Ausflugstipp: Ostfriesland mit dem Wohnmobil – Leer

Mit den warmen Temperaturen und dem Sonnenschein steigt bei mir die Sehnsucht nach Ausflügen und Reisen. Ich kann es kaum erwarten wieder mit dem Wohnmobil loszuziehen und habe deshalb einen zugegebenermaßen schon ein paar Wochen alten Ausflugstipp für euch.

Typisch Leer!

Mitten in Ostfriesland, genauer gesagt dort wo die Leda in die Ems mündet, liegt Leer. Die Kleinstadt mit heute knapp 35.000 Einwohnern kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Schon etwa 2900 vor Christi soll das heutige Gebiet an der Leda besiedelt worden sein und unter der Besetzung Napoleons gehörte Leer zunächst zu Holland und später sogar zu Frankreich. Bekannt ist Leer für seine Altstadt, fast 600 Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Auch wenn man man gerade nicht in den Teestuben und Restaurants verweilen kann, lohnen sich ein Altstadtbummel und ein Spaziergang zum Museumshafen.

Ich werde sicher nochmal vorbei schauen, wenn der Lockdown endlich vorbei ist!

Die gesamte Altstadt ist sehenwert.
Erfinderisch: Hier gibt es alles vom Buch bis zum Glühwein.

Gedanken zum Thema Pferdedecken

Es ist kalt draußen, ungewöhnlich kalt, und damit ein Anlass mich mit einem Thema zu beschäftigen, zu dem ich immer wieder Nachfragen auch von ehemaligen Physiokunden bekomme: Es geht um Pferdedecken.

Als ehemaliger Distanzreiter habe ich immer viele, viele Decken für meine Pferde besessen. Nach und auch während der Belastung auf den anstrengenden Ritten, war es nämlich immer wichtig, die doch etwas empfindlichen Araber und ihre Muskulatur warmzuhalten. So ein Distanzritt ist nämlich schnell beendet, wenn die Muskulatur des Pferdes verspannt!

Legendär ist mein Distanzritt auf der Schwäbischen Alb mit der Haflingerstute Feine: Kalter Wind und Regen ließen die teilnehmenden Araber reihenweise aus der Wertung fallen, während die brave Feine wie unter Autopilot lief: Endlich Haflingerwetter! Meine Trosser wollten mir unterwegs immer eine Regenjacke und eine Decke fürs Pony anbieten. Aber wir brauchten nichts! Mit Tempo 3,4 ist sie dann ein respektables Ergebnis für ein Robustpony gelaufen. Und auch sie bekam hinterher defintiv Deckenschutz, obwohl sie im Alltag im Offenstall keine Decke trug.

Ich halte meine Pferde normalerweise ohne Decke im Offenstall. Generell brauchen Pferde nämlich erstmal keine Decke, wenn …

  1. sie sich bei Wind und Regen unterstellen können.
  2. sie nicht geschoren sind.
  3. sie keine gesundheitlichen Einschränkungen haben.

Vorausetzung ist also, dass sie gesund sind und ein ausreichendes Winterfell bekommen. Das hat natürlich nicht nur Vorteile. Wenn man sein langhaariges Offenstallpferd sportlich reitet, wird es mit dem Winterfell schwitzen und lange brauchen, bis es trocken ist. Entweder wartet man dann recht lange oder deckt nach ein paar Stunden sogar noch einmal die Decken um. Ich persönlich versuche im Winter dementsprechend weniger anspruchsvoll zu reiten.

Wir Menschen unterschätzen die Fähigkeiten von Pferden, sich den Temperaturen anzupassen, gerne. Die Komforttemperatur von Pferden liegt laut LMU München bei -15 bis +25 Grad Celsius. Für uns ist es also schon ungemütlich kalt, für die Pferde hingegen noch in Ordnung, sofern es nicht zu nass und windig ist. Aber wenn es kälter wird, brauchen Pferde mehr Raufutter, um die Nahrung zur Wärmeproduktion zu nutzen. Das heißt, dass wir die Fütterung bei zu großer Kälte unbedingt anpassen müssen. Und natürlich müssen wir darauf achten, dass die Pferde nicht zu nass werden. Sollte es lang anhaltend regnen, kann die Thermoregulation nicht aufrecht erhalten werden. Ich decke dann kurzfristig mit Regendecken ein, die meist mit Fleece gefüttert und ohne Wattierung sind, da unsere Pferde beispielsweise an der Heuraufe meist ungeschützt stehen.

Zu viel Schnee hat zu viel Nässe und Feuchtigkeit geführt – das war Deckenwetter!

Meine Reitponystute Canela hat beim Wintereinbruch letzte Woche tatsächlich gefroren, obwohl sie eigentlich dickes Winterfell hat. Es gab so viel Schnee, dass sie durchnässt ist. Ich habe sie dann mit einer 100 Gramm Decke eingedeckt. Sie ist gut durch diese Tage gekommen, sodass ich jetzt für einen regnerischen Übergangstag noch einmal auf die fleecegefütterte Decke umsteige, bevor sie wieder ohne Jacke raus darf.

Wenn es viel regnet, decke ich auch tagsweise ein.

Aber zu einer der Fragen zurück, die mich oft erreicht: Soll man ein Pferd mit Rückenproblemen eindecken? Ja! Generell eindecken würde ich Pferde, die gesundheitliche Einschränkungen haben. Das gilt für Rückenprobleme ebenso wie für ältere Pferde, die beispielsweise im Winter keine dickere Fettschicht mehr aufbauen.

Und wie immer gilt es, das eigene Pferd einfach genau zu beobachten. Fühlt es sich noch wohl oder ist es verspannt? Steht es gar zitternd im Regen und Wind? Dann decke ich natürlich ein, robustes Offenstallpferd hin oder her …

Dumm gelaufen: Araber Narjm trug nach dem Reiten eine Abschwitzdecke im Offenstall. Den Deckenwechsel hat er dann mal selbst vorgenommen …

Buchtipp: Hope Street von Campino/ Die Toten Hosen

Ich lese ja nicht nur Pferde- und Hundebücher und so habe ich mich gefreut, dass Campino, der Sänger einer meiner Lieblingsbands Die Toten Hosen, ein Buch veröffentlicht hat. „Hope Street: Wie ich einmal englischer Meister wurde“ erschien im Oktober 2020 bei Piper.

Campino mag nicht nur Punk, sondern auch Fußball. Ausführlich beschreibt er in seinem Buch, wie er Fan des FC Liverpool wurde und die Spiele seines Clubs besucht. Ich bin selbst kein Fußballfan und konnte deshalb mit weiten Teilen des Buches nicht viel anfangen. Lesenswert waren eigentlich nur die Teile, in denen Campino seine Familiengeschichte schildert. Fühlte er sich doch früh auch zu dem Herkunftsland seiner Mutter hingezogen und besitzt mittlerweise die doppelte Staatsbürgerschaft für England und Deutschland. Campinos Text liest sich, als wenn er seine Anekdoten am Tresen bei einem Bier erzählt, kurzweilig, aber nicht besonders anspruchsvoll.

Campino: Hope Street. Wie ich einmal deutscher Meister wurde. Piper, 2020. ISBN 978-3492070508

Wer gerne mehr über die Toten Hosen lesen möchte, dem würde ich eher das Buch von Phillipo Oemke „Die Toten Hosen: Am Anfang war der Lärm“ ans Herz legen.

Phillipp Oehmke: Die Toten Hosen. Am Anfang war der Lärm. Rowohlt, 2015. ISBN 978-3499630033

Ausflugstipp: Wandern mit Hund in den Bramscher Gehn

Nein, ich war heute noch nicht wandern. Es liegt so viel Schnee, dass ich heute morgen das Gefühl hatte ich sei in Baden-Württemberg. Wir haben dort am Hang auf knapp 500 Meter Höhe gewohnt und waren recht schneesicher, das heißt, bei uns lag viel Schnee während es im Tal alles noch gut befahrbar war. Auch Easy konnte sich gut daran erinnern und wollte heute partout nicht in den Garten – wie auch? Bei einer Größe von 30 Zentimetern kann sie nur durch den Schnee hüpfen und versinkt dann in den Schneewehen … Ich habe sie heute morgen dann praktisch zu den Bäumen auf dem Spazierweg getragen. Dabei wurden wir vom fröhlich hüpfenden und bellenden Paul umkreist, ein pubertierender Hund im ersten Schnee, juhu!

Verschneiter Wald ist immer schön!

Vor ein paar Wochen hatten wir im Osnabrücker Land schon ein bisschen Schnee und sind zum Wandern in den Bramscher Gehn gefahren. In meinem Wanderführer stand nämlich, dass es dort auch bei Regenwetter wegen der Sandwege gut zu laufen sei. Ehrlich gesagt habe ich mich schon ein wenig gewundert, so sandig hatte ich das gar nicht in Erinnerung. Ich bin in der Ecke früher ein paarmal ausgeritten, der inzwischen leider verstorbene Shagya Araber eines Freundes war dort untergestellt.

Hinter mir ist eine Wiese, die ich noch als Pferdeweide kenne. Dort gab es immer unzählige Bremsen …!

Ausgangspunkt der Terra Vita Wanderung war der Parkplatz des Friedwaldes, weshalb das erste Wegstück asphaltiert ist. Also hier war es dann trocken. Der Rest des Wages war matschig, sehr matschig sogar und auch dort, wo ein bisschen Sand lag, war wirklich alles schlammig. Die Wege waren schön, teilweise wirklich idyllisch und entlang dichter Schonungen (und sehr wildreich), aber vor allem die kleine Easy hatte echt Mühe überhaupt zu laufen, so hoch türmten sich Schneematsch und Schlamm.

Ich würde den Bramscher Gehn deshalb nicht bei nassem Wetter empfehlen. Wartet lieber, bis es trockener ist, dann ist das wirklich eine schöne Ecke! Der Bramscher Gehn liegt zwischen Ueffeln und Bramsche und ist eine Aufwölbung, die in der Jurazeit entstanden ist.

An den vielen kleinen Bächen sieht man schon, dass es hier recht feucht ist.

Ausflugstipp: Nordsee mit Wohnmobil und Hund – Greetsiel

Ein Ausflugstipp im Lockdown? Echt jetzt? Im Moment ist Reisen nicht so angesagt und auch mein Wohnmobil ist im Winterschlaf, aber man kann und darf ja durchaus Ausflüge machen und die tun der Seele gut. Meine Fotos sind zwar schon ein paar Wochen alt, ich sitze nämlich etwas angeschlagen auf dem Sofa und bin bei diesem nassgrauen Wetter tatsächlich nicht unterwegs. Aber vielleicht machen die Ausflugstipps dem ein oder anderen ja doch Lust auf einen Ausflug, wenn nicht jetzt, dann im hoffentlich baldigen Frühjahr und gerne ohne Corona-Lockdown …

Der historische Hafen ist einer der größten der Region.

Greetsiel ist auf den ersten Blick ein kleines unbedeutendes Örtchen, genauer gesagt ein Ortsteil der Gemeinde Krummhörn – sorry, liebe Greetsieler. Uns zumindest hat es eher zufällig hier hin verschlagen, als wir eine nette Wanderung mit den Hunden an der Küste machen wollten. Wie manch anderer Ort an der ostfriesischen Nordseeküste ist auch Greetsiel für den Urlaub mit Hund im Sommer eher nicht geeignet, der nächste Hundestrand ist etwa 20 Kilometer entfernt in Norddeich. Aber außerhalb der Saison kann man durchaus schön wandern gehen. Auch die Deiche selbst sind für Hunde gesperrt, es gibt nur wenige Ausnahmen und an denen herrscht Leinenpflicht zum Schutz der Schafe.

Blick über die Binnenmuhde.

Die wahrscheinlich bekannteste Sehenwürdigkeit der Region Krummhörn ist der Pilsumer Leuchtturm. Den rot-gelben Leuchttrum hat Otto Walkes mit seinem Film „Otto – Der Außerfriesische“ berühmt gemacht. Nicht weniger sehenswert ist der Campener Leuchtturm, der allerdings gerade saniert wird und von einem Baugerüst verhüllt ist. Der Campener Leuchtturm ist mit über 65 Metern Höhe der höchste Leuchtturm Deutschlands. In seiner Nähe gibt es auch einen Campingplatz, der zu Corona-Zeiten natürlich geschlossen ist.

Mir hat der Greetsieler Kutterhafen sehr gut gefallen. Der mehr als 600 Jahre alte Hafen beherrbergt 25 Krabbenkutter. Rund um den Hafen herum kann man durch idyllische Altstadtgassen schlendern und für hungrige Gäste gibt es sogar ein paar Gaststätten mit Außer-Haus-Verkauf. Kleiner Tipp: Wo sich das Alte und das Neue Gretsieler Sieltief treffen gibt es eine leckere Fischbude!

Auch die Altstadtgassen sind einen Besuch wert.

Buchtipp: Spieltipps für Hunde

Der Winter ist ja die Zeit, in der man auch Indoor-Spielideen für den Hund sucht. So habe ich neben dem Objektsuchen noch nach anderen Ideen für den fast einjährigen Collie Paul gesucht und mir deshalb das Buch „Spiele & Action für ausgeglichene Hütehunde“ von Marion Albers bestellt.

Die Autorin betont zunächst ganz zurecht, dass Hütehunde (wie andere Rassen natürlich auch) die richtige Mischung aus Konzentration, Körpereinsatz, Ruhe und Action brauchen. Unter der Überschrift „Der überbeschäftigte Hund“ warnt sie ganz richtig davor, den Hund mit zu viel Action an der passenden Entspannung regelrecht zu hindern.

Ob man den Test, welcher Spieltyp der eigene Hund ist denn wirklich braucht, mag jeder für sich entscheiden. Manchen macht so eine Einordnung Spaß, ich denke eher, dass die passenden Spiele von der Mensch-Hund-Kombination abhängen – schließlich muss der Hundehalter auch mit Begeisterung bei der Sache sein. Ich kenne beispielsweise Menschen, deren Hund hätte Spaß an der Personensuche und auch das Talent dafür, aber sie selbst haben nun mal keine Lust auf das zeitintensive Training. Leider wiederholen sich die beim Test vorgeschlagenen Spielideen mit denen in der Umschlagklappe. Hier hätte ich ein paar andere Vorschläge schön gefunden, zumal es im weiteren Text durchaus tolle Ideen gibt.

Richtig gut gefällt mir das Buch dort, wo es konkrete Spielvorschläge macht: Ob Aufgaben-Gassi oder Kommando-Spiele mit Spielzeugen, die Ideen sind praxisnah beschrieben und enthalten auch wichtige Infos zum richtigen Training. Hier gibt es dann auch das, was ich eigentlich gesucht hatte: Ideen für Zuhause. Mein Paul wird also demnächst zur Haushaltshilfe: Wäsche in die Maschine bringen oder Socken ausziehen, manches von diesen Ideen kann er sicher auch später als Therapiehund einmal brauchen. Vom Öffnen der Schubladen werde ich allerdings absehen. Er ist nicht sonderlich verfressen, aber ich weiß jetzt schon, dass meine kleine Hündin Easy sich das abgucken und morgen meine Küchenschränke ausräumen würde …

Richtig gut gefallen hat mir der Spielvorschlag mit Buchstaben und Gerüchen, aber um mehr über diesen Trick zu erfahren, könnt ihr euch ja das Buch kaufen. Wer Ideen für drinnen und draußen sucht und mehr über geeignete Hundesportarten erfahren möchte, ist auf jeden Fall mit diesem Buch richtig beraten.

Marion Albers: Spiele & Action für ausgeglichene Hütehunde. Ulmer Verlag, Stuttgart, 2019. ISBN 978-3-8186-0711-1

Der Neue im Team: Mein Langhaarcollie Paul

Auf dem ein oder anderen Wanderbild ist er schon aufgetaucht, der Neue: Seit April 2020 lebt Paul bei mir, ein amerikanischer Collierüde. Eigentlich sollte mein nächster Hund ja eine Hündin sein, am liebsten in blue-merle. Allzu groß dürfte sie auch nicht werden, auch ein Sheltie wäre in Frage gekommen … Verguckt habe ich mich dann in Paul – und natürlich ist er der beste Hund, den ich hätte kriegen können! Inzwischen ist er noch nicht mal ein Jahr alt, aber schon 67 Zentimeter groß, soweit zum Thema kleiner Hund. Und weil man von seinem Junghund natürlich tausende Fotos macht, wird dieser Blogbeitrag zum Fotoalbum und ihr könnt selber sehen, wie er gewachsen ist.

Den nehme ich! Paul knappe fünf Wochen alt …
… muss dann mit 8 Wochen Hund und Katz kennenlernen!
Früh übt sich! (Ich habe das Gefühl, das hat damals besser geklappt als heute!)
Bei den ersten Restaurantbesuchen gab es Hilfe beim Ruhetraining. Easy kennt sich aus.
Aber auch Lotta kann man eindeutig vertrauen!
Paul ist schon früh mit dem Wohnmobil unterwegs – hier auf einem Hausboot in Hitzacker.
Und Paul geht wandern. Anfangs braucht er noch etwas Hilfe beim Klettern (hier im Harz).
Er lernt Autofahren …
… als Beifahrer natürlich!
Paul trifft sich immer gern mit seinem Lieblingsbruder Finlay.
Und er mag Wasser – und Strandurlaube!
Paul geht natürlich regelmäßig in die Hundeschule.
Außerdem ist er viel unterwegs. Inzwischen läuft er beim Wandern auch selbständig!
Bei jedem Wetter … (Paul mit Freund Muffin, (c) Maj-Britt Reichelt)
… und ist sowieso einfach nur toll!

Ausflugstipp: Wandern im Osnabrücker Land mit Hund – die Barenaue

Ich finde es wichtig, auch in diesen Zeiten zumindest kleine Ausflüge zu machen. Der Rahmen dessen was man zur Erholung und zum Abschalten machen kann, wird ja ohnehin immer enger – im Moment ohne Aussicht auf Lockerung. Wanderungen in Wohnortnähe sind so ziemlich das Einzige was da gerade noch übrigbleibt, deshalb werde ich euch in nächster Zeit noch öfter kleinere und größere Wanderstrecken vorschlagen.

Die Wasserburg Alt-Barenaue in Kalkriese ist ein Wanderziel, dass sich bei jedem Wetter erschließen lässt. Man ist hier überwiegend auf Straßen und Feldwegen unterwegs und deshalb ist es nicht allzu schlammig. Unangenehm ist es allenfalls bei starkem Wind, denn der pfeift ungeschützt über die flachen Felder.

Starten kann man seinen Spazierweg am Parkplatz Varusschlacht oder an der Neu-Barenaue. Das neuromanische Schloss wurde im 19. Jahrhundert erbaut und wird heute noch bewohnt. Der Weg führt dann über den Mittellandkanal zur Wasserburg Alt-Barenau über eine wunderbare sehenswerte Lindenallee. Aufgrund des moorigen Bodens weisen die Linden eine starke Schräglage auf, über die in zahlreichen Annekdoten berichtet wird. Die Alt-Barenaue wurde im 13. Jahrhundert erbaut und ist leider nur von außen zu besichtigen.

Die schiefen Linden neigen sich zum Wasser.
Die Alt-Barenaue liegt auf einer Sandinsel und ist von Wasser umgeben.

Buchtipp für Hundebesitzer: Zielobjektsuche

Kennt ihr Zielobjektsuche? Das ist eine Art der Suche, die man mit seinem Hund sehr gut zu Hause üben kann und die durch die ruhige Arbeit prima zur Auslastung geeignet ist – ohne den Hund zu sehr hochzufahren. Also ideal für junge alberne Hütehunde …

Ich hatte angefangen die Objektsuche in einer Hundeschule zu trainieren. Der Paul hat dort gelernt ein Objekt, in diesem Fall eine Holzwäscheklammer anzuzeigen. Konkret heißt das, dass er die Klammer sucht, dafür mit einem Klick belohnt wird (Verstärkerklick) und dann einen Moment später am Objekt seine Belohnung bekommt. Dadurch lernt er, sich ruhig vor das Suchobjekt zu legen und die Belohnung abzuwarten. Das hat er bisher gut verstanden, aber leider kamen wir ohne Hundeschule jetzt nicht mehr weiter.

Damit ich auch während des Lockdowns weiter mit ihm arbeiten kann, habe ich mir das Buch von Thomas und Ina Baumann zum Thema bestellt. Das ist übrigens leider nicht mehr beim Kosmos Verlag lieferbar, sodass ich es nur über amazon bestellen konnte.

Was mir an dem Buch gefällt sind die tollen Fotos, auf denen man den Ablauf der Suche gut erkennen kann. Inhaltlich finde ich den Einstieg sehr langatmig, was vielleicht daran liegen kann, dass wir diesen ja bereits mit dem Hund erarbeitet hatten. Die ersten Übungen zum Klicker gibt es auf Seite 29, aber den Einstieg in die Zielobjektsuche und das Anklickern gibt es erst ab Seite 47. Bis dahin muss man sich schon durch eine ganze Menge Theorie hindurcharbeiten. Dann gibt es aber eine Menge hilfreicher Tipps und wirklich gute Anleitungen. Richtig gut gefallen haben mir die Ideen zur ZOS in der Stadt, auch wenn ich noch nicht weiß, wie viele Übungsjahre wir wohl brauchen bis der Paul in einem Zoogeschäft zwischen Futtersäcken und anderen spannenden Gerüchen suchen kann!

Thomas und Ina Baumann: ZOS – Zielobjektsuche. Kosmos Verlag, Stuttgart, 2016. ISBN 978-3-440-15103-7