Hasefriedhof in Osnabrück

Auch in Osnabrück gibt es immer noch was zu entdecken: So zum Beispiel auf dem Hasefriedhof. Der Hasefriedhof wurde ebenso wie der Johannisfriedhof bereits 1808 angelegt – damals noch außerhalb der Stadtmauern. Auf beiden Friedhöfen wird seit 1995 niemand mehr bestattet, aber beide werden als parkähnliche Anlage erhalten.

Auf einem Rundgang über den Hasefriedhof erblickt man als Osnabrücker Grabstätten mit bekannten Namen: hier ruhen unter anderem der Fabrikant Otto Kromschröder, Felix und Agnes Schoeller, Friedrich Vordemberge-Gildewart und Karl Weiß, der für die von den Nazis ermordeten Sinti und Roma steht. Viele Grabstätten sind aber auch ohne große Namen sehenswert und ein Tipp auch für Schlechtwettertage.

Ende 2020

Silvesternachrufe zu erstellen ist 2020 wohl besonders schwierig. Nicht, weil es an Themen mangelt, sondern weil 2020 einfach ein besonderes Jahr war – für jeden von uns. Das alles beherrschende Thema ist und war Corona.

Es ist gerade eine komische Zeit, in der man sich manchmal fühlt, wie in einem schlechten Katastrophenfilm. Die Pandemie bestimmt unser aller Leben – mit unterschiedlichen Emotionen und Auswirkungen.

Nur zu gut kann ich mich an meine eigenen Worte aus dem Januar erinnern: „Das ist nicht gefährlicher als eine Grippe, macht euch keine Sorgen!“, so sprach ich zu einer Gruppe von Grundschülern, die ich zu der Zeit nachmittags betreute. Eigentlich stehe ich noch immer zu diesen Worten, ich möchte nicht, dass Grundschüler sich Sorgen machen müssen wegen der Corona-Pandemie.

Und dennoch muss ich immer wieder daran denken, dass dieser Satz nicht wahr war. Die Schülerinnen und Schüler hatten allen Grund sich Sorgen zu machen. Ihr ganzes Leben hat sich verändert, sie haben fast alle eine Zeit ohne Schule erlebt, sehen ihre Freunde in der Schule jetzt nur mit Maske und müssen Abstand halten zu Kindern aus anderen Jahrgängen. Ob sie zu Hause belastende Situationen erleben, kann ich teilweise nur erahnen. Manche zumindest leben mit vielen Personen in zu kleinen Wohnungen, andere wiederum haben Eltern, die selbständig sind. Ich weiß, dass die Kinder von den finanziellen Sorgen der Eltern leider oft mehr mitbekommen als gut für sie ist. Und es sind nicht nur die Kinder, die unter den veränderten Umständen leiden.

Für mich selbst waren die Einschränkungen im Frühjahrs Lockdown eigentlich ganz erträglich. Ich gehe gern Essen und mag (Punk-)Konzerte, aber ein paar Wochen geht es schon auch mal ohne … Mein Hobby Reiten konnte ich relativ uneingeschränkt weiter betreiben, da die Tierversorgung durch das Tierschutzgesetz weiter gewährleistet wurde. Ich hatte sogar mehr Zeit dazu, denn als Risikopatientin war ich irgendwann nur noch eingeschränkt als Pädagogin in Einrichtungen tätig. Eigentlich eine ganz komfortable Situation.

Noch vor dem Frühjahrs-Lockdown hatte ich meinen zukünftigen Hund Paul kennengelernt, für den ich in diesem Jahr dann glücklicherweise ausreichend Zeit hatte. Ein positiver Nebeneffekt. Außerdem konnte man sich ja draußen zum Spazierengehen treffen, ich hatte also weiterhin die Möglichkeit meine Sozialkontakte zu pflegen.

Als belastend habe ich die Sorge um die Eltern und andere ältere Verwandte empfunden. Ich darf meinen Onkel, der in einem Altersheim lebt, nicht mehr besuchen und eine ältere Tante hat Angst mich zu treffen – auch draußen. Zudem erlebe ich, wie wohl jeder andere auch, in meinem privaten Umfeld Menschen, die psychisch vorbelastet sind und denen die Einsamkeit zu schaffen macht und die unter verstärkten Ängsten leiden.

Zu diesem Jahr gehören auch die unterschiedlichen Wahrnehmung der Coronapolitik und der Proteste dagegen. Doch anders als bei anderen Protestbewegungen wie beispielsweise der Anti-Atomkraftbewegung oder „Friday for future“ beobachte ich bei den Protesten gegen die Coronapolitik eine Ausgrenzung der Protestierenden, die zu einer massiven gesellschaftliche Spaltung führt. Und so werden Menschen ausgegrenzt, die durchaus zum Reden bereit sind, die zum Teil ganz verständliche Argumente vertreten und eigentlich gar nicht so weit weg sind, von denen, die lieber nicht mehr mit ihnen reden. Wir spalten eine Gesellschaft, die eigentlich mit vereinten Kräften gegen den Auswirkungen der Pandemie (und gegen Rechts!) zusammenstehen müsste.

Für 2020 wünsche ich mir natürlich ein Ende der Coronapandemie und mehr Offenheit und Solidarität. Und Gesundheit! Für alle, die mir und euch am Herzen liegen!

Das ist er, der neue Mitbewohner 2020.

Buchtipp und eine weitere Wanderung im Osnabrücker Land

Der Naturpark Terra Vita Natur- und UNESCO Geopark ist etwa 1.550 km² groß und inzwischen auch als UNESCO Global Geopark ausgezeichnet. In dem Gebiet zwischen Porta Westfalica, Hörstel, Bielefeld und Herzlake gibt es etwa 2800 km Wander- und Rundwege. Einige der Terra Vita Touren im Osnabrücker Land bin ich schon gelaufen, aber der Weihnachtsurlaub zu Hause war ein guter Anlass, mir noch ein paar weitere Routen anzusehen.

Auf der Suche nach einem neuen Wanderführer bin ich dabei auf den Band „25 neue Tageswanderungen im Osnabrücker Land“ gestoßen, den ich jedem, der gerne im Raum Osnabrück wandern geht, ans Herz legen möchte. Einige der Touren, wie z. B. die im Oppenweher Moor und die im Freeden, habe ich bereits im Blog vorgestellt, andere werden folgen. Die Streckenverläufe sind übersichtlich dargestellt, anhand der Beschreibungen kann man sich vorab gut informieren und dann unterwegs meist auch ohne weitere Karten problemlos orientieren, nicht zuletzt weil die Wanderungen generell super ausgeschildert sind.

Terra Vita: 25 neue Tageswanderungen im Osnabrücker Land. Verlag Meinders & Elstermann GmbH & Co. KG, Belm.
ISBN 978-3-88926-829-7

Heute haben wir uns die Tour Hilter – Blauer See rausgesucht und uns aber auf die Strecke zwischen Lernstandort Noller Schlucht und Blauer See beschränkt. Letztendlich war es so matschig, dass wir nicht bis zum Blauen See gewandert sind, sondern eine etwa 5 Kilometer lange Tour über Petersbrink und Schollegge gemacht haben. Schön war es aber trotzdem!

Wandern im Teutoburger Wald

Zu den bekanntesten Ausflugs- und Klettergebieten im Teutoburger Wald gehören die Dörenther Klippen in der Nähe von Ibbenbüren. Um das Hockende Weib, einen 40 Meter hohen Sandsteinfelsen, der als Wahrzeichen von Ibbenbüren dient, rankt eine bekannte Sage. Dort soll eine Mutter im Wasser gehockt haben, um ihre Kinder zu retten.

Es gibt zwei Wanderparkplätze, einen in der Nähe der Sommerrodelbahn in Ibbenbüren und einen am Rande von Brochterbeck, die beide auch im Winter gut besucht sind. Eine der schönsten Wanderungen ist die Teutoschleife Dörenther Klippen: ein 9,3 Kilometer weiter Rundkurs, der auf 5,8 Kilometer abgekürzt werden kann und gut ausgeschildert ist.

Einige der Wege sind nach den regenreichen letzten Tagen sehr matschig, aber generell lässt es sich auch im Dezember hier gut wandern. Da das Gebiet so beliebt ist, ist es auch zwischen den Jahren gut besucht, vor allem am Hockenden Weib und an der Gaststätte Almhütte ist viel los. Etwas weniger voll und mindestens ebenso schön ist es am imposanten Dreikaiserstuhl und dem Königstein.

Buchtipps für Hundebesitzer

Impulskontrolle für Treib- und Hütehunde

Treib- und Hütehunde gehören zu den inzwischen sehr beliebten Haushunderassen. Man sieht neben Collies und Border Collies immer mehr Australian Shepherds und Appenzeller Hütehunde. Da ich immer Hütehunde bzw. Mixe aus unterschiedlichen Hütehunderassen habe und hatte, interessiert mich natürlich besonders, was die Autorin Christiane Schnepper als angemessenes Training vorschlägt.

Sehr gut gefallen hat mir, dass Schnepper darauf hinweist, dass es oft Sinn macht, „Gleiches mit Gleichem“ zu belohnen, also Bewegung mit Bewegung oder Ruhe mit Ruhe. Das bedeutet, dass der Hund in Bewegung beispielsweise mit einem Laufspiel belohnt wird oder der Hund der Ruhe üben soll, besser ruhig gestreichelt werden kann als ein Zerrspielzeug zu bekommen.

Auch ihr Hinweis, dass es für einen Hütehund keine besondere Leistung sei, hinter einem Ball herzurennen, sondern schwieriger sei ruhig zu bleiben, während ballspielende Kinder an ihm vorbei toben, ist gut und wichtig. Impulskontrolle fällt (nicht nur) manchem Hütehund extrem schwer.

Bei den Beschäftigungstipps wäre es sicher schöner gewesen, beispielsweise das Longieren nicht nur als Beschäftigungsmöglichkeit vorzustellen, sondern zu erklären, wie man es aufbauen und trainieren kann.

Konkreter wird das Buch dann zwar bei den Trainingstipps wie z. B. zum Besucher begrüßen und Nichtreagieren auf die Türklingel, aber das findet man eigentlich in jedem guten Hunderatgeber. Hier ist das Buch vielleicht für Einsteiger geeignet, interessierte Hundebesitzer finden in den Trainingstipps wenig neues.

Christiane Schnepper: Impulskontrolle für Treib- und Hütehunde. Eugen Ulmer KG, Stuttgart. ISBN 978-3-8001-0879-4

Ausflugstipps im Osnabrücker Land

Auch wenn das Wetter gerade nicht so einladend ist, habe ich die Feiertage für ein paar Ausflüge ins Osnabrücker Umland genutzt.

Meine erste Tour ging durch das Oppenweher Moor. Das Oppenweher Moor ist ein sogenanntes Hochmoor. Hochmoore entstehen, wenn sich die Vegetation der Moore nicht völlig zersetzen kann und das Torf immer höher wird. Im Oktober und November lassen sich hier viele Kraniche auf ihrem Zug in den Süden beobachten, die im Moor Rast machen. Es gibt mehrere Rundwege durch das Naturschutzgebiet, die sich aber auch im Winter lohnen.

Die zweite Tour startete in Bad Iburg und ging über den Kammweg vom kleinen Freeden (200 Meter ü. NN) durch den großen Freeden am Haasesee zurück. Das Naturschutzgebiet gehört zum Teutoburger Wald und ist eigentlich vor allem im Frühjahr während der Blüte des Lerchensporns ein beliebtes Ausflugsziel. Da viele Wege recht steinig bzw. einige geschottert sind, lässt es sich hier auch bei Matschwetter gut laufen.

Alles neu!

Nicht nur der Blog ist neu, sondern auch das Arbeitszimmer. Zum Einstieg in den neuen Blog seht ihr heute erstmal, wie es hier aussieht …

Mein Arbeitsplatz.
Hier lese ich all die Bücher …
… zum Beispiel diese hier.