wir ohne Hundeschule jetzt nicht mehr weiter.

Damit ich auch während des Lockdowns weiter mit ihm arbeiten kann, habe ich mir das Buch von Thomas und Ina Baumann zum Thema bestellt. Das ist übrigens leider nicht mehr beim Kosmos Verlag lieferbar, sodass ich es nur über amazon bestellen konnte.

Was mir an dem Buch gefällt sind die tollen Fotos, auf denen man den Ablauf der Suche gut erkennen kann. Inhaltlich finde ich den Einstieg sehr langatmig, was vielleicht daran liegen kann, dass wir diesen ja bereits mit dem Hund erarbeitet hatten. Die ersten Übungen zum Klicker gibt es auf Seite 29, aber den Einstieg in die Zielobjektsuche und das Anklickern gibt es erst ab Seite 47. Bis dahin muss man sich schon durch eine ganze Menge Theorie hindurcharbeiten. Dann gibt es aber eine Menge hilfreicher Tipps und wirklich gute Anleitungen. Richtig gut gefallen haben mir die Ideen zur ZOS in der Stadt, auch wenn ich noch nicht weiß, wie viele Übungsjahre wir wohl brauchen bis der Paul in einem Zoogeschäft zwischen Futtersäcken und anderen spannenden Gerüchen suchen kann!

Thomas und Ina Baumann: ZOS – Zielobjektsuche. Kosmos Verlag, Stuttgart, 2016. ISBN 978-3-440-15103-7

Ausflugstipp: Wandern im Osnabrücker Land mit Hund – der Limberg

Januargrau und eine Verschärfung des Lockdowns droht – nicht gerade die schönste Zeit und auch nicht die, in der man viel unternehmen kann. Auch die Motivation für schöne Hundegänge sinkt angesichts des Einheitsgrau draußen … Dennoch habe ich einen Tipp für eine schöne Ecke im Osnabrücker Land, wieder eine Tour aus den Terravita Tracks, die man aber beliebig verändern kann.

Der Limberg ist ein fast 200 Meter hoher Berg im Teutoburger Wald nahe Hilter. Der Wanderweg startet in der Regel am Parkplatz Zum Limberg. Von dort aus ist man direkt auf den befestigten Wanderwegen. Der Rundweg auf den 241,9 Meter hohen Hohnsberg. der zu Bad Iburg gehört, ist 5,8 Kilometer lang und deshalb auch etwas für Schlechtwettertage, an denen die Motivation nicht für weitere Strecken reicht.

Neben den Wegen gab es zahlreiche Wasserstellen, die den Hunden auch im Winter Spaß machen. Das führt dann dazu, dass die Vierbeiner trotz der befestigten Wege schlammig sind … Nahe des Parkplatzes trifft man zudem auf die ehemalige Zeche Hilterberg. Hier wurde im 19. Jahrhundert Kohle für das Stahlwerk in Georgsmarienhütte abgebaut.

Mein Herzenspferd: Der Vollblutaraber El Santee

Ich freue mich, dass ich immer mehr Rückmeldungen von Menschen bekomme, die meinen Blog verfolgen. Unter euch sind viele liebe alte Bekannte, die mich noch aus meiner Zeit in Baden-Württemberg und als aktive Distanzreiterin kennen und die mich nach meinen Pferden fragen …

Fast 20 und immer noch topfit! Foto: Ricarda Worries

Mein sicher erfolgreichstes und bekanntestes Pferd war der Tee. El Santee, geboren 1995, Vollblutaraber von Rinaldo (v. Ibn Galal 5), aus der Siyaka (v. El Mokari, ein El Shaklan Sohn). Der Tee zog als Vierjähriger bei mir ein und als ich mich in seinen Equidenpass als Besitzerin eintragen lassen wollte, sprach mich jemand aus dem Zuchtverband an, ob das Pferd so gut sei, wie das Papier. Oh ja, das war er!

Im Jahre 2000 bei seinem Umzug nach Stuttgart. Foto: Rainer Nardmann

Als Vierjähriger noch ziemlich reaktiv, übersensibel und nicht einfach zu reiten – eine falsche Bewegung im Sattel und er begann zu bocken … – wurde er im Laufe seines Lebens immer zuverlässiger. Und vielseitig war er, was haben wir nicht alles zusammen gemacht: A-Dressuren, Springstunden, unzählige Reiterrallyes, Urlaube am Wattenmeer, Wanderritte und natürlich Distanzritte. Letzteres war seine Passion: Bis 120 km in der Wertung war er bis zu seinem schicksalshaften Ritt in Nörten-Hardenberg, wo er sich auf einem Begleitritt der Deutschen Meisterschaft eine Vergiftung mit Phospohor und Arsen zuzog, immer in der Wertung.

Wanderritt ins Frankenland 2009.
Unser erster internationaler Distanzritt in Kreuth 2008. Foto: Rainer Nardmann
Dressur geht auch: 2014 bei einem Kurs mit Manuel Jorge de Oliveira.

Auch im Alter noch ein Charakterpferd, mein damaliges Nachwuchspferd, den kleinen Camargue Callison hat er nie akzeptiert, war der Tee bis kurz vor seinem Tod noch reitbar. Im Dezember 2018 musste ich ihn dann mit einer Dünndarmkolik erlösen lassen, ein schwerer Verlust. Er fehlt mir noch immer!

Ein Jahr vor seinem Tod – immer noch für jeden Quatsch zu haben. Foto: Assunta Gundlach.

Veröffentlichung in der Neuen Osnabrücker Zeitung zum Thema Hundeschulen

Meine Artikel über die Hundeschulen in Westerkappeln, den ich für die Ibbenbürener Volkszeitung erstellt habe, hat die NOZ nun ebenfalls abgedruckt:

https://www.noz.de/lokales/westerkappeln/artikel/2204280/westerkappelner-hundetrainer-koennen-im-lockdown-nur-sehr-eingeschraenkt-arbeiten

Hier der komplette Artikel für alle Interessierten:

Quelle: IVZ Medien GmbH & Co.KG, Ibbenbüren, 11.01.2021
 

Ausflugstipp: Wandern im Osnabrücker Land mit Hund – die Königstannen

Ich kenne die Königstannen noch aus der Zeit als ich noch kein eigenes Pferd hatte und mit meiner Reitbeteiligung aus Hollage dort ausgeritten bin. Ich wusste also, dass die sandigen Wege auch bei schlechtem Wetter gut begehbar sind und habe mich deshalb dorthin auf den Weg gemacht.

Da hier inzwischen auch ein Terra Track ausgeschildert ist, trifft man am Wanderparkplatz an der 1850 erbauten Hollager Mühle und im Wald deutlich mehr Menschen als früher. Zurecht, denn der Weg lohnt sich und ist vielfältig.

In den Königstannen wachsen Fichten, dort einst wegen ihres guten Ertrages angepflanzt wurden, keine Tannen – auch wenn beide Nadeln haben … Zwischen den Bäumen versteckt finden sich alte Grabhügel, die der Wanderer ohne die neuen Hinweisschilder wahrscheinlich schnell übersehen würde. Doch es lohnt sich, nicht nur auf den ausgeschilderten Wegen zu bleiben: Abseits der breiten Sandautobahnen (für die Reiter unter uns) gibt es dicht bewachsenen Wege mit schmalen Bachläufen. Den Sand auf den Wegen in den Königstannen haben wir übrigens der letzten Eiszeit zu verdanken.

Zum Rundweg durch die Königstannen gehört auch ein Teilstück des Stichkanals, der den Mittellandkanal ab Pente mit dem Osnabrücker Hafen verbindet. Der Stichkanal ist quasi eine Einbahnstraße und nur wenig befahren. Damit ist er ein Paradies für Enten – was wiederum den Hunden gefällt …

Der Weihnachtsbaum in den Königstannen hat Tradition und wird jedes Jahr geschmückt.