Paul geht zur Schule

Paul geht zur Hundeschule, genauer gesagt zu Barbara Möhlenkamp nach Kalkriese.

http://www.hundeschule-kalkriese.de/

Dort nimmt er am Longiertraining teil, damit ich ihn auch am Pferd „fernsteuern“ kann. Außerdem übt er frei zu arbeiten, ohne zu den anderen Hunden am Platz zu laufen … Das ist im Moment das schwerste!

Letzte Woche habe ich mal die ersten freien Kreise im Garten gefilmt, aber sehr selbst:

https://youtu.be/7EnlS5bn7Ig

Canela

Canela, mein Nachwuchspferd, ist eine Deutsche Reitponystute von Can Dance aus der Debby T von Danny Gold. Und dieses Pony ist so gut wie ihre Abstammung: klar im Kopf, unerschrocken und immer leistungsbereit. Ich habe sie 3-jährig von ihren Züchtern Eva-Maria und Hans-Dieter Tüpker erworben.

http://www.tuepker-pferde.de/

Im Moment steht sie gerade im Züchterstall und wird dort von Dàccord gedeckt. 2022 soll sie dann hoffentlich ihr erstes Fohlen bekommen.

http://neu.tuepker-pferde.de/?page_id=94

Anfangs noch ein schmales Püppchen, habe ich Canela erstmal ankommen lassen und auf die Weide gestellt.
Wir haben viel Bodenarbeit gemacht und auch dabei schon viel Spaß zusammen gehabt. (Foto: Anna Brockjan)
Im nächsten Winter ist Canela dann 4 Jahre alt geworden und ich habe angefangen, mit ihr kleine Ausritte zu machen.
Im Sommer sind wir dann in den Aktivstall nach Osnabrück umgezogen und haben auch mal einen Kurs mitgemacht: Zirkuslektionen mit Heidrun Hafen.
Canela wurde Reitpferd. (Foto: Anna Brockjan)
Und natürlich auch geländesicher. (Foto: Anna Brockjan)
In der Reithalle vom Stall Sudowe in Rulle haben wir dann mit Stangengymnastik begonnen. (Foto: Marei Zerth)
Im Sommer 2020 haben wir unseren ersten Wanderritt unternommen – ganz allein.
Pause muss sein!
Canela wird langsam erwachsen und ein richtiges Reitpferd! (Foto: Marei Zerth)
Immer motiviert, manchmal auch übermotiviert … (Foto: Marei Zerth)

Der erste Ausflug mit dem neuen Wohnmobil

Am Wochenende habe ich einen Ausflug mit dem neuen Fluchtfahrzeug gemacht. Es gibt zwar keinen neuen Ausflugstipp, denn in Hooksiel und Dangast war ich nun wirklich schon öfter, aber ein paar Bilder von Meer und Strand – trotz der blöden Coronazeiten!

Wenn auch nur für einen Tag: Endlich wieder unterwegs!
Juhu! Paul liebt das Meer und den Strand!
Gute Aussichten …
Der Strand am alten Kurhaus in Dangast.

Der erste Ausritt

Die Tage werden länger und auch wenn es nicht wärmer wird, so wird es zumindest sonniger. Ich gehe mit meiner Stute Canela jetzt wieder mehr ins Gelände, der Boden ist nicht mehr so matschig oder gar gefroren … Zum Thema Geländereiten habe ich deshalb hier einen älteren Artikel für euch, der natürlich immer noch aktuell ist.

Und dazu passend noch ein Thema, das auch bei uns mal wieder aktuell ist. Wie steht es um den Hufschutz? Meine Ponystute trägt aktuell wieder Hufschuhe, wurde aber in der letzten Saison mit Eisen geritten, weil sie ohne so fühlig war.

Distanzreiten

In dieser etwas erlebnisarmen Zeit möchte ich euch mit einem bereits veröffentlichten Artikel von mir etwas über das Distanzreiten erzählen. Dieses Unterwegssein mit dem Pferd, das ist einfach immer wieder faszinierend und schweißt einen als Team mit dem Pferd zusammen. Es muss nicht immer auf Zeit und Geschwindigkeit sein, hauptsache man ist draußen in der Natur unterwegs!

Coronamüde

Mein letzter Blogeintrag ist schon ein bisschen her. Mir fehlt schlichtweg die Motivation für einen neuen Text. Nicht, dass ich nicht spannende Bücher habe, über die ich eine Rezension schreiben könnte, aber ich habe einfach keine Lust. Und Ausflugstipps mag ich und kann ich tatsächlich gerade nicht formulieren. Man macht ja nichts. Einfach nichts. Ich bin coronamüde.

Die von Corona geprägte Zeit geht jetzt ins zweite Jahr. Was anfangs noch ein mehr an Freizeit bedeutet hat, ist im Laufe diesen Jahres immer enger geworden. Man trifft weniger Menschen, manche gar nicht mehr. Einige Freunde habe ich seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr gesehen, mit anderen kann man noch gelegentlich mit dem Hund spazieren gehen. Aber je weiter sie weg wohnen, desto größer ist in diesem Jahr auch wirklich die Entfernung geworden. Besuche sind schwierig bis unmöglich geworden.

Und es ist müßig geworden zu schreiben, dass man solche Dinge wie Essen gehen, Kino, Treffen von mehreren Freunden gemeinsam (was war noch mal eine Party?), dass man all diese Dinge vermisst. Es ist redundant, das zu schreiben, denn jeder, der diesen Text lesen wird, weiß das bereits und jedem von uns geht es so.

Und ich habe das Gefühl, das die Grenzen immer enger geworden sind. Fast ein dreiviertel Jahr lang habe ich es geschafft, trotz der Coronabeschränkungen zu reisen. Wenigstens in Deutschland mit dem Wohnmobil einfach ein paar Tage raus. Auch das geht jetzt nicht mehr. Inzwischen mache ich Witze darüber, dass ich meine Hunde verleihen könnte, wenn jemand nach 21 Uhr aus dem Haus möchte und keinen Hund hat. Wir haben Ausgangssperre.

Ich möchte dabei gar nicht diskutieren, was wirklich gefährlich ist oder nicht. Ich möchte durchaus mich und meine Lieben vor einer Erkrankung schützen. Aber ich möchte mein Leben auch nicht damit verbringen wie ein Kaninchen auf die Schlange zu starren bis ich gefressen werde.

Zumal die aktuelle Coronapolitik einen nicht unbedingt glauben lässt, dass die verordneten Maßnahmen zur Eindämmung einer Pandemie taugen. Allein der gesunde Menschenverstand reicht aus, zu begreifen, dass beispielsweise Wohnmobilreisen oder die Selbstversorgung in einer Ferienwohnung dermaßen kontaktarm sind, das es nicht nötig wäre, diese zu verbieten, um das Infektionsgeschehen einzudämmen.

Mir mangelt es auch an Verständnis für Ausgangssperren. Wer sich wirklich mit mehreren Menschen abends zum Feiern treffen will, findet dafür immer eine Möglichkeit. Also treffen sich die Menschen im illegalen Raum und der wird wahrscheinlich räumlich enger sein als der legale. In einem Raum oder einer Wohnung wird das Risiko sich mit Corona zu infizieren ungleich höher sein als im öffentlichen Raum wie in einem Park.

Mit dem Zweifel an manchen Maßnahmen geht das immer geringer werdende Vertrauen in diejenigen, die eigentlich zumindest dafür gewählt wurden, für sich für das Wohl des Volkes einzusetzen, einher. Ebenso müßig wie das Jammern über die inzwischen immer weiter eingeschränkten Freizeitmöglichkeiten ist es sicherlich, sich über die Selbstbereicherung einiger Politiker aufzuregen. Aber dennoch: es ist schlichtweg dumm und morallos und spielt leider immer wieder denjenigen rechten Rattenfängern in die Hände, die Menschen in ihrer Politikverdrossenheit eingefangen.

Die Hilflosigkeit in Sachen neuer Lockdown, schärferer Lockdown, Öffnen bestimmter Einzelhandelsbereiche, Schließen anderer Bereiche, usw. lässt Vertrauen und Verständnis quasi im Stundentakt sinken. Man denke nur an den geöffneten Gartenmarkt und den geschlossenen Baumarkt, an den Dauerlockdown, der trotz steigernder Zahlen mit einem verlängerten Lockdown bekämpft werden soll …

Man darf sich auch fragen. wieso in manchen Branchen völlig uneingeschränkt (und in der Regel übrigens maskenfrei und ungetestet) gearbeitet wird, während sich andere im Dauerlockdown befinden.

Überhaupt sei nach einem Jahr Pandemie jeder froh, der einen gesicherten Arbeitsplatz hat und sich nicht irgendwo im Bereich Selbständigkeit oder Kunst und Kultur bewegt, denn dann hat er vielleicht noch ein Auskommen. Alle anderen leben von Ersparnissen oder direkt von dem, was sie von Freunden und Verwandten eventuell noch leihen können. In manchen Branchen gibt es noch staatliche Hilfen, bei wieder anderen kommen sie stockend oder in so geringen Summen an, dass man keine hellseherischen Fähigkeiten braucht, um zu sehen, dass diese Menschen mindestens in die Alltagsarmut taumeln. Von den konkreten Auswirkungen auf unsere Kulturlandschaft mal ganz abgesehen.

Natürlich habe ich bisher nur über das geschrieben, was jeden von uns im Moment täglich aufregt. Eigentlich will man schon gar nicht mehr über diese Dinge reden und dennoch beschäftigt es einen ständig, betrifft unsere Gespräche und unser doch recht eng gewordenes Leben. Und weil man auch bei eigentlich ganz guter Psychogesundheit inzwischen einfach mal genug haben kann, kann ich gerade nicht über tolle Erlebnisse berichten. Wer aus meinem Leserkreis jetzt Lust hat, selbst etwas zu diesem oder einem viel schöneren Thema zu schreiben, darf mir gerne eine Mail schreiben. Unter Kontakte ist meine E-Mailadresse. Wer etwas schreiben möchte, was auf dem Blog veröffentlicht werden kann darf oder soll ist gerne dazu aufgefordert.

Buchtipp für Hundehalter: Alleinsein üben

Das Alleinsein ist dem Rudeltier Hund nicht gerade in die Wiege gelegt und so mancher Hund leidet doch arg unter Trennungen. Die lassen sich im Arbeitsalltag natürlich nicht immer vermeiden und so bin ich froh, dass ich für beide Hunde je einen Hundesitter habe, zu dem sie dürfen, wenn ich länger außer Haus bin.

Das Thema Alleinebleiben hat mich vor allem nach meinem Umzug im letzten Jahr viel beschäftigt und ich habe mich gefreut zu sehen, dass Celina del Amo zu diesem Thema ein neues Buch veröffentlicht hat. Ich kenne Celina aus meiner Zeit beim Ulmer Verlag, wo ich sie als sehr kompetente Autorin kennengelernt habe.

Celina ist Tierärztin mit der Zusatzbezeichnung Verhaltenstherapie und geht in ihrem Ratgeber zunächst darauf ein, warum das Alleinsein bei Hunden oft Stress auslöst. Auch Hunde, die nicht durch extremes Geheule und Gebelle auffallen, sodass sich die Nachbarn beschweren, haben oft Trennungsangst.

Sie ist weg … Ich habe mit dem Handy gefilmt und gesehen, dass meine Hunde erstmal an der Tür warten, ob ich nicht gleich zurückkomme.

Die Bestandsaufnahme zu Beginn des Buches hat mich dann auch dazu veranlasst, mein Handy ab und zu zu Hause zu lassen und meine Hunde zu filmen, wenn ich das Haus verlasse. Obwohl meine kleine, alte Easy gar nicht mehr gern alleine ist, ist der einjährige Paul in ihrer Gesellschaft natürlich viel entspannter. Für Zeiten ohne Easy habe ich ihm einen Schnüffelteppich gekauft, mit dem er sich länger beschäftigt als mit Knabbersachen.

Mit dem Schnüffelteppich hat Paul länger zu tun als mit einem Kauknochen.

Im Buch werden dann Übungen vorgestellt, mit denen das Alleinsein vorbereitet werden kann. Das sind beispielsweise das Liegeplatztraining und die Übung Bleib, die schrittweise aufgebaut und immer belohnt werden. Die Beschreibungen sind verständlich und gut nachvollziehbar. Sehr gut finde ich den Teil, indem vorgestellt wird, wie man den Liegeplatz seines Hundes aufwerten kann. Schließlich liegen die meisten Hunde doch am liebsten genau dort, wo man selbst ist, und für ein problemloses Alleinebleiben ist das unabhängige Aufsuchen eines Ruheplatzes doch sehr vorteilhaft.

Richtig hilfreich ist es auch, sich bewusst zu machen, welche Vorboten des Alleinebleibens der Hund wahrnimmt: Man zieht sich die Schuhe an, nimmt den Schlüssel usw. Ich habe gleich angefangen die ersten Tipps aus dem Buch umzusetzen und ziehe immer mal wieder meine Jacke an und gehe kurz aus dem Haus, um das Verlassen des Hauses selbstverständlicher zu machen. Sicherlich wundern sich meine Nachbarn inzwischen, warum ich dreimal am Tag mit Jacke und Schuhen zu den Mülltonnen oder zur Garage gehe!

Aber man kann das Alleinsein nicht genug trainieren. Und genau deshalb kann ich dieses Buch wirklich nur jedem ans Herz legen, der einen jungen Hund hat oder einen, der sowieso ungern alleine bleibt oder es jetzt während der Coronazeit nicht mehr wirklich gewohnt ist. Viel Spaß und Erfolg beim Training!

Celina del Amo: Alleinsein üben. Trennungsangst vorbeugen. Create Space, 2021. 979-8703860182

Buchtipp: Marc Elsberg „Blackout“

Vielleicht liegt es an dem schier endlosen Corona-Lockdown, dass ich in den letzten Tagen nochmal ein Buch in der Hand hatte, das sich mit einer durchaus vorstellbaren Katastrophe beschäftigt. In Marc Elsbergs „Blackout – Morgen ist es zu spät“ bricht das Stromnetz zusammen. Ich gebe zu, das Buch ist schon etwas älter, es ist 2012 erschienen, aber das Szenario geht mir irgendwie nicht aus dem Kopf.

Durch die immer weiter fortschreitende Vernetzung und Digitalisierung unserer Welt sind wir dermaßen abhängig vom Stromnetz geworden, dass die Story wie Elsberg sie erzählt durchaus denkbar ist.

Im Roman werden verschiedene Handlungsstränge zusammengeführt, das ist manchmal etwas langatmig geworden, zumal die einzelnen Charaktäre etwas flach geraten sind. Aber seine Faszination entwickelt das Buch für mich, indem es aufzeigt, was alles ohne Strom nicht mehr funktioniert: Dass unser Kommunikationsnetz absolut abhängig vom Stromnetz ist, wissen wir wohl alle. Wer war mit der Handyladekabel nicht schon irgendwo auf der Suche nach einer Steckdose? Aber dass die Dieselgeneratoren, die beim Stromausfall eingesetzt werden, beispielsweise nicht nachbetankt werden können, da die Tankstellen natürlich ebenfalls nicht ohne Strom funktieren, macht man sich meist nicht bewusst. Und so reihen sich viele Dinge aneinander, für die wir Strom brauchen. Kernkraftwerke ohne Strom werden zur Gefahr für alle, weil die Kühlung nicht mehr funktioniert. Je weiter digitalisiert der eigene Haushalt ist, desto abhängiger ist er vom Strom. Man denke nur an elektrische Rolländen und die elektronische Steuerung der Heizung. Und natürlich führen Kraftstoff- und Lebensmittelmangel (Transportwege brechen zusammen) zu Unruhen und Gewalt.

Zum Glück nur Fiktion. Hoffentlich.

Marc Elsberg: Blackout. Morgen ist es zu spät. Blanvalet Verlag, 2012. 978-3-7645-0445-8