Der letzte Roadtrip – Dänemark 2022

Ein paar Tage ist er schon her, unser Roadtrip nach Dänemark, und warum er der vorerst letzte Roadtrip ist, das werde ich euch im Laufe der nächsten Beiträge verraten. Aber zunächst einmal von vorne.

Begonnen haben wir unsere Rundreise mit der südlichsten Insel im Westen Dänemarks auf Rømø. Der breite Sandstrand, der sich an zwei Stellen mit dem Auto oder Wohnmobil befahren lässt, ist ja quasi Kult, sodass wir dort auch unbedingt Station machen mussten. Da es etwas kühler war, war gar nicht so viel los und man konnte wirklich fast ungestört über die herrliche Weite blicken.

Das Wohnmobil als Windschutz, das Meer im Rücken – so würde ich gern öfter Mittagessen!
Willkommen in Dänemark! Was für ein Strand!

Weil uns der oft gelobte und deshalb auch von uns geplante Stellplatz auf Rømø uns wirklich so gar nicht gefallen hat, dort stehen Hunderte von Wohnmobilen auf Schotterplätzen in der Runde geparkt, sind wir weiter bis Ribe gefahren. Ribe ist eine niedliche Kleinstadt mit großer Geschichte.

Die älteste Stadt Dänemarks war einmal ein bedeutender Nordseehafen und der erste Bischofssitz Dänemarks. Die Altstadt Ribes habe ich erst vor ein paar Tagen im Fernsehen wiedergesehen – im Krima „Rauhnächte“ in der ARD.

Die Altstadt ist sehr gut erhalten und absolut sehenswert.
Viele Besucher sind am Wochenende in Ribe unterwegs – und die „Sitz-bleib-Übung“ für Paul war recht schwer.
Ribe liegt fünf Kilometer weit im Landesinnern, weshalb die Waren früher mit kleinen Schiffen in den Hafen transportiert wurden.

In Ribe gibt es einen kostenlosen Wohnmobil-Stellplatz, der natürlich hoffnungslos überlaufen war. Wir haben durch Zufall, als wir illegal auf dem gegenüberliegenden Parkplatz standen, mitbekommen, dass ein Platz frei wurde und sind schnell rübergehuscht. Leider ist Wildcampen in Dänemark nämlich nicht erlaubt, was die Suche nach Schlafplätzen natürlich etwas komplizierter gemacht hat als letztes Jahr in Schweden. Aber dazu in den nächsten Tagen mehr …

Produkttest Croozer Dog Bruuno

Ich hatte euch ja versprochen, dass der Croozer Dog Bruuno weiter getestet wird. Da ich im Moment wenig Fahrrad fahre, steigt jetzt Pauls Bruder Finlay in den Hänger. Zur Zeit macht er gerade Urlaub und nutzt den Hundeanhänger beim Radwandern mit seiner Familie. Wir werden erfahren, wie sich der Hänger beim Transport und auf der Langstrecke bewährt.

Finlay ist ein erfahrener Beifahrer, bisher war er viel mit einem Trixie-Hundeanhänger unterwegs. Ich bin gespannt, wie es ihm im Croozer Dog Bruuno ergeht.

Sommerhitze

Wie habt ihr die letzten heißen Tage überstanden? Bei uns waren ja über 30 Grad angekündigt, also haben wir das Wohnmobil genommen und sind an die Nordsee gefahren: einen Tag nach Dangast, wo es einfach nicht so heiß ist!

Ein Schattenplatz!
Lieblingsplatz: Blick vom Alten Kurhaus ins Watt!
Mit dem Lieblingsbruder unterwegs!
Irgendwann war sogar Wasser da!
Was für ein schöner Tag!

Unsere Hochzeit

Ja, ihr habt richtig gelesen, ich habe geheiratet. Nachdem wir ein paar wirklich schwierige Jahre mit vorübergehender Trennung hatten, haben Jens und ich uns wieder zusammengerauft und so kam irgendwann die Idee uns jetzt doch mal zu trauen. Ich wollte unbedingt am Meer heiraten, was für uns Reisende, die wir so gern unterwegs sind, auch passend ist. Die Wahl fiel auf das Feuerschiff Elbe 1 in Cuxhaven am Pier „Alte Liebe“ (wie passend!). Das Feuerschiff ist bereits x-mal gerammt worden und nicht untergegangen, auch diese Symbolik erschien uns passend … Den Rest seht jetzt selbst.

Alle Fotos hat Wladimir Hoffart gemacht, der das Shooting sehr professionell begleitet hat – und sicher ein wenig verzweifelt ist mit diesem so wenig typischen Brautpaar mit den drei Hunden. Danke für deine Geduld, Wladimir! https://www.foto-hoffart.de/

Die standesamtliche Trauung in der Offiziersmesse. Unsere Eltern konnten uns begleiten und auch die Hunde liegen alle drei irgendwo im Raum verteilt.
Aussicht an Deck der Elbe 1. Wohin uns unser Weg wohl noch führen wird?
Ich wollte gerne ein Strandshooting mit den Hunden. Danke dafür, dass ihr alle so gut durchgehalten habt! (Easy hat sich mit den Eltern eine Auszeit genommen.)
Nun aber alle zusammen! Just Married!

Produkttest

Ich schulde euch ja noch die Updates zu den Produkttests vom letzten Jahr.

Da ist zum einen der Kurgo Hunderucksack, der sich bei uns nicht bewährt hat. Easy wurde zu sehr durchgeschüttelt, ich konnte mich kaum nach Paul bücken, ohne dass sie ins Rutschen kam. Vielleicht war sie einfach zu klein für diesen Rucksack?

Easy mit ihren 5 Kilogramm kann nicht so gut aus dem Rucksack gucken.

Im Moment testen wir deshalb eine Tasche, die sie super bequem findet. Sie klettert gerne rein und kann problemlos vorne aus der Tasche schauen. Der Boden ist schön fest, sodass sie ausreichend Halt hat.

Mir wird die Tasche allerdings auf Dauer zu schwer zum Tragen, weil man sie ja nur einseitig auf der Schulter trägt. Wir werden sehen, wie sich das entwickelt oder was wir für Alternativen finden.

Da sieht Easy richtig müde aus – und sie war froh, in die Tasche klettern zu können!
Gut, dass ich die anderen beiden nicht auch noch tragen muss …!

Und dann ist da noch der Hundeanhänger von Croozer, nach dem mich jetzt viele gefragt haben. Ich fahre ja im Moment wegen meiner Knieprobleme kein Rad, deshalb habe ich den Hänger nicht weiter getestet. Damit der Croozer Bruuno nicht weiter ungenutzt im Keller steht, habe ich ihn jetzt an meine Freundin Jutta mit ihrem Collie Finlay verliehen. Finlay ist erfahrener Hängerbeifahrer. Er wird den Croozer weiter für euch testen und wir werden hier berichten!

Im Moment fahren Paul und ich nicht Fahrrad, deshalb haben wir den Croozer zum weiteren Testen verliehen.

Aber eine kann ich euch schon mal verraten: Das Zusammenklappen des Hängers, um ihn im Auto zu verstauen ging problemlos und war quasi wirklich einfach. Darüber habe ich mich echt gefreut!

Paul und Lotta

Zu den Bildern vom Shooting in Hooksiel gehören auch noch ein paar Lauffotos von Paul und Lotta, die ich unbedingt haben wollte. Der Paul sieht einfach unglaublich elegant aus, wenn er Gas gibt oder was meint ihr?

Alle Fotos wieder von https://www.jessica-quatmann.de/

Pauls Freundin Lotta stammt übrigens aus der Zucht von Familie Wagemann: https://www.golden-retriever-wagemann.de/ Lotta sieht aus wie ihre Mutter Sannie!

Mein absolutes Lieblingsbild!
Die beiden Quatschköpfe! Wer ist schneller?
Er kann nicht anders – Paul muss zum spielerischen Angriff übergehen.
Hier fixiert Lotta einen kleinen Stock, zum Glück keine Möwen in Sicht!

Ausflugstipp: Emsland

Habt ihr schon unsere Wohnmobiltouren vermisst? Ich auf alle Fälle! Der kleine Kastenwagen stand für meinen Geschmack viel zu viel rum, also musste ich unbedingt los. Nachdem wir beim letzten Mal in meiner „alten Heimat“ Ostwestfalen waren, haben wir uns dieses Mal ins Emsland aufgemacht. Die Familie meiner Mutter kommt hier her und ich war natürlich als Kind ebenfalls oft auf Verwandtenbesuch. Damals habe ich vor allem die Tiere auf dem Hof der Verwandtschaft geliebt, heute wollte ich mir mal die Städte etwas genauer ansehen.

Papenburg wird als das Venedig des Norden bezeichnet, sodass wir uns die zweitgrößte Stadt des Emslands für unseren Wochenendtrip ausgesucht haben.

Vor allem rund um den Hauptkanal gibt es viele kleine Geschäfte, erfreuliche Abwechslung zu den in anderen Städten üblichen Ketten. Teilweise waren an diesem Wochenende auch kleine Stände mit Kunsthandwerk oder Kinderhüpfburgen aufgebaut – für uns was zu shoppen und für die Hunde eine ganze Menge Trainingsmöglichkeiten …

Am Hauptkanal liegt die Einkaufsmeile mit netten Cafes und Restaurants.
Mir hat die beschauliche Innenstadt mit den kleinen Brücken und den historischen Schiffen sehr gut gefallen.
Idyllisch: der Papenburger Sielkanal.
Der ehemalige Hafenkran blieb an den Kulturhallen an der alten Werft als Denkmal erhalten.
Die 1888 erbaute Meyers Mühle ist eine typische Holländer Windmühle.
Pause am Wohnmobil: Kaffee und Kuchen für die Menschen.

Übernachten wollten wir außerhalb der Stadt. Leider war der von uns geplante Stellplatz an der Ems in Haren komplett überfüllt, sodass wir erstmal weiter gefahren sind und an einem Picknickplatz Rast gemacht haben. Die Ems war auch hier idyllisch, aber für meinen Geschmack standen wir einfach zu dicht an der Straße. Fündig geworden sind wir dann etwas weiter südlich, wo wir am Waldrand stehen konnten.

Die übervollen Stellplätze sind inzwischen wirklich öfter ein Manko bei diesen Ausflügen. Es wird schwieriger irgendwo spontan zu übernachten, weil oft alle Plätze besetzt sind. Die Suche nach autark möglichen Freistehplätzen wird gleichzeitig auch nicht leichter. Ich bin gespannt, wie sich dieser Trand entwickelt und überlege ernsthaft für den Sommerurlaub (Hauptsaison!) Campingplätze vorzubuchen.

Auch hier war die Ems in der Nähe, aber Paul hat der Wald mit den Buddellöchern besser gefallen!

Collie Paul

Mein Amerikanischer Colliebub Paul ist nun gute zwei Jahre alt und hat sich zu einem stattlichen Rüden entwickelt. Für meinen Geschmack hätte er zwar etwas kleiner bleiben können, aber mit seinen 72 Zentimetern ist er tatsächlich so groß geworden wie sein Vater.

Letzten Monat hatten wir ein tolles Fotoshooting an der Nordsee in einem meiner Lieblingsorte, am Strand von Hooksiel. Jessica Quatmann hat den Termin wunderbar locker und angenehm gestaltet – bei Tierfotografie keine Selbstverständlichkeit – und absolut bezaubernde Fotos geschaffen.

https://www.jessica-quatmann.de/

Ausflugstipp: Externsteine

Während wir auf die Ankunft des kleines Dakota gewartet haben, konnten wir natürlich nicht in die Osterferien fahren. Also haben wir ein paar Ausflüge in die Umgebung gemacht.

Manche von euch wissen vielleicht, dass ich gebürtig aus Ostwestfalen komme. Es lag also nahe, mir auch mal meine alte Heimat genauer anzusehen und zu den Externsteinen in der Nähe von Horn-Bad Meinberg zu fahren. Die etwa 40 Meter hohen Steine gehören wie der Hexenkessel bei Tecklenburg zum Teutoburger Wald.

Die Externsteine sind gut zu erreichen und auf dem riesigen Parkplatz ist auch problemlos Platz für Wohnmobile. Nur übernachten darf man hier nicht.
Die beeindruckende Felsformation hat etwas mystisches – kein Wunder, dass sich viele Geschichten um sie ranken.
Von den Felsen aus kann man auf die parkähnliche Landschaft blicken. Aber die Stufen haben es natürlich in sich.
Überall sitzen Menschen und genießen die Aussicht oder picknicken. Fast könnte man sich ein mittelalterliches Gelage vorstellen, bei dem Gaukler und Händler durch die Gruppen streifen.

Nach der Wanderung an den Externsteinen sind wir nioch nach Detmold gefahren. Die historische Altstadt liegt direkt am Fürstlichen Residenzschloss und hat uns ausgesprochen gut gefallen.

Der historische Stadtkern umfasst etwa 350 Baudenkmäler.

Übernachtet haben wir autark auf einem Waldparkplatz, weil ich morgens gerne noch zum Hermannsdenkmal wollte.

Der Anstieg hatte es in sich – beim nächsten Mal parke ich näher dran!
Beeindruckende Größe: Das Denkmal ist insgesamt 53,46 Meter hoch.

Das Hermannsdenkmal erinnert an die Schlacht im Teutoburger Wald. Es hat gigantische Ausmaße und soll Hermann den Cherusker ehren.

Ausflugstipp: Hexenpfad in Tecklenburg

Wir haben die Osterferien genutzt und ein paar Tagestouren und einen Kurztrip gemacht. Ihr dürft euch also auf ein paar Wandertipps freuen, die ich euch in den nächstenTagen online stellen werde.

Begonnen haben wir unsere Wanderung in Tecklenburg, einer Kleinstadt südwestlich von Osnabrück, die für Ihre Festspiele weit über die Region hinaus bekannt ist. Der Hexenpad, den wir uns ausgesucht hatten, beginnt mitten in der hübschen Innenstadt, deren Fachwerkhäuser alleine schon einen Besuch wert sind. Auf dem Marktplatz geht es los, aber die Hinweise waren nicht immer einfach zu entdecken.

Auf der Suche nach dem Ausgangspunkt für die Tour lassen sich schöne Fachwerkhäuser entdecken.
Gefunden! Der Startpunkt am Haus des Gastes.

Der Weg führt zunächst an der Tecklenburger Burg entlang, dort, wo auch die Festspiele stattfinden.

Schon an der Burg hat man leider Schwierigkeiten, die Wegehinweise zu entdecken. Viele Hinweise sind deutlich verwitterter als dieser hier – und irgendwo versteckt …

An der Hexenküche wird es dann kniffelig, der Weg führt weiter die Straße entlang, aber das sieht man tatsächlich nicht ohne weiteres … wir waren nicht die einzigen, die sich mühsam unterhalb der Hexenküche den Hang hinab und wieder hinaufgesucht haben, in der Hoffnung weitere Hinweise auf den Streckenverlauf zu finden.

Dieser Hinweis hat uns dazu veranlasst zu glauben, dass es irgendwo an der Hexenküche weiter gehen muss …
Um die Hexenküche ranken viele Geschichten. Hier sollen die Hexen ihre Zäubertränke gebraut haben aber auch der Teufel soll regelmäßiger Gast gewesen sein.
Typisch für den Tecklenburger Wald sind die Sandsteinformationen, die man auch an den Dörenter Klippen oder den Externsteinen findet.
Wie verhext: Lotta sucht den Weg!

In Wirklichkeit geht es die Straße entlang, am Aussichtspunkt vorbei und die Treppen hinab bis zum Rolandsgrab und dem Heidentempel. Nach etwa 5 Kilometern erreicht man die Altstadt wieder und kann sich für die Mühen (und die Umwege) selbst mit zahlreichen Leckereien belohnen – ich kann zumindest das Eis sehr empfehlen …