Rückruf ist bei vielen Hunden ein Thema, so auch bei Paul. Generell hört er wirklich gut, ich bin stolz darauf, dass wir vor ein paar Jahren die Begleithundeprüfung bestanden haben. Er läuft prinzipiell nicht weit voraus und ist gerne in meiner Nähe. Aber er hat Jagdtrieb und nimmt alles in der Umgebung war: Ob es ein Eichhörnchen ist, ein Kaninchen oder ein Reh, was sich etwas weiter entfernt im Gebüsch versteckt, Paul bekommt alles mit und natürlich startet er dann auch mal durch. Deshalb habe ich mir das Buch „Rufst du noch“ von Nicole Lützenkirchen mal bestellt.
Der Rückruf sitzt: Wenn der Reiz nicht zu groß ist, hört Paul super!
Zum Einstieg ins Buch betrachtet die Autorin das Verhältnis von Hundehaltern und Jägern. Da sie selbst Jägerin ist, ist ihr das wohl wichtig, für das Thema Rückruf ist das meiner Ansicht nach weniger entscheidend. Das nächste Kapitel behandelt die Sinne des Hundes und das Jagdverhalten bzw. die einzelnen Sequenzen des Jagdverhaltens. Das sind wichtige Punkte, die den Leser abholen, der hier noch nicht so gut Bescheid weiß. Bei der Aufzählung der unterschiedlichen Typen der jagenden Hunde vermisse ich allerdings den Hütehund. Auch wenn man Hüteverhalten inszwischen als eigenständigen Verhaltenskomplex betrachtet, so gibt es doch neurobiologische und motorische Überschneidungen und viele Hütehunde jagen.
Beim Retriever erwartet man Jagdtrieb: Lotta interessiert sich rassegerecht für Enten.
Das folgende Kapitel befasst sich mit dem „Revier“, damit ist das Gebiet gemeint, in dem man Spazieren geht, und teilt Wissen über die Waldbewohner. Ehrlich gesagt ist dieser Teil für das Thema des Buches meines Erachtens eher verzichtbar und so geht es leider erst am Seite 62 bzw. 68 mit dem Hundetraining los. Die Tipps und Trainingsideen, die Nicole Lützenkirchen aufzählt, sind durchweg gut und hilfreich beschrieben. Mir gefällt beispielsweise die Idee, das der Hund am Rücksack des Jägers wartet – vielleicht auch deshalb, weil meine Hunde immer gelernt haben, z. B. im Restaurant an meiner Jacke zu warten. Die Tipps zur Auslastung des (Jagd-)hundes sind prima und hätten gerne mehr Raum im Buch einnehmen dürfen. Schließlich ist Dummytraining nicht nur etwas für Retriever! Insgesamt hätte ich aufgrund des Titels mehr zum Thema Rückruf erwartet, aber vielleicht hätte mich das Titelbild auch gleich drauf bringen können – da verschwindet der Hund im Gebüsch …
Lützenkirchen, Nicole: Rufst du noch? Kosmos Verlag, Stuttgart, 2021. 978-3-440-16804-2
Bei Brot bevorzuge ich Dinkelmehl oder Mischungen mit Dinkelmehl. Glutenfreies Brot hingegen schmeckt mir von der Konsistenz her nicht so gut und Sauerteige vertrage ich nicht. Deshalb hier nun ein sehr gut verträgliches (zumindest für mich, bitte vorsichtig testen, ob du es auch verträgst) Dinkelmischbrot mit extra kurzer Teigführung.
Zutaten:
300 g Dinkelmehl (ich nehme 1050er)
120 g Reismehl
80 g Hafermehl
1 Päckchen Trockenhefe (7 g)
2 TL Salz
1 TL Honig
2 EL Olivenöl oder Rapsöl
390–410 ml warmes Wasser (handwarm)
1 EL Sonnenblumenkerne
1 EL Kürbiskerne
Den Teig zusammenrühren, aber Achtung, Dinkelmehl nicht „überrühren“, sonst wird das Brot zu fest. Den Teig abgedeckt etwa 30-40 Minuten gehen lassen. Nicht zu lange, damit sich nicht so viel Histamin bildet.
Anschließend falte ich den Teig und lege ihn in die Backform. Gerne nutze ich eine aus Silikon. Ist sie aus Metall, dann lege ich sie mit Backpapier aus. Dort lasse ich das Brot nochmal etwa 20 Minuten gehen. Währendessen heize ich den Backofen vor: Zunächst das Brot 10 Minuten bei 220 Grad Ober- und Unterhitze backen, dann die Hitze reduzieren und etwa 30 Minuten bei 200 Grad fertig backen.
Dieses Brot bleibt durch das Reis- und Hafermehl auch morgen noch weich, entwickelt keine Nachsäuerung und ist deshalb ideal bei Histaminintoleranz und Mastzellproblemen.
Einziger Nachteil dieses leckeren Brotes ist, dass ich immer viel zu viel davon esse 😀
Danke für eure vielen lieben Rückmeldungen zum Blockbeitrag über unsere Norwegenreise im letzten Sommer. Einige von euch haben nach meiner genutzten Reiseliteratur gefragt. Ein paar Titel hatte ich euch ja schon vorgestellt, gerade für Wohnmobilreisende gibt es in diesen beiden Büchern ein paar gute Tipps für eine Rundreise:
Ich finde ein Wohnmobil ideal, um Norwegen zu entdecken. Mit dem Wohnwagen wären mir die Straßen zu schwierig und ein Wohnmobil ermöglicht auch individuelle Routen und Übernachtungen. Aber auch andere Reisende können mit diesen Büchern Ideen für eine Tour entdecken, da hier die üblichen Highlights aufgelistet sind.
Ein Wohnmobil ist ideal, um Norwegen zu entdecken.
Spannende Rundreisen werden auch in dem Dumont Reise-Handbuch Norwegen vorgeschlagen. Generell bietet der Band von Michael Möbius und Annette Ster einen guten Überblick: Natur, Umwelt, Wirtschaft, Soziales und Politik und vieles mehr werden ebenso ausgeführt wie die wichtigsten Reiseinfos. Man bekommt einen guten Einblick in das Land Norwegen, seine Struktur und seine Bewohner.
Der Weg nach Norwegen führt oft über eine Fähre.
Besonders gut gefallen mir die Infos über die einzelnen Regionen in diesem Reiseführer. Die Struktur ist übersichtlich und man findet wissenswertes zu der Region, die man bereisen möchte oder in der man sich befindet. Nicht nur die üblichen Sehenswürdigkeiten, die man in jedem Norwegen Reiseführer findet, sondern auch weitere attraktive Plätze, Gebäude, Wanderungen und Aussichtspunkte werden von den beiden AutorInnen vorgestellt.
In Gjendeosen am Gjendesee: Auch ohne die berühmte Wanderung über den Bessengrad einen Besuch wert und mit dem Bus ab Reinsvangen gut zu erreichen.
Die Vorschläge, die unter „Aktiv“ als Wanderungen oder Fahrradtouren angegeben werden, finde ich sehr anregend und vielfältig. Zudem werden immer wieder Hintergrundinformationen eingestreut, ob über Vogelfelsen oder die Besetzung Norwegens durch die Nazis. Kleine Detailkarten im Band erleichtern die Übersicht über die Regionen, die man sonst schnell aufgrund der Fülle der Informationen vielleicht verlieren würde, und werden ergänzt durch Pläne der größeren Städte.
Auf 463 Seiten gibt es ausreichend Informationen über alle Regionen.
Die AutorInnen Möbius und Ster haben wirklich eine Menge Infos über das ganze Land zusammengetragen, auch über kleinere entlegene Orten. Zu vielen Aktivitäten gibt es Preisangaben oder Websites, auf denen man selbst nachsehen kann, wenn man noch Informationen braucht. Die Fülle an Hintergrundwissen ist wirklich toll, sodass ich diesen Titel wirklich guten Gewissens empfehlen kann.
Muffins sind eine super Alternative zu Süßigkeiten (die ich tatsächlich gar nicht mehr esse bzw. essen kann) und deshalb backe ich gerne zwischendurch ein paar verträgliche Muffins. Diese hier funktionieren super vegan und glutenfrei. Wer möchte, kann natürlich den Zucker ersetzen. Ich mag diese Zuckeraustauschstoffe nicht so gern, deshalb nehme ich einfach dunklen Rohrzucker.
Zutaten:
300 g glutenfreie Mehlmischung von Schär
½ TL Weinstein Backpulver
120 g Rohrzucker
1 TL Vanillezucker (uns ist es auch ohne süß genug …)
60 g Kokosraspeln
250 ml Kokosmilch
1 mittelgroßer Apfel, mit Schale grob gerieben
Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Mehl, Backpulver, Zucker, und Kokosraspeln vermischen, Kokosmilch dazugeben und zu einem glatten Teig verrühren. Geriebenen Apfel vorsichtig unterheben.
9 Muffinförmchen füllen, 30–35 Minuten backen.
Leckere Zwischenmahlzeit für den Heißhunger auf Süßes. Das Rezept reicht für 9 Muffins, einen musste ich gleich probieren 🙂
Dieses Jahr haben wir uns einen Traum erfüllt: eine Reise mit dem Wohnmobil nach Norwegen. Während der Planung hatte ich echt Sorge, dass ich das alles nicht schaffe, da es mir 2025 eher schlechter ging als letztes Jahr. Die Mastzellerkrankung (MCAS) ist progredient, ME/CFS steht im Raum, eine genetische Muskelerkrankung ist unklar und die Schilddrüsenautoimmunerkrankung Morbus Basedow war auch aktiv. Bei all der Sorge siegte die Neugier auf Norwegen und ehrlich gesagt kann ich im Wohnmobil ja genauso rumliegen, wie ich das Zuhause auch oft muss. Aber das kühlere Klima hat mir gut getan und ich habe die Urlaubstage mit viel Pacing und Ausruhen relativ gut überstanden.
Mein Mann Jens hatte dieses Jahr drei Wochen Urlaub und so sind wir ganz entspannt über Dänemark Richtung Norwegen gestartet. Wir fahren täglich nicht mehr als 200-300 Kilometer, sodass meine Mastzellen anschließend ausreichend Zeit zur Beruhigung haben. Mein Essen habe ich größtenteils dabei, sodass ich eigentlich nur Obst und Gemüse frisch dazu kaufen muss. So gehe ich bei der Ernährung kein Risiko ein.
Bewusst haben wir die Fähre von Hirtshals nach Kristiansund gewählt, die Fahrt ist kurz und ich habe sie als stressfrei für mich und die Hunde empfunden.
Norwegen in Sicht!
An Norwegens Südküste haben wir natürlich den berühmten Südkap besucht, das Lindesness Fyr. Die Anfahrt ist etwas mühsam und man landet nach der Fahrt erstmal auf einem überfüllten Parkplatz. Ich konnte dann gar nicht zum berühmten Leuchtturm gelangen, da der Weg dorthin über viele Treppen führt und es keine behindertengerechte Alternative gab.
Wir haben uns eine Zwischenübernachtung an einem kleinen Fjord gesucht und sind weiter nach Stavanger. Ein entzückender Ort, der eine tolle Altstadt hat. Die kurze Stadtbesichtigung war wunderschön. Nach einer unspektakulären Übernachtung am Stadtrand sind wir an den atemberaubenden Lysefjord gefahren.
Stavanger ist wirklich süß!Was für ein Ausblick!
Der Lysefjord ist über 40 km lang und seine Felswände sind bis zu 1000 Meter hoch. Jens hat mich eine kleine Seitenstraße am nahezu uferlosen Fjord entlangkutschiert – mit unvergleichlichen Aussichten!
Auf der Weiterfahrt hat uns das typisch nasse Norwegenwetter erwischt. Teilweise fuhren wir direkt an den Wasserfällen vorbei, von allen Bergen floss das Wasser und wir konnten zahlreiche Wasserfälle an und auf den Straßen bewundern.
Wasser von allen Seiten. Auch über die Straßen liefen die Wasserfälle.Wasser gibt es in Norwegen auf jeden Fall genug. Hier auf der traditionellen Route durchs Suldal.
Zum Pacen war das Wetter natürlich super. Aber ehrlich gesagt ist es auch ein bisschen nervig, nach jedem Verlassen des Wohnmobils klatschnasse Hunde zu haben. Zum Glück hatten wir ausreichend Regenklamotten dabei und die Heizung im Womo hat alles immer zuverlässig wieder getrocknet.
Regenpause in Sande. Zeit zum Lüften!
Nach einer Zwischenübernachtung direkt am Fjord in Sand sind wir durchs Oddatal gefahren – im Gegensatz zu den anderen Touristen brauchen wir auch nicht am Latefossen anhalten, wir hatten bis dahin schon genug Wasserfälle gesehen.
Latefossen – im Vorbeifahren.
Wasserfälle hatten wir schon genug und Odda hat uns auch nicht gefallen, zu touristisch, sodass wir etwas nödlich am Sorfjord einen kleinen Campingplatz aufgesucht haben. Es hat schon etwas faszinierendes in den Obstbaumwiesen zu stehen und auf den Gipfeln Schnee zu sehen!
Paul am malerischen Sorfjord.
Unsere Route führte uns weiter nach Eidfjord. Bei den Massen, die dort durch den Ort geströmt sind, konnten wir nur weiterfahren. An der nächsten Sehenswürdigkeit, dem gigantischen Voringfossen, war es auch recht voll, aber dennoch einen Besuch wert: 182 Meter tief stürzt das Wasser von der Hardangervidda Hochebene in das Måbøtal.
Malerisches Eidfjord mit einem Kreuzfahrtgiganten …Der Voringfossen. Einfach nur zum Staunen!Regenbogen über der Hardangervidda.
Übernachtet haben wir dann auf der Hardangervidda an einem Stausee. Malerischer geht es fast nicht mehr.
Wir haben nur kurze Spaziergänge gemacht, aber die Hardangervidda ist bekannt als Wanderparadies!
Über sehenswerte Touristenrouten und malerische Plätze zum Freistehen ging es für uns weiter Richtung Jotunheimen Nationalpark. Schneebedeckte, imposante Berge, idyllische Parkplätze an jeder zweiten Kurve – wir sind aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen und haben direkt vor Ort übernachtet. Auf der Hochebene haben uns nachts Rentierherden besucht. Was für ein Erlebnis!
Wenige Schritte vom Auto entfernt: diese Weite ist unbeschreiblich!Immer die schneebedeckten Berge im Hintergrund.Die Rentiere am Bach, an dem gerade noch unsere Hunde gespielt haben – vom Camper aus fotografiert!
Natürlich mussten wir an einem der nächsten Highlights einen Stopp machen: Die Route Valdresflye führt am smaragdgrünen See Gjende vorbei. Viele Wanderer starten hier die berühmte Wanderung über den Besseggen-Grat. Wir wollten zumindest den See bestaunen, zu dem uns Touristenbus mitgenommen hat.
Ja, am Gjendesee war es kalt.Und trotzdem konnten wir anschließend am nächsten See freistehen und gemütlich draußen sitzen. So mag ich Camperleben!
So wechselhaft wie die Landschaft war auch unser Wetter. Wenige Kilometer weiter konnte man abseits der Touristenströme in der Sonne sitzen.
Unsere Begeisterung für die Landschaft bestimmte den weiteren Weg. Trotz des mäßigen Wetters beschlossen wir, den Sognefjellsvegen zu nehmen. Der höchste Pass Nordeuropas (1434 Meter) bietet spektakuläre Ausblicke auf die Gletscherwelt. Wir sind in Lom im Osten gestartet und bis Gaupne am Sognefjord im Westen gefahren. Etwas abseits des Sognefjellsvegen, einer der ältesten Verbindungen von West- und Ost-Norwegen, haben wir auf einem kleinen Parkplatz im Nebel übernachtet und wurden morgens mit einer spektakulären Aussicht belohnt.
Ob Paul auch die Aussicht genießt?
Da die Gletscher auf der Route nur aus der Ferne zu bestaunen waren, musste ich unbedingt noch etwas näher heran. Das ist natürlich nicht ganz so einfach, wenn man nicht kilometerweit laufen kann und so haben wir uns für einen Ausläufer des Jostedalsbreen entschieden. Der Supphellebreen in der Nähe Dorfes Fjærland ist ein Seitenarm des Hauptgletschers Jostedalsbreen und ist gut mit dem Auto zu erreichen – zumindest wenn man immer weiter fährt, auch wenn die Straße nicht den Eindruck macht, eine offizielle Route zu sein … Aber so haben wir einen Parkplatz gefunden, von dem aus man die Gletscherzunge gut sehen konnte.
Diese Farbe ist einfach unglaublich! Und nein, da ist kein Filter drüber gelegt.
Das Wetter war uns dann etwas gnädiger gesonnen und wir sind über das Hemsedal langsam wieder südlicher gefahren.
Ein Land voller Wasser …… und Berge!
Zunächst hatten wir die Idee uns Oslo anzusehen, weil ich gerne einmal ins Munch Museum gehen würde, aber die Stellplätze in der Stadt sind alle viel zu weit davon weg. Natürlich haben wir versucht einen Parkplatz in der Nähe zu bekommen, meist haben wir ja Glück, sodass ich nicht weit laufen muss, aber das hat leider nicht geklappt. So sind wir dann weiter an die Westküste Schwedens gefahren, um in der letzten Urlaubswoche einfach ein bisschen in der Sonne sitzen zu können.
So gehts 🙂Auch das ist Camping: selbstgemachte glutenfreie Apfelmuffins.Die beiden weltbesten Urlaubshunde, die sich tapfer überall hinkutschieren lassen und eigentlich alles toll finden – naja, zumindest Lotta findet es überall schön.Mitten in der Nacht am Ende einer wunderbaren Reise mit dem wohl teuersten Kaffee meines bisherigen Lebens auf der Fähre mit dem weltbesten Ehemann, der diese Fahrt erst möglich gemacht hat!
Mit meinem Bericht möchte ich anderen Betroffenen Mut machen, dass man trotz der großen Probleme mit MCAS (und anderen Erkrankungen) im Alltag noch reisen kann. Natürlich ist das mit Einschränkungen verbunden und klappt bei mir beispielsweise nur, weil mein Mann uns fährt und alles rund um die Alltagsversorgung übernimmt. Ich habe es auch schon erlebt, dass mich die Fahrt in den Urlaub überfordert hat und ich dann richtig flach lag, aber andererseits ist es für mich angenehmer im Sommer in Skandinavien zu sein als bei 30 Grad zu Hause – Hitze ist für meine Erkrankung ein starker Trigger. Ich finde es zwar traurig, keine tollen Wanderungen machen zu können, zumal ich wirklich gerne mit den Hunden am Strand oder in den Bergen unterwegs war, aber ich versuche zu genießen, dass ich an diesen schönen Orten sein kann – und hoffe, andere können das auch.
Ich schreibe das hier nicht, weil ich Mitleid möchte oder jammern will, sondern um Mut zu machen, dass es klappen kann, etwas so schönes zu erleben!
Ich habe für diesen Mürbeteig eine glutenfreie Mischung zusammengestellt, die herzhaft schmeckt und für mich gut verträglich ist. Wenn du empfindlich auf Buchweizen reagierst, ersetze das Buchweizenmehl durch Hirsemehl.
Die Füllung dickt auch ohne Ei an, wird aber nicht ganz so fest. Ich habe Stärke und Flohsamen einzeln angerührt und erst kurz vor dem Backen beide zur Hafersahne gegeben.
Glutenfreier Mürbeteig:
Zutaten (für eine 26 cm Quicheform):
100 g Reismehl
80 g Hirsemehl oder Buchweizenmehl
70 g Maisstärke oder Kartoffelstärke
½ TL Kräutersalz
½ TL Flohsamenschalenpulver (optional, für bessere Bindung)
100 g kalte vegane Margarine oder Pflanzenfett
3–4 EL kaltes Wasser
Mehle, Stärke, Salz und Flohsamenschalen in einer Schüssel mischen.
Margarine in Stücken zugeben und mit den Händen oder Knethaken zu einer krümeligen Masse verreiben.
Nach und nach Wasser einarbeiten, bis der Teig gerade so zusammenhält (er soll nicht klebrig sein).
Den Teig zu einer Kugel formen, in Folie oder ein Bienenwachstuch wickeln und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Anschließend den Teig zwischen Backpapier ausrollen und in die Quicheform legen (oder direkt hineindrücken).
Den Boden bei 180 °C ca. 12–15 Min. vorbacken.
Ich habe für die Füllung einen kleinen Blumenkohl und ein Bund Mangold ausgewählt. Prinzipiell passt aber alles verträgliche Gemüse in eine Quiche.
Zutaten für die Füllung:
Blumenkohl (leicht vorgaren, z. B. 5 min dämpfen)
1 Bund Mangold (etwas anbraten und durchziehen lassen)
Hafersahne (ca. 200 ml)
2–3 EL Stärke (angerührt)
1 TL Flohsamenschalen (optional)
Salz, Pfeffer, Muskat, Kräuter nach Verträglichkeit
Ich habe den Blumenkohl in Röschen geteilt und ein paar Minuten vorgegart. Den Mangold putzen und leicht anbraten, mit Paprika würzen und durchziehen lassen. Stärke und Flohsamenschalen anrühren und mit der gewürzten Hafersahne vermischen und über das Gemüse geben. Wir haben noch veganen Reibekäse über die Quiche gestreut und das Ganze ca. 45 Min bei 180 °C gebacken.
Die Quiche mit der Hafersahne sieht schon ohne den Käse super lecker aus!
Ich probiere ja gerade aus, ob mir die glutenfreie Ernährung gesundheitliche Verbesserungen bringt, weshalb ich dieses Mal mit dem glutenfreien Mehl von Schär backe. Manchmal probiere ich auch eigenen Mischungen, aber hier habe ich ein fertiges Mehl verwendet. Wenn du Dinkel verträgst, kannst du den Kuchen auch mit Dinkelmehl backen.
Das Rezept ist super einfach und schnell zu backen. Du kannst Teile der Kokosmilch durch die leichtere Variante von Milchersatz auf Kokosbasis ersetzen. Ich mache das gerne, denn die kleinen Packungen reiner Kokosmilch enthalten oft nur 200 ml.
Zutaten:
300g Schär Mix Mehl für Kuchen und Kekse (Maisstärke, Maismehl, Reismehl, Linsenmehl, modifizierte Tapiokastärke, Verdickungsmittel: Guarkernmehl)
1½ TL Weinstein Backpulver
150 g Rohrzucker
6 EL Kokosraspeln
1 TL Vanillezucker
300 ml Kokosmilch
Trockene Zutaten mischen, dann Kokosmilch hinzufügen und gut verrühren. Den Teig in eine gefettete Kastenform füllen und bei 175°C etwa 45 Minuten backen. Kuchen nach dem Backen kurz abkühlen lassen und vorsichtig aus der Form nehmen.
Der schnelle Kokoskuchen bleibt etwa zwei Tage frisch.
Im Frühsommer habe ich meine Eltern nach Dangast begleitet und was liegt da näher, als sich einen Reiseführer für die Region anzusehen. Wir kennen uns dort natürlich gut aus, aber umso schöner ist es ja, vielleicht noch etwas Neues zu entdecken.
Der Band ist nach Regionen aufgeteilt, vom Westen mit Emden und Borkum bis nach Friesland und Wilhelmshaven im Osten. Zu jeder Region gibt es eine Übersicht „Auf einen Blick“, „Highlight-Touren“, „Mehr erleben“ und „Lokale Spezialitäten“.
Das Layout ist magazinmäßig, modern und super übersichtlich und es lässt sich mit einem Blick erfassen, wie lang beispielsweise die vorgeschlagenen Touren sind.
Ob man es immer praktisch findet, erst unter den Highlights etwas zu einem Ort zu finden und dann wieder unter den Erlebnissen lasse ich mal offen. Ich persönlich finde diese Struktur etwas verworren. Aber das liegt natürlich am Reihenkonzept dieses Reiseführers und nicht am Wissen der Autorin Maria Berentzen, die sich in der Region hervorragend auskennt und eine Menge Ausflugstipps auf Lager hat. Aktivitäten im und am Wasser finden sich hier ebenso wie Radtouren und Naturerlebnisse. Die Tracks lassen sich natürlich downloaden.
Vielleicht nicht unbedingt ein Geheimtipp, aber definitiv wunderschön: Sonnenuntergang in Dangast.
Ich habe auch tatsächlich noch Highlights und Aktivitäten gefunden, die ich in Ostfriesland noch nicht kannte … nicht nur deshalb finde ich diesen Reiseführer durchaus empfehlenswert.
Maria Berentzen: MARCO POLO OUTDOOR GUIDE Reiseführer Ostfriesland & Ostfriesische Inseln: Mit rund 150 Outdoor-Erlebnissen für alle, die am liebsten draußen sind. MAIRDUMONT, Ostfildern, 2025. 978-3575021687
Mangold haben wir im Sommer im Garten, weshalb wir den eigentlich in allen Variationen essen.
Zutaten (für 2 Portionen):
120 g Basmati-Reis
1 kleine weiße Zwiebel
1 rote Paprika
150–200 g frischer Mangold
150 ml Hafer-Sahne
1 TL Paprikapulver
1–2 EL Olivenöl oder Rapsöl
1 Prise Kräutersalz
1/2 TL Gemüsebrühe
Zubereitung:
Basmati-Reis gründlich waschen, dann mit der doppelten Menge Wasser und etwas Salz zum Kochen bringen. Zugedeckt bei kleiner Hitze ca. 12–15 Minuten garen, bis das Wasser aufgesogen ist.
Währendessen das Gemüse vorbereiten: Zwiebel fein würfeln, Paprika entkernen und in Streifen oder kleine Stücke schneiden, Mangold waschen, grobe Stiele entfernen oder fein hacken, Blätter grob zerkleinern.
Zuerst dünste ich die Zwiebeln in Paprikapulver, gebe dann die Paprika und die klein geschnittenen Mangoldstiele dazu. Nach etwa 5 Minuten kommen die Blätter hinzu, die ich mit Gemüsebrühe bestreue und mit aufgelegtem Deckel garen lasse.
Wenn alles fertig ist, lösche ich das Gemüse mit Hafer-Sahne ab. Je nach Geschmack würze ich noch mit Paprika nach oder gebe ein paar Kräuter hinzu. Den heißen Reis auf Tellern anrichten und das Gemüse mit Sauce darübergeben.
Die Gemüsepfanne mit Reis ist sommerlich leicht und histaminarm.
Für diese Muffins verwende ich die fertige Mischung von Schär. Der „Mehl-Mix universal“ enthält Maisstärke, Reismehl, Sorghummehl, Reisstärke, Dextrose, Flohsamenschalen (Plantago Psyllium), Erbsenprotein, Verdickungsmittel: Hydroxypropylmethylcellulose und Salz. Deshalb gebe ich bei diesem Rezept keine Prise Salz hinzu. Flohsamenschalen habe ich trotzdem dazu gegeben, da mir die Muffins sonst zu bröselig werden. Auch auf das Ei verzichte ich hier nicht, der Teig hat mir sonst zu wenig Bindung.
In der Testphase backe ich zunächst nur 6 Muffins.
Zutaten für 6 Muffins:
100 Gramm Mehlmischung von Schär
1 Ei
50 ml Rapsöl
1,5–2 EL Reissirup
1 geriebener Apfel
½ TL Weinstein-Backpulver
½ EL Flohsamenschalen (für bessere Bindung)
Zubereitung:
Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Den Apfel fein reiben (nicht stehen lassen, sonst oxidiert er).
Ei, Öl und Sirup in einer Schüssel verrühren. Apfel untermischen.
In einer zweiten Schüssel Mehl, Backpulver und Flohsamenschalen mischen.
Teig gleichmäßig auf die 6 Muffinförmchen verteilen. 25–30 Minuten backen.