Teil 2: Croozer Dog Bruuno, der Test geht weiter …

Da wir im Urlaub ohne Fahrradanhänger unterwegs waren – wir sind viel gewandert und nicht Fahrrad gefahren -, stand der Croozer Dog Bruuno ungenutzt zuhause in der Garage. Umso gespannter war ich, wie Paul nach dem Urlaub in den neuen Hänger steigt.

Zunächst einmal muss ich lobend erwähnen, dass das An- und Abkuppeln des Hängers wirklich unkompliziert ist. Mir fehlt es ja leider an handwerklicher Begabung und ich hatte dementsprechend etwas Sorge, ob ich den Hundeanhänger problemlos abhängen und bei Bedarf wieder anhängen kann. Aber das ist wirklich kein Problem: Die Kupplung wird mit einem Schloss gesichert und das Sicherungsseil lässt sich über einen Riegel entfernen. Das System ist leichtgängig und wirkt stabil.

Nachdem ich den Croozer also aus der Urlaubspause geholt und am Fahrrad befestigt hatte, stand zunächst das Einsteigen auf dem Übungsprogramm. Dass wir das vor dem Urlaub gut geübt hatten, verdeutlicht dieses Video:

Kaum fliegt das Leckerli, sitzt der Hund auch schon im Hänger!

Da das problemlos war, bin ich mit Paul direkt los, um eine kurze Strecke zu fahren. Leider bellt er in dem neuen Hänger noch aufgeregt. Daran merkt man, dass er sich an das neue Fahrgefühl erst noch gewöhnen muss. Er steht zwar ruhig, aber er bellt immer wieder.

Eigentlich steht er ruhig, aber er bellt …

Also habe ich nur kurze Strecken geübt und ihn, wenn er entspannt war, immer wieder ein Stück nebenher laufen lassen.

Das Nebenherlaufen entspannt den Paul – und gleichzeitig gewöhnt er sich an das Fahrgeräusch des neuen Hängers. Was Geräusche angeht ist er nämlich ein typischer Collie, Neues findet er aufregend!

Mit den kurzen Gewöhnungsfahrten klappt es ganz gut, Paul steigt routiniert ein und aus und wird auch unterwegs ruhiger. Wenn er entspannt ist, beende ich den Ausflug oder gehe noch ein bisschen spazieren.

Wenn das kein gutes Zeichen ist: Wenn ich das Fahrrad abschließe, bleibt der Paul einfach im offenen Hänger sitzen.

Die Probefahrt nach dem Urlaub hat deutlich gemacht, dass man bei so sensiblen Hund wie dem Collie Paul wirklich jeden Hundanhänger in Ruhe trainieren muss. Ich habe den Verdacht, dass das neue Fahrgeräusch den Hund verunsichert. Collies sind geräuschsensibel – so auch der Paul. Ich kenne das vom Fahrradfahren, mein eines Rad hat eine für ihn „komisch“ klingende Vorderradbremse, die er auch wochenlang anbellen musste. Da helfen nur Ruhe und Geduld und natürlich Ablenkung mit Leckerlis …

In den nächsten Tagen habe ich den Hänger öfter am Rad hinterherlaufen lassen, während Paul mitgelaufen ist. Das hat ihn viel ruhiger gemacht, sodass ich gestern ein letztes Stück völlig bellfrei im Hänger nach Hause fahren konnte!

Ganz nebenbei habe ich übrigens das Fahrgefühl mit dem Hänger weiter getestet. Ich bin viele enge Kurven gefahren, Gehwege rauf- und runter und durch Baustellen genauso wie über unebene Wege. Dabei hat der Croozer eine gute Figur gemacht. Er liegt viel besser auf der Straße, läuft viel ruhiger als der alte Trixiehänger. Auch wenn er wirklich eine beeindruckende Größe hinter dem sportlichen Rad hat, er lässt sich super ziehen!

Reisebericht: Naturparks in Schweden, Teil 2

Auf unserem Weg durch Südschweden sind wir nach der Übernachtung in der Nähe von Malmö einen der zahlreichen schwedischen Naturparks angefahren. Unsere Wanderung begann in Mölle, einem ehemaligen Fischerort, der auch als Badeort bekannt ist.

Mölle ist nicht groß, aber ein hübsches Örtchen.

Von dort aus führt ein ausgeschilderter Wanderweg zum Leuchturm Kullens fyr an der Spitze des Kullabergs. Der 5 Kilometer lange Weg hat es in sich: Große Felsblöcke liegen oberhalb der steinigen Strände und der romantischen Buchten mit Blick auf den Öresund.

Beeindruckende Felsbrocken, …
eine steil abfallende Küste …
und Wege, auf denen man klettern muss.
Die Aussicht entschädigt für die Anstrengung!
Hier führt der Weg über eine Kuh- und Schafweide.

Die Kletterei über schmale Pfade ist spannend, aber auch anspruchsvoll. Ich fand das Ganze so anstrengend, dass ich für den Rückweg den Bus genommen habe – der fährt die Touristen normalerweise von Mölle an den Leuchtturm. Auf dem Rückweg war er dieses Mal leer und nahm uns glücklicherweise sogar kostenlos mit – mit zwei großen Hunden. Ich glaube sogar die waren froh, dass sie die Strecke nicht nochmal laufen mussten!

Reisebericht: Schwedensommer, Teil 1

Die Idee, diesen Sommer nach Schweden zu fahren, entstand an einem heißen Tag mit über 30 Grad Celsius … wer wollte da noch im Urlaub in den Süden fahren? So wurde aus der ursprünglichen Idee nach Slowenien zu fahren spontan ein Schwedensommer.

Ich will weg …

Schweden hat mich begeistert! Nur zu gern wäre ich dort geblieben! Das Land ist landschaftlich einfach nur toll und die Menschen sind völlig locker und entspannt. Mit meinem Reisebericht, den ich aufgrund der Menge an Bildmaterial und Reiseerlebnissen ist mehrere Teile aufteilen werde, möchte ich euch ein bisschen an der Faszination teilhaben lassen.

Angereist sind wir über Dänemark und die beiden Brücken, die „Storebeltbrücke“ und die „Öresundbrücke“, die Kopenhagen und Malmö miteinander verbinden. So mussten wir nichts planen und keine Fähre erreichen, sondern konnten einfach fahren und gucken, wie weit wir kommen.

Die Anreise über die Brücken ist nicht ganz günstig, aber die Aussicht ist gigantisch!

Bei der Einreise nach Dänemark wurden wir übrigens gar nicht kontrolliert. Von Dänemark nach Schweden wurden einige Fahrzeuge hinter der Öresundbrücke angehalten, eine engmaschige Kontrolle gab es aber nicht. Niemand wollte Impfausweise oder Coronatests sehen. Bei uns wurden lediglich die Impfausweise der Hunde kontrolliert – sogar das Datum der Tollwutimpfung hat der schwedische Grenzer genau nachgerechnet. Mehr hat ihn nicht interessiert … und schon waren wir in Schweden.

Eigentlich wollten wir in Malmö direkt auf einen großen Wohnmobilstellplatz am Hafen den ich vorab herausgesucht hatte, aber der war komplett belegt, sodass wir nach einem kurzen Stop an einem Fischimbiss weiterfahren mussten. Kurz hinter Malmö haben wir dann einen Campingplatz am Meer gefunden, auf dem wir quasi direkt am Strand standen. Der Platz war zwar teuer und für meinen Geschmack viel zu voll, aber irgendwann fehlte uns einfach die Energie weiter zu fahren und einen Platz zum Frei stehen zu suchen.

Auch einen tolle Brücke: Ein Holzsteg auf den Öresund am Strand bei Malmö.

Freistehen ist in dieser Region ebenso wie in den anderen touristischeren Ecken eher schwierig, da an vielen Plätzen, in Parkbuchten und an den Stränden Camping ausdrücklich verboten ist. So entspannt das schwedische Jedermannsrecht auch ist, es gilt nicht (mehr) für Touristenhochburgen.

Mein Schwedensommer!

Bevor wir die Westküste eher als geplant verlassen haben, haben wir das Naturschutzgebiet am Kullaberg besucht und eine tolle Wanderung gemacht. Davon mehr im nächsten Teil des Blogs …

Teil 1: Unser neuer Croozer Dog Hundeanhänger

Der Paul ist zu groß für seinen Fahrradanhänger geworden und so haben wir uns auf dem Markt umgesehen und geguckt, was für Hänger es für große Hunde gibt.

Als Junghund passte Paul noch in den Trixi Hundeanhänger Gr L. Für ein paar Ausflüge und Radtouren im Urlaub reichte der gut aus.

Der Markt für Anhänger für Hunde ab etwa 55 cm Widerristhöhe ist tatsächlich recht klein – eigentlich kamen nur zwei Hänger für den 70 cm großen Collierüden infrage. Ich habe mich dazu entschieden, den Croozer Dog Bruuno zu testen, da der von den Innenmaßen am besten zu dem hohen, aber schmalen Hund passt. Die Einstiegsöffnung ist 73 cm hoch, da kommt Paul problemlos hinein und die Stehhöhe im Frontbereich beträgt 87 cm – das sollte ausreichend sein.

Glücklicherweise haben wir einen Anhänger der Firma Croozer https://www.croozer.com zum Testen zur Verfügung gestellt bekommen.

Zunächst habe ich das Hundebett, dass es passgenau für den Croozer Dog Bruuno gibt, ins Wohnzimmer gelegt, damit Paul sich schonmal daran gewöhnen kann. Da das Bett dort lag, wo sonst auch sein Körbchen steht, hat er es auch sofort angenommen.

Was ist denn hier angekommen: Beide Hunde betrachten den Aufbau den Anhängers gespannt.

Der Aufbau den Hängers selbst war etwas mühsamer als gedacht. Das Vorder- und das Rückteil müssen aufgerichtet werden und beim Vorderteil brauchte man dann doch etwas Kraft. Alleine habe ich das tatsächlich nicht geschafft.

Das System macht einen stabilen und durchdachten Eindruck. Ob ich den Hänger selbst wieder zusammenklappen und ggf. ins Auto packen kann, um ihn mitzunehmen, wird sich noch zeigen.

Fertig! Easy findet den Croozer Dog Bruuno spannend – und gerade groß genug!

Den Anhänger ohne Räder habe ich zur Gewöhnung wieder ins Wohnzimmer gestellt.

Angenommen! Paul findet seinen neuen Croozer gemütlich.

Nachdem Paul den Hänger als Schlafplatz prima fand, wurden die Räder angebaut und der Fahrradanhänger sollte ans Fahrrad. Leichter gesagt als getan: Für meine Wohnungstüren ist Bruuno zu breit!

Durch die Terassentür in den Garten – Bruuno ist nichts für schmale Türen.
86 Zentimeter Breite, da wird es auch an der Gartenpforte knapp. Das nächste Mal würde ich den Croozer Dog gleich draußen zusammenbauen …

Eher unkomliziert war dann das Anbauen der Kupplung an das Hinterrad meines E-Bikes.

Durch den Schnellspanner am Hinterrad war der Anbau der mitgelieferten Kupplung kein Problem.

Die erste Probefahrt habe ich natürlich ohne Hund unternommen. Der Croozer Dog lässt sich super ziehen, aber er ist um einiges größer als mein bisheriger Hänger.

Dem Hänger am Fahrrad haben wir dem Paul dann auch erstmal gründlich „schön gefüttert“ bevor es auf eine erste kurze Ausfahrt ging …

Von unseren Erfahrungen mit dem Croozer werde ich in den nächsten Tagen und Wochen ausführlich weiter berichten.