Buchtipp: Reise-Handbuch Norwegen

Danke für eure vielen lieben Rückmeldungen zum Blockbeitrag über unsere Norwegenreise im letzten Sommer. Einige von euch haben nach meiner genutzten Reiseliteratur gefragt. Ein paar Titel hatte ich euch ja schon vorgestellt, gerade für Wohnmobilreisende gibt es in diesen beiden Büchern ein paar gute Tipps für eine Rundreise:

Ich finde ein Wohnmobil ideal, um Norwegen zu entdecken. Mit dem Wohnwagen wären mir die Straßen zu schwierig und ein Wohnmobil ermöglicht auch individuelle Routen und Übernachtungen. Aber auch andere Reisende können mit diesen Büchern Ideen für eine Tour entdecken, da hier die üblichen Highlights aufgelistet sind.

Ein Wohnmobil ist ideal, um Norwegen zu entdecken.

Spannende Rundreisen werden auch in dem Dumont Reise-Handbuch Norwegen vorgeschlagen. Generell bietet der Band von Michael Möbius und Annette Ster einen guten Überblick: Natur, Umwelt, Wirtschaft, Soziales und Politik und vieles mehr werden ebenso ausgeführt wie die wichtigsten Reiseinfos. Man bekommt einen guten Einblick in das Land Norwegen, seine Struktur und seine Bewohner.

Der Weg nach Norwegen führt oft über eine Fähre.

Besonders gut gefallen mir die Infos über die einzelnen Regionen in diesem Reiseführer. Die Struktur ist übersichtlich und man findet wissenswertes zu der Region, die man bereisen möchte oder in der man sich befindet. Nicht nur die üblichen Sehenswürdigkeiten, die man in jedem Norwegen Reiseführer findet, sondern auch weitere attraktive Plätze, Gebäude, Wanderungen und Aussichtspunkte werden von den beiden AutorInnen vorgestellt.

In Gjendeosen am Gjendesee: Auch ohne die berühmte Wanderung über den Bessengrad einen Besuch wert und mit dem Bus ab Reinsvangen gut zu erreichen.

Die Vorschläge, die unter „Aktiv“ als Wanderungen oder Fahrradtouren angegeben werden, finde ich sehr anregend und vielfältig. Zudem werden immer wieder Hintergrundinformationen eingestreut, ob über Vogelfelsen oder die Besetzung Norwegens durch die Nazis. Kleine Detailkarten im Band erleichtern die Übersicht über die Regionen, die man sonst schnell aufgrund der Fülle der Informationen vielleicht verlieren würde, und werden ergänzt durch Pläne der größeren Städte.

Auf 463 Seiten gibt es ausreichend Informationen über alle Regionen.

Die AutorInnen Möbius und Ster haben wirklich eine Menge Infos über das ganze Land zusammengetragen, auch über kleinere entlegene Orten. Zu vielen Aktivitäten gibt es Preisangaben oder Websites, auf denen man selbst nachsehen kann, wenn man noch Informationen braucht. Die Fülle an Hintergrundwissen ist wirklich toll, sodass ich diesen Titel wirklich guten Gewissens empfehlen kann.

Michael Möbius, Annette Ster: Reise-Handbuch Reiseführer Norwegen, Dumont Reiseverlag, Ostfildern, 2025. 978-3-616-01662-7

Reisen mit MCAS: Norwegen mit dem Wohnmobil

Dieses Jahr haben wir uns einen Traum erfüllt: eine Reise mit dem Wohnmobil nach Norwegen. Während der Planung hatte ich echt Sorge, dass ich das alles nicht schaffe, da es mir 2025 eher schlechter ging als letztes Jahr. Die Mastzellerkrankung (MCAS) ist progredient, ME/CFS steht im Raum, eine genetische Muskelerkrankung ist unklar und die Schilddrüsenautoimmunerkrankung Morbus Basedow war auch aktiv. Bei all der Sorge siegte die Neugier auf Norwegen und ehrlich gesagt kann ich im Wohnmobil ja genauso rumliegen, wie ich das Zuhause auch oft muss. Aber das kühlere Klima hat mir gut getan und ich habe die Urlaubstage mit viel Pacing und Ausruhen relativ gut überstanden.

Mein Mann Jens hatte dieses Jahr drei Wochen Urlaub und so sind wir ganz entspannt über Dänemark Richtung Norwegen gestartet. Wir fahren täglich nicht mehr als 200-300 Kilometer, sodass meine Mastzellen anschließend ausreichend Zeit zur Beruhigung haben. Mein Essen habe ich größtenteils dabei, sodass ich eigentlich nur Obst und Gemüse frisch dazu kaufen muss. So gehe ich bei der Ernährung kein Risiko ein.

Bewusst haben wir die Fähre von Hirtshals nach Kristiansund gewählt, die Fahrt ist kurz und ich habe sie als stressfrei für mich und die Hunde empfunden.

Norwegen in Sicht!

An Norwegens Südküste haben wir natürlich den berühmten Südkap besucht, das Lindesness Fyr. Die Anfahrt ist etwas mühsam und man landet nach der Fahrt erstmal auf einem überfüllten Parkplatz. Ich konnte dann gar nicht zum berühmten Leuchtturm gelangen, da der Weg dorthin über viele Treppen führt und es keine behindertengerechte Alternative gab.

Wir haben uns eine Zwischenübernachtung an einem kleinen Fjord gesucht und sind weiter nach Stavanger. Ein entzückender Ort, der eine tolle Altstadt hat. Die kurze Stadtbesichtigung war wunderschön. Nach einer unspektakulären Übernachtung am Stadtrand sind wir an den atemberaubenden Lysefjord gefahren.

Stavanger ist wirklich süß!
Was für ein Ausblick!

Der Lysefjord ist über 40 km lang und seine Felswände sind bis zu 1000 Meter hoch. Jens hat mich eine kleine Seitenstraße am nahezu uferlosen Fjord entlangkutschiert – mit unvergleichlichen Aussichten!

Auf der Weiterfahrt hat uns das typisch nasse Norwegenwetter erwischt. Teilweise fuhren wir direkt an den Wasserfällen vorbei, von allen Bergen floss das Wasser und wir konnten zahlreiche Wasserfälle an und auf den Straßen bewundern.

Wasser von allen Seiten. Auch über die Straßen liefen die Wasserfälle.
Wasser gibt es in Norwegen auf jeden Fall genug. Hier auf der traditionellen Route durchs Suldal.

Zum Pacen war das Wetter natürlich super. Aber ehrlich gesagt ist es auch ein bisschen nervig, nach jedem Verlassen des Wohnmobils klatschnasse Hunde zu haben. Zum Glück hatten wir ausreichend Regenklamotten dabei und die Heizung im Womo hat alles immer zuverlässig wieder getrocknet.

Regenpause in Sande. Zeit zum Lüften!

Nach einer Zwischenübernachtung direkt am Fjord in Sand sind wir durchs Oddatal gefahren – im Gegensatz zu den anderen Touristen brauchen wir auch nicht am Latefossen anhalten, wir hatten bis dahin schon genug Wasserfälle gesehen.

Latefossen – im Vorbeifahren.

Wasserfälle hatten wir schon genug und Odda hat uns auch nicht gefallen, zu touristisch, sodass wir etwas nödlich am Sorfjord einen kleinen Campingplatz aufgesucht haben. Es hat schon etwas faszinierendes in den Obstbaumwiesen zu stehen und auf den Gipfeln Schnee zu sehen!

Paul am malerischen Sorfjord.

Unsere Route führte uns weiter nach Eidfjord. Bei den Massen, die dort durch den Ort geströmt sind, konnten wir nur weiterfahren. An der nächsten Sehenswürdigkeit, dem gigantischen Voringfossen, war es auch recht voll, aber dennoch einen Besuch wert: 182 Meter tief stürzt das Wasser von der Hardangervidda Hochebene in das Måbøtal.

Malerisches Eidfjord mit einem Kreuzfahrtgiganten …
Der Voringfossen. Einfach nur zum Staunen!
Regenbogen über der Hardangervidda.

Übernachtet haben wir dann auf der Hardangervidda an einem Stausee. Malerischer geht es fast nicht mehr.

Wir haben nur kurze Spaziergänge gemacht, aber die Hardangervidda ist bekannt als Wanderparadies!

Über sehenswerte Touristenrouten und malerische Plätze zum Freistehen ging es für uns weiter Richtung Jotunheimen Nationalpark. Schneebedeckte, imposante Berge, idyllische Parkplätze an jeder zweiten Kurve – wir sind aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen und haben direkt vor Ort übernachtet. Auf der Hochebene haben uns nachts Rentierherden besucht. Was für ein Erlebnis!

Wenige Schritte vom Auto entfernt: diese Weite ist unbeschreiblich!
Immer die schneebedeckten Berge im Hintergrund.
Die Rentiere am Bach, an dem gerade noch unsere Hunde gespielt haben – vom Camper aus fotografiert!

Natürlich mussten wir an einem der nächsten Highlights einen Stopp machen: Die Route Valdresflye führt am smaragdgrünen See Gjende vorbei. Viele Wanderer starten hier die berühmte Wanderung über den Besseggen-Grat. Wir wollten zumindest den See bestaunen, zu dem uns Touristenbus mitgenommen hat.

Ja, am Gjendesee war es kalt.
Und trotzdem konnten wir anschließend am nächsten See freistehen und gemütlich draußen sitzen. So mag ich Camperleben!

So wechselhaft wie die Landschaft war auch unser Wetter. Wenige Kilometer weiter konnte man abseits der Touristenströme in der Sonne sitzen.

Unsere Begeisterung für die Landschaft bestimmte den weiteren Weg. Trotz des mäßigen Wetters beschlossen wir, den Sognefjellsvegen zu nehmen. Der höchste Pass Nordeuropas (1434 Meter) bietet spektakuläre Ausblicke auf die Gletscherwelt. Wir sind in Lom im Osten gestartet und bis Gaupne am Sognefjord im Westen gefahren. Etwas abseits des Sognefjellsvegen, einer der ältesten Verbindungen von West- und Ost-Norwegen, haben wir auf einem kleinen Parkplatz im Nebel übernachtet und wurden morgens mit einer spektakulären Aussicht belohnt.

Ob Paul auch die Aussicht genießt?

Da die Gletscher auf der Route nur aus der Ferne zu bestaunen waren, musste ich unbedingt noch etwas näher heran. Das ist natürlich nicht ganz so einfach, wenn man nicht kilometerweit laufen kann und so haben wir uns für einen Ausläufer des Jostedalsbreen entschieden. Der Supphellebreen in der Nähe Dorfes Fjærland ist ein Seitenarm des Hauptgletschers Jostedalsbreen und ist gut mit dem Auto zu erreichen – zumindest wenn man immer weiter fährt, auch wenn die Straße nicht den Eindruck macht, eine offizielle Route zu sein … Aber so haben wir einen Parkplatz gefunden, von dem aus man die Gletscherzunge gut sehen konnte.

Diese Farbe ist einfach unglaublich! Und nein, da ist kein Filter drüber gelegt.

Das Wetter war uns dann etwas gnädiger gesonnen und wir sind über das Hemsedal langsam wieder südlicher gefahren.

Ein Land voller Wasser …
… und Berge!

Zunächst hatten wir die Idee uns Oslo anzusehen, weil ich gerne einmal ins Munch Museum gehen würde, aber die Stellplätze in der Stadt sind alle viel zu weit davon weg. Natürlich haben wir versucht einen Parkplatz in der Nähe zu bekommen, meist haben wir ja Glück, sodass ich nicht weit laufen muss, aber das hat leider nicht geklappt. So sind wir dann weiter an die Westküste Schwedens gefahren, um in der letzten Urlaubswoche einfach ein bisschen in der Sonne sitzen zu können.

So gehts 🙂
Auch das ist Camping: selbstgemachte glutenfreie Apfelmuffins.
Die beiden weltbesten Urlaubshunde, die sich tapfer überall hinkutschieren lassen und eigentlich alles toll finden – naja, zumindest Lotta findet es überall schön.
Mitten in der Nacht am Ende einer wunderbaren Reise mit dem wohl teuersten Kaffee meines bisherigen Lebens auf der Fähre mit dem weltbesten Ehemann, der diese Fahrt erst möglich gemacht hat!

Mit meinem Bericht möchte ich anderen Betroffenen Mut machen, dass man trotz der großen Probleme mit MCAS (und anderen Erkrankungen) im Alltag noch reisen kann. Natürlich ist das mit Einschränkungen verbunden und klappt bei mir beispielsweise nur, weil mein Mann uns fährt und alles rund um die Alltagsversorgung übernimmt. Ich habe es auch schon erlebt, dass mich die Fahrt in den Urlaub überfordert hat und ich dann richtig flach lag, aber andererseits ist es für mich angenehmer im Sommer in Skandinavien zu sein als bei 30 Grad zu Hause – Hitze ist für meine Erkrankung ein starker Trigger. Ich finde es zwar traurig, keine tollen Wanderungen machen zu können, zumal ich wirklich gerne mit den Hunden am Strand oder in den Bergen unterwegs war, aber ich versuche zu genießen, dass ich an diesen schönen Orten sein kann – und hoffe, andere können das auch.

Ich schreibe das hier nicht, weil ich Mitleid möchte oder jammern will, sondern um Mut zu machen, dass es klappen kann, etwas so schönes zu erleben!

Buchtipp: Reiseführer für Wohnmobile in Norwegen

Diesen Sommer ist es so weit, wir wollen mit dem Wohnmobil nach Norwegen. Ich freue mich riesig, habe aber natürlich deutlich Respekt vor der langen Strecke und Sorge, dass mich das überfordert und ich dann vor Ort flachliege. Das ist mir nämlich im Frühsommer mit der viel kürzeren Strecke an die ostfriesische Nordseeküste bereits passiert.

Umso genauer plane ich die Strecke und achte auf ausreichende Ruhezeiten. Wir werden die Fähre ab Kiel nehmen, sodass die Anfahrt nicht zu weit ist und ich nicht zu lange im Auto sitzen muss. Vor Ort planen wir dann eher kurze Routen und längere Aufenthalte. Seit Wochen wälze ich Reiseführer, um schöne Orte zu finden, an deren ich nicht weit laufen muss und trotzdem die wunderbare Natur genießen kann.

Zwei Reiseführer speziell für Wohnmobilreisende, die ich in den letzten Wochen studiert habe, möchte ich euch heute vorstellen.

Der erste Band „Camper Guide Südnorwegen“ aus dem Hause Marco Polo hat mir gut gefallen. Es werden sieben ganz unterschiedliche Touren vorgeschlagen, die sich teilweise miteinander kombinieren lassen. Auch wenn ich keiner der Routen exakt folgen werde, so hat mir doch die Aufbereitung der Strecken und die Darstellung der Highlights einige Inspirationen gegeben. Das liegt zum einen an den großformatigen Fotos – großartige Landschaften sind immer verlockend, zum anderen aber auch an den praxisnahen Tipps zu den Stellplätzen auf den Routen. Findet man diese doch sonst oft nur in den einschlägigen Apps. Zudem bietet dieser Reiseführer auch attraktive Reiseziele abseits der üblichen Touristenrouten, das ist definitiv ein Pluspunkt. Für mich daher auf jeden Fall ein empfehlenswerter Band.

Martin Müller: MARCO POLO Camper Guide Südnorwegen. Insider-Tipps für deine Wohnmobil-Touren. Mairdumont, Ostfildern. 2. Aufl., 2024. ISBN 9783575019349

Der zweite Band, den ich euch heute ans Herz legen möchte ist „Norwegen mit dem Wohnmobil“ aus dem Hause Bruckmann. Der Band enthält natürlich die übliche Route zum Nordkap, aber die steht für uns gar nicht auf dem Programm (unser Auto kennt die auch schon: der Vorbesitzer war mit dem Nugget am Nordkap!).

Bei diesem Band gefällt mir die Übersichtlichkeit, falls man der Strecke genau so folgen möchte. Die Streckenlängen sind klar dokumentiert, einzelne Highlights und mögliche Abstecher hervorgehoben. Überraschungen finden sich freilich keine, die Inhalte finden sich so mehr oder weniger in wirklich jedem Reiseführer zum Thema Norwegen. Aber auch hier sind nicht nur Campingplätze, sondern auch Stellplätze aufgeführt, was mir natürlich gut gefällt. Die Kartenabschnitte am Ende des Buches finde ich eher verzichtbar, aufgrund der Buchgröße ist der jeweilige Abschnitt einfach stark begrenzt, weshalb ich eher auf klassische Faltkarten zurückgreifen würde.

Der Reiseführer enthält alles, was der Wohnmobilreisende wissen muss, deshalb ebenfalls eine Empfehlung von mir für dieses Buch.

Dr. Thomas Kliem: Bruckmann Caravan-Guide: Norwegen mit dem Wohnmobil. Die schönsten Routen zwischen Südkap und Nordkap. Bruckmann, München, 2020. ISBN 9783734316074

Buchtipp: Mit dem Wohnmobil auf Europas Küstenstraßen

Zur Zeit ist es draußen wunderbar sonnig und damit für Wohnmobilfahrer eindeutiges Sehnsuchtswetter. Ein passendes Sehnsuchtsbuch ist „Mit dem Wohnmobil auf Europas Küstenstraßen“. 20 Routen werden vorgeschlagen und wer hier nicht fündig wird, der mag wahrscheinlich kein Wasser.

KUNTH Mit dem Wohnmobil auf Europas Küstenstraßen: Unterwegs Zuhause. Kunth Verlag, München, 2025.‎ 978-3969652060

Ich liebe es am Meer zu sein und so wie mir geht es wahrscheinlich vielen Reisenden, nicht nur denen im Wohnmobil. Umso spannender sind die vielseitigen Routen in diesem Band: Es beginnt in Norwegen und endet auf Kreta – von der Insel aus Feuer und Eis in die griechische Sonne, für jeden Geschmack etwas dabei.

352 Seiten umfasst der Band und die sind wirklich geeignet Fernweh zu wecken. Großformatige Fotos triggern den Reisenden sich auf den Weg zu machen und für diesen Weg gibt es idealerweise übersichtliche Infokästen, einen GPS-Track und zahlreiche Karten (das Buch enthält einen Straßenatlas Europas!). Campingplätze und Stellplätze inklusive Beschreibung erleichtern die Reiseplanung.

Island, Norwegen, Schweden, Polen, Deutschland, Irland, Spanien, Italien – überall gibt es Küsten zu entdecken. Mal steinig, mal sandig, mal imposant, mal idyllisch, allen gemeinsam ist, dass es sich lohnt, sie zu bereisen – und sie vorab in diesem Buch zu bestaunen. Ich kann nur viel Spaß beim Blättern und Lesen wünschen!

Buchtipp: Stefan Loose Norwegen

Draußen scheint die Sonne und die Reiselust steigt. Gleichzeitig habe ich natürlich Zeit, draußen zu sitzen und zu lesen. Dieses Wochenende saß ich mit dem Norwegen Reiseführer aus dem Hause Stefan Loose Travel Handbücher von Mairdumont im Garten.

Als das Buch bei mir ankam und ich es das erste Mal durchgeblättert habe, sind mir die ungewöhnlich dünnen Seiten aufgefallen, aber dann habe ich gemerkt, dass es sage und schreibe 608 Seiten enthält. Auch so ist es wirklich dick und dementsprechend schwer – und der Inhalt hat es in sich.

Den Einstieg ins Thema Norwegen bietet die Innenklappe. Hier sind die wichtigsten Highlights verzeichnet, ein schöner Überblick! Nach dem Inhaltsverzeichnis folgen dann Fotos der wichtigsten Sehenwürdigkeiten: ein schöner stimmungsvoller Start in die Reisevorbereitungen, der jedem die Möglichkeit gibt, erste Reiseziele zu sondieren.

Infos über die einzelnen Regionen, empfehlenswerte Reiserouten, Klima, Kosten und typische Reiseinformationen folgen. Diese gehen auch auf Details ein, sodass man sich nach etwa 100 Seiten wirklich gut informiert fühlt.

Im weiteren Verlauf finden sich die einzelnen Regionen Oslo und Südnorwegen, Westnorwegen, Ost- und Mittelnorwegen sowie Nordnorwegen. Den Einstieg bieten wieder attraktive Bilder von den Highlights, eine Übersichtskarte hilft bei der Orientierung. Kästen und Einschübe zu Themen wie Ökoküchen und Reisekosten, Hotspots oder alternativem Nachtleben bieten weit mehr als die übliche kurze Übersicht über die touristischen Hauptattraktionen. Ortskarten und Ausflugstipps ergänzen die vielen Informationen. Insgesamt wirklich ungewöhlich umfangreich und vielfältig bietet der Reiseführer von Michael und Aaron Möbius einen tollen Überblick über Norwegen.

Die Karten am Ende des Bandes hätte ich persönlich nicht gebraucht, da ich einen Skandinavien Straßenatlas besitze, aber für die Reiseplanung können sie sicher wertvoll sein.

Insgesamt ein gelungener Reiseführer, der mir sehr gut gefällt und den ich gerne weiter empfehle. Ich bin gespannt, ob auch die anderen Reiseführer aus dem Hause Stefan Loose so gelungen sind.

Michael Möbius, Aaron Möbius: Norwegen. Stefan Loose Travel Handbücher, Mairdumont, 7. Aufl. 2025. 978-3-7701-6652-7